Rooibos, auch bekannt unter den Namen Rooibusch, Rotbusch oder Aspalathus Linearis, ist ein aus Südafrika stammender Tee, der längst aber auch bei uns nicht nur einen hohen Bekanntheits-, sondern auch Beliebtheitsgrad genießt. Egal, ob pur, aromatisiert oder als Mischung verarbeitet, der Rooibos Tee wird sehr geschätzt. Neben zahlreichen Inhaltsstoffen, die unserer Gesundheit gut tun, enthält diese Teeart nämlich absolut kein Koffein und kaum Gerbstoffe, ist deshalb besonders magenfreundlich und kann zu jeder Tages- und Nachtzeit genossen werden.

Zubereitung

Rooibos Tee gehört zu den Teearten, von denen man gerne mehrere Aufgüsse genießen kann. Überbrüht wird gewöhnlich mit kochendem, oder zumindest heißem Wasser. Die exakte Temperatur ist hierbei nicht von so entscheidender Bedeutung, wie etwa bei anderen Teearten, wie etwa grünem, weißem oder schwarzem Tee, oder auch Oolong.Die Ziehdauer sollte wenigstens 3 bis 5 Minuten betragen, wer es gerne etwas herber mag, kann seinen Tee aber durchaus auch 6 bis 8 Minuten ziehen lassen. Da der Rooibos kaum Gerbstoffe enthält, läuft man keinesfalls Gefahr, dass der Tee am Ende zu bitter schmeckt. In der Regel wird bei folgenden Aufgüssen empfohlen, die Ziehdauer im Vergleich zum vorherigen Aufguss immer etwas zu verlängern. Beim Rooibos gilt aber, dass der Tee ab dem zweiten Aufguss keinesfalls noch länger als 3 Minuten ziehen sollte. Es handelt sich hierbei schlicht und einfach um eine völlig andere Pflanzenart, als die den "klassischen" Teearten zu Grunde liegenden Teesträucher. Die Blattstruktur ist anders, ebenso wie die Inhaltsstoffe und somit auch das Lösungsverhalten in Wasser.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Der Rooibos Tee ist quasi mit einem isotonischen Mineraldrink vergleichbar. Er wirkt entspannend, regt jedoch die Verdauung an und kann dort bei leichteren Beschwerden hilfreich sein. Selbst bei einigen Allergien soll er zur Linderung beitragen können und dank der hohen Konzentration an Fluor beugt der Genuss dieses Tees außerdem Karies vor.Da Rooibos aber keinerlei Blutdrucksteigernde, magenreizende oder aufputschende Substanzen enthält, kann man ihn bereits Kindern zu trinken geben. In seiner Heimat Südafrika wird er bereits Säuglingen zu trinken gegeben.

Sorten

Zum einen unterscheidet man zwischen rotem und grünem Rooibos. Angebaut werden beide gleich. Nach der Ernte jedoch, wird der rote Rooibos fermentiert, beim grünem wird dies unterbunden und die Blätter werden stattdessen sofort getrocknet. Des Weiteren gibt es zahlreiche aromatisierte Sorten im Handel. Besonders beliebt sind dabei Geschmacksrichtungen wie Vanille, Karamell oder Schokolade. Aber auch fruchtige Varianten wie Pfirsich oder exotischeres, wie Melone oder Kokosnuss sind sehr beliebt. Zum Teil sind auch Fruchtstückchen dem Tee untergemischt.

Fazit

Wenn man auf der Suche nach einem schmackhaften Tee ist, der zahlreiche abwechslungsreiche Sorten bietet, gesund ist und zu all dem auch noch ganz ohne Koffein auskommt, für den ist Rooibos die richtige Wahl.Bildnachweis: Rooibos Tee © creative studio - Fotolia.com

Rooibos-Tee zubereiten: Der südafrikanische Allrounder

Rooibos-Tee (Aspalathus linearis) ist einer der wenigen Tees, der bei der Zubereitung kaum Fehler verzeiht – oder besser gesagt, der keine Fehler kennt. Das Wasser darf vollständig kochen (100 Grad Celsius), die Ziehzeit kann ohne Bitterkeit variieren. Pro Tasse (250 ml) einen Teelöffel loser Rooibos oder einen Teebeutel verwenden. Fünf bis sieben Minuten ziehen lassen – gerne auch länger für intensiveres Aroma. Der Aufguss hat eine charakteristisch rötlich-orangene Farbe und ein süßlich-nussiges Aroma ohne jegliche Adstringenz.

Rooibos-Tee ist vielseitig einsetzbar: Pur als koffeinfreier Alltagstee, mit Milch und Honig als Rooibos-Latte, als Basis für Eistee oder als Begleiter zu Desserts. Als Masala-Rooibos mit Zimt, Kardamom, Ingwer und Milch entsteht ein koffeinfreier Chai-Ersatz. Rooibos eignet sich auch hervorragend zum Backen: Als Flüssigkeit in Kuchen, Muffins oder Brot eingesetzt, verleiht er dem Gebäck ein charakteristisches nussig-süßes Aroma. Grüner Rooibos (unfermentierter Rooibos) hat einen frischeren, helleren Charakter und sollte ähnlich wie Grüntee zubereitet werden.

Geschichte: Rooibos und die San-Ureinwohner

Rooibos wurde von den San (Buschmännern) und Khoikhoi-Völkern Südafrikas seit Jahrhunderten genutzt, bevor er kommerziell erschlossen wurde. Die Pflanze wächst ausschließlich in der Cederberge-Region im Westkap Südafrikas – einem Gebiet von nur etwa 300 Kilometern Länge. Trotz vieler Versuche, Rooibos in anderen Ländern anzubauen, gedeiht er nur in diesem spezifischen Mikroklima mit seinen sauren, sandigen Böden und dem mediterranen Klima.

Die kommerzielle Geschichte des Rooibos begann erst im frühen 20. Jahrhundert, als Benjamin Ginsberg, ein russischer Immigrant, das Potenzial des Krauts erkannte und begann, es zu vermarkten. Der Botaniker Pieter le Fras Nortier forschte in den 1930er Jahren systematisch an der Kultivierung und machte den Rooibos-Anbau wirtschaftlich möglich. Seit den 1990er Jahren hat Rooibos eine internationale Karriere gemacht und wird heute in über 30 Länder exportiert. Der Name „Rooibos" (afrikaans für „Rotbusch") ist als geografische Herkunftsbezeichnung geschützt.

Inhaltsstoffe und gesundheitliche Wirkung

Rooibos enthält keine Tannine (Gerbstoffe), kein Koffein und wenig Oxalsäure – was ihn besonders magenverträglich und für Menschen mit Nierensteinen geeignet macht. Er enthält stattdessen einzigartige Antioxidantien wie Aspalathin und Nothofagin, die exklusiv in der Rooibos-Pflanze vorkommen. Aspalathin zeigt in Studien antidiabetische, kardioprotektive und entzündungshemmende Eigenschaften. Grüner (unfermentierter) Rooibos enthält mehr Aspalathin als der fermentierte rote Rooibos.

Die fehlende Adstringenz macht Rooibos ideal für Menschen, die empfindlich auf Tannine reagieren, und für Kinder. Da er koffeinfrei ist, kann er zu jeder Tageszeit getrunken werden, auch abends vor dem Schlafen. Rooibos ist auch in der Schwangerschaft und Stillzeit bedenkenlos. Erste Humanstudien zeigen Hinweise auf positive Effekte auf Herzgesundheit und Blutfettwerte. Als Teil einer gesunden Ernährung ist Rooibos ein idealer Alltagstee.

Häufig gestellte Fragen zu Rooibos

Ist Rooibos wirklich ein Tee?
Botanisch gesehen ist Rooibos kein Tee im strengen Sinne, da er nicht von der Teepflanze Camellia sinensis stammt. Er ist ein Kräuteraufguss (Tisane) aus dem südafrikanischen Rotbusch. Im Sprachgebrauch hat sich aber „Rooibos-Tee" etabliert. Ähnlich wie Kamillentee oder Pfefferminztee ist Rooibos ein Kräutergetränk, das als Tee bezeichnet wird.

Was ist der Unterschied zwischen rotem und grünem Rooibos?
Roter Rooibos ist fermentiert – die Teeblätter werden angefeuchtet, gerollt und an der Luft oxidiert, bis sie ihre charakteristische rote Farbe bekommen. Grüner Rooibos ist unfermentiert, wird sofort nach der Ernte getrocknet und behält seine hellgrüne Farbe. Grüner Rooibos hat einen frischeren, leicht grasigen Geschmack und enthält mehr Antioxidantien (besonders Aspalathin).

Kann man Rooibos täglich und in großen Mengen trinken?
Ja – Rooibos gilt als eines der sichersten Kräutergetränke. Da er kein Koffein, keine Tannine und wenig Oxalate enthält, ist er auch bei täglichem, großzügigem Konsum unbedenklich. Er ist ideal für Menschen, die viel Flüssigkeit trinken wollen, ohne Koffein aufzunehmen.

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