Das gewisse Etwas in der Küche


Wird in einem Kreuzworträtsel nach einem Heißgetränk mit drei Buchstaben gefragt, lautet die Antwort ganz klar Tee. Tee ist zweifelsfrei ein Getränk und wird heiß, oder zumindest warm getrunken… Nun, im Artikel „Tee geht auch kalt!“, wurden wir zumindest schon einmal was die Temperaturen betrifft, eines Besseren belehrt. Doch Tee hat noch viel mehr Überraschungen zu bieten: wie wäre es, Tee als Gewürz zu verwenden, um einigen Gerichten eine ganz besondere Note zu verleihen?

Das gewisse Etwas in der Küche

In Ländern wie Japan beispielsweise ist es längst selbstverständlich, ganz besondere Tees auch zum Würzen zu verwenden. Bei uns ist es eher noch eine Seltenheit, wenngleich auch festgestellt werden kann, dass das „Teegewürz“ in Kochblogs und unter Teeliebhabern langsam aber sicher immer öfter als Geheimtipp gehandelt wird und deswegen wohl nicht mehr lange als solcher gelten kann. Die Zahl der begeisterten Hobbyköche, die Tee immer selbstverständlicher als Gewürz verwenden, wächst jedenfalls rasant.

Was muss beim Kochen mit Tee beachtet werden?

Traditioneller Weise werden meist Tees wie Sencha, Bancha oder auch Gunpowder zum Kochen verwendet. Da sie fein vermahlen sind, lassen sie sich einfach dosieren und mischen sich gut beispielsweise mit Soßen.

Davon abgesehen empfiehlt es sich, den Tee nicht einfach direkt in das Essen zu geben, sondern noch zusätzlich einen sogenannten Aromaverstärker zu verwenden. Salz etwa eignet sich hervorragend dazu. Mittlerweile findet man auch bei uns sogenanntes Matcha-Salz vereinzelt in den Gewürzregalen, meist in Bioläden oder spezialisierten Online-Portalen. Mit einem guten Matcha kann man sich solch ein Salz aber auch selbst ganz einfach und jederzeit frisch mischen.

Gewürzt werden damit am besten Geflügel- und Fischgerichte, vor allem helle Fischsorten und Garnelen erhalten durch den Matcha ein unvergleichliches Aroma und schmecken einfach hervorragend. Selbst Gemüsegerichte kann man damit verfeinern, ganz besonders, wenn es sich um Sorten mit einem eher süßlichen Eigengeschmack, wie etwa Erbsen handelt.

Auch Olivenöl eignet sich hervorragend für grünen Tee als Aromaverstärker. Der Tee verleiht dem Öl eine sehr erfrischende Note, umso mehr, wenn es noch mit etwas Zitrone versetzt wird. Auch solch ein geschmacklich einzigartiges Olivenöl kann man sich ganz einfach selbst ansetzten. Alles, was man dazu braucht, ist ein qualitativ möglichst hochwertiges Olivenöl, Zitronenscheiben oder etwas abgeriebene Schale und grünen Tee, dessen Qualität selbstverständlich ebenfalls möglichst hoch sein sollte. Es kann sowohl Teepulver, als auch zerstoßene Blätter verwendet werden.

Zudem haben Wissenschaftler in einer medizinischen Studie bewiesen, dass sich die Kombination aus Olivenöl und grünem Tee sehr positiv auf unsere Gefäßwände auswirkt. Beginnende Gefäßverkalkung beispielsweise kann damit rückgängig gemacht werden und auch der Stoffwechsel wird angekurbelt.

Fazit

Zugegeben, der Anblick von grünen Salzkristallen auf unserem Essen ist zunächst sicher erst einmal gewöhnungsbedürftig, der Geschmack allerdings wird schnell überzeugen. Die Zeiten in denen in unseren Küchen fast nur mit Salz und Pfeffer gewürzt wurde, sind Gott sei Dank vorbei. Und wenn wir schon seit Jahren unsere Kräutergärten erweitern und immer wieder neue Geschmackskomponenten für unsere Lieblingsgerichte entdecken, warum dann nicht auch einmal mit grünem Tee würzen? Wer ihn gerne trinkt, wird ihn sicher gerne auch essen.

Es ist wirklich immer wieder erstaunlich und überraschend, wie vielseitig und damit auch abwechslungsreich Tee ist. Früher hatte man in unseren Breitengraden meist nur Kamillentee, eine einfache Früchteteemischung und bestenfalls noch einen simplen schwarzen Tee stehen. Doch längst haben wir die breite Vielfalt der diversen Teearten und -sorten entdeckt. Nun ist es also Zeit, auch die Vielseitigkeit der Verwendung von Tee zu entdecken. Mit etwas Mut und Entdeckergeist werden die Überraschungen ganz bestimmt (fast) nur positiv sein. Bei der nächsten Party beeindruckt man seine Gäste damit sowohl optisch, als auch geschmacklich ganz sicher. Und wer genießt nicht gerne den Ruf eines passionierten Hobbykochs, der es versteht, seine Gäste zu verwöhnen?

 

Bildnachweis: Etwas in der Küche © alex – Fotolia.com

One thought on “Das gewisse Etwas in der Küche

  1. In einer dieser Ferienwohnungen in Dierhagen würde ich auch gerne mal einen Tee trinken: Ferienwohnung Dierhagen

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