Nicht nur, was den Namen betrifft, haben Honeybush und Rooibush viele Gemeinsamkeiten. Der botanischen Ordnung nach zählen beide zu den Hülsenfrüchten und streng genommen ist keiner von beiden ein "echter" Tee. Nichts desto trotz werden von beiden Pflanzen die Blätter getrocknet und mit heißem Wasser übergossen umso für max. 10 Minuten zu ziehen, was der Zubereitung eines Tees entspricht. Beide findet man in zahlreichen Mischungen, als auch pur im Teeregal und selbst im Geschmack sind sich die beiden sehr ähnlich. Diese Tees schmecken süß und mild, besitzen eine angenehme Honignote und was die Inhaltsstoffe betrifft, sind beide Koffeinfrei und besitzen stattdessen jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe von denen unser Körper und unsere Gesundheit profitieren. Naheliegend also, da zumindest eine enge Verwandtschaft zu vermuten. Weitere Gemeinsamkeiten zwischen Honeybush und Rooibush sind ihre Heimat sowie ihre Standortvorlieben. Beide kommen außerhalb Südafrikas quasi nicht vor, während der Honeybush selbst ausschließlich auf die Gebiete von West- und Ostkap beschränkt ist. Er besitzt herrlich zarte und dennoch kräftig leuchtende gelbe Blüten die einen wunderbaren Honigduft verbreiten, was ihm auch seinen Namen eingebracht hat.

Viele gute Gründe für den Honeybush

Honeybush enthält kaum Gerbstoffe, dafür jede Menge Eisen, Kalzium und Magnesium. Quasi als eine Art Bonus oben drauf, nimmt man mit einer Tasse dieses Tees jede Menge Flavonoide zu sich. Dank ihrer antioxidativen Wirkung konnten diese bereits in einigen Studien beweisen, dass sie Krebserkrankungen vorbeugen, Entzündungen hemmen, hohen Blutdruck senken, die Blutgefäße schützen und sogar Heißhungerattacken vermeiden konnten. Alles ganz sicher mehr als gute Argumente um sich gerne öfter mal eine Tasse dieses Tees zu gönnen. Hinzu kommt, dass Honeybush-Tee durchaus als "pflegeleicht" bezeichnet werden kann. Seine Zubereitung ist weder besonders kompliziert noch aufwändig. Honeybush kann je nach individueller Vorliebe warm oder kalt getrunken werden, pur oder in einer Mischung. Egal, wie man seinen Tee gerne trinkt und welche Geschmackrichtungen man bevorzugt, mit Honeybush trifft man immer die richtige Wahl. Zudem kann er wegen seiner Koffeinfreiheit grundsätzlich zu jeder Tages- und Nachtzeit getrunken werden, Menschen mit einem empfindlichen Magen können ihn dank der kaum erwähnenswerten Konzentration an Gerbstoffen reuelos genießen und selbst Kinder trinken diesen Tee gerne auch ohne Zucker, da er bereits einen angenehm süßlichen Eigengeschmack besitzt. Honeybush ist also der perfekte Familientee für jede Gelegenheit.

Warum der Honeybush wirklich mehr ist, als nur "eine Art" Rooibush

Zugegeben, es gibt zahlreiche Gemeinsamkeiten und Verbindungen von Honeybush und Rooibush. Aber bei den "echten" Tees verhält es sich nicht anders. Auch hier gibt es Verwandtschaften zwischen den einzelnen Teesträuchern. Auch hier gibt es Ähnlichkeiten was Inhaltsstoffe, Aroma und Geschmack betrifft. Und dennoch würde man nie auf die Idee kommen, beispielsweise zu sagen, ein Darjeeling ist quasi ein Assam, nur eben ein bisschen anders. Selbstverständlich gleichen sich diese Tees in zahlreichen Punkten, dennoch sind beide unbestritten eigenständige Sorten.

Fazit

Eigentlich ist es ja auch gar nicht so wichtig, ob Honeybush nun eine eigene Sorte, oder eben doch eine spezielle Art von Rooibush ist. Entscheidend ist letzten Endes nur, ob der Tee schmeckt, oder nicht. Dennoch ist es verständlich, dass es Teehändler und -trinker auch genau nehmen und selbst auf solche Details Wert legen. Schließlich möchte man doch auch wissen, was genau man da eigentlich isst oder trinkt. Für viele mag die Einteilung in eigenständige Sorten und Variationen bzw. Untersorten eine reine Formalität sein. Für andere spielt es aber eben eine größere Rolle. Und dann muss man ganz eindeutig sagen, dass Honeybush definitiv nicht einfach nur "ein spezieller" Rooibush ist. Diese beiden Teesorten sind sich sehr ähnlich, haben zahlreiche Gemeinsamkeiten, sind aber trotz allem zwei verschiedene Sorten. Bildnachweis: Honeybush © sahua d - Fotolia.com

Was ist Honeybush und woher kommt er?

Honeybush (Cyclopia-Arten) ist eine Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist endemisch in der Kapregion Südafrikas. Er ist eng verwandt mit Rooibos, aber botanisch und geschmacklich eigenständig. Der Name kommt vom Honig-ähnlichen Duft der gelben Blüten. Honeybush wird aus den Blättern, Stängeln und Blüten der Cyclopia-Pflanze hergestellt, nicht aus Camellia sinensis. Damit ist er technisch kein „echter" Tee, sondern ein Kräuteraufguss (Tisane), ähnlich wie Kamille oder Pfefferminze. In Südafrika wird Honeybush traditionell als lokales Heilmittel genutzt; auf dem internationalen Markt ist er als koffeinfreie, natürlich süßliche Alternative zu Schwarztee bekannt.

Honeybush vs. Rooibos: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Honeybush und Rooibos werden oft verwechselt, sind aber unterschiedliche Pflanzen mit ähnlichen Eigenschaften. Rooibos (Aspalathus linearis) wächst spezifisch im Cederberg-Gebirge; Honeybush (Cyclopia spp.) wächst in breiteren Teilen der Kapregion. Beiden gemeinsam: koffeinfrei, tanninarm, natürlich süßlich, rot-braune Farbe nach Oxidation, reich an Antioxidantien. Unterschiede: Honeybush hat einen ausgeprägteren Honig-Blumenduft und -geschmack; Rooibos ist erdiger und nussiger. Honeybush enthält spezifische Isoflavone (besonders Formononetin und Biochanin A), die phytoöstrogen wirken. Rooibos enthält Aspalathin, ein einzigartiges Antioxidans, das nur in Rooibos vorkommt. Beide sind wertvolle, gesundheitsfördernde Kräutertees.

Gesundheitliche Eigenschaften von Honeybush

Honeybush ist reich an Polyphenolen, besonders Mangiferin (das auch in Mango vorkommt und krebshemmend, antiviral und entzündungshemmend wirkt) und Hesperidin (bekannt aus Zitrusfrüchten, wirkt auf Blutgefäße). Die Isoflavone im Honeybush werden in der Forschung auf ihre Wirkung bei Wechseljahrsbeschwerden untersucht – erste Studien zeigen positive Effekte auf Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Honeybush hat nachgewiesene antibakterielle und antifungale Eigenschaften. Als koffeinfreier, tanniararmer Tee ist er ideal für Personen mit Magnesiummangel (Tannine hemmen Mineralaufnahme), für Kinder, Schwangere und ältere Menschen. Honeybush-Extrakte werden in der Kosmetik für ihre hautschützenden antioxidativen Eigenschaften eingesetzt.

Häufig gestellte Fragen zu Honeybush

Ist Honeybush ein echter Tee?
Nein – botanisch stammt er nicht von Camellia sinensis. Er ist ein Kräuteraufguss (Tisane), aber trotzdem ein vollwertiges gesundheitsförderndes Getränk.

Schmeckt Honeybush wirklich nach Honig?
Er hat eine natürliche Süße und einen blumig-honigartige Note, besonders bei den Blüten-Varianten. Nicht so stark wie echter Honig, aber deutlich süßlicher als die meisten Kräutertees.

Ist Honeybush gut für Frauen in den Wechseljahren?
Erste Studien zeigen positive Effekte durch Isoflavone auf Wechseljahrsbeschwerden. Als Ergänzung sinnvoll; kein Ersatz für ärztliche Behandlung.

Wie bereitet man Honeybush zu?
Kochendes Wasser, 2–3 TL Tee pro 250 ml, 5–7 Minuten ziehen. Ergibt einen tiefroten, aromatisch-süßen Aufguss.

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