Was ist drin?
Meist handelt es sich dabei um Kräuterteemischungen, die vor allem Brombeerblätter, Himbeerblätter und Minze, entweder Pfefferminze oder manchmal auch Apfelminze ohne Menthol, enthalten. Weitere Zutaten können Ringelblume und Kornblume sein, oder etwa Sonnenblumenblütenblätter und Erdbeerblätter. Aber auch Orangenschalen, Ingwer, Zitronengras und Zimt sind beliebte Komponenten in Gute Laune Kräutertee-Mischungen. Solche Kombinationen wirken erwiesener Masen stimmungsaufhellend und sogar antidepressiv. Und das auf eine völlig natürliche Weise, ohne Abhängigkeiten oder Nebenwirkungen zu riskieren. Es gibt jedoch auch Yogi Teemischungen, die mit Kombinationen aus Süßholz, Minze, Fenchel, Anis, Nelke, Kardamom und Pfeffer ergänzt mit Brennnessel, Kakaoschalen und sogar Chili mit einer leicht scharfen und überaus würzigen Note den Geist wecken und die Laune verbessern wollen. Daneben existieren auch Grüntee-Kräutermischungen oder Mischungen mit einem hohen fruchtigen Anteil, die ebenfalls versprechen dem Genießer ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die variantenreiche Zusammensetzung einzelner Gewürze, von Früchten und diverser Kräuter beeinflussen Geschmack und Aroma sowie die Wirkung der Gute Laune Tees. Zum Süßen etwas Kandis, Stevia oder Honig nehmen, sofern der Tee ungesüßt und ohne Zusätze geliefert wird.Fazit
Sicher sollte man sich von einem tee keine Wunder erwarten. Wer tatsächlich etwa mit ausgeprägten Depressionen zu kämpfen hat, sollte sich unbedingt in ärztliche Behandlung begeben und fachliche Hilfe suchen. Wer allerdings "einfach nur schlecht drauf" ist, meist auch ohne einen eigentlichen, konkreten Grund, dem kann es mit einem der Gute Laune Tees mit Sicherheit schon bald wieder besser gehen. Dabei ist dieser angenehme Effekt sicher nicht ausschließlich den mit Bedacht gewählten Zutaten der jeweiligen Teemischung zuzuschreiben. Allein die Tatsache, dass man etwas ganz bewusst für sich selbst macht, dass man sich eine kleine Pause gönnt, sich hinsetzt und eine Tasse Tee genießt, kann in unserer hektischen Welt schon vieles zum positiven ändern. Wir kümmern uns tagtäglich um so viele Dinge, nur meistens zu wenig um uns selbst. Tee schmeckt und tut uns gut - eine Tasse am Tag von solch einer Mischung kann schon zu viel mehr Zufriedenheit und zur allgemeinen Stimmungslage beitragen.Bildnachweis: Gute Laune Tee © Asta Plechaviciute - Fotolia.comZubereitung und Empfehlung
Für die optimale Zubereitung von Gute Laune Tee empfiehlt es sich, einen bis zwei Teelöffel der Teemischung mit 250 ml frisch gekochtem Wasser zu übergießen. Je nach Zusammensetzung der Mischung variiert die empfohlene Ziehzeit zwischen fünf und zehn Minuten.
Teemischungen sind häufig so komponiert, dass sich die Aromen der einzelnen Zutaten gegenseitig ergänzen und verstärken. Die richtige Ziehzeit ist dabei entscheidend: Zu kurz, und die tieferen Aromen entfalten sich nicht vollständig; zu lang, und die Balance der Mischung kann durch dominante Einzelnoten gestört werden.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu mittelamerikanische Teekultur. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu chinesische Teekultur.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Gute Laune Tee sollte wie alle Teemischungen kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Eine luftdichte Teedose schützt vor Feuchtigkeit und Fremdgerüchen und bewahrt das Aroma für zwölf bis achtzehn Monate.
Achten Sie beim Kauf auf die Qualität der einzelnen Zutaten. Hochwertige Teemischungen verwenden ganze oder nur leicht gebrochene Blätter, Blüten und Früchte, während minderwertige Produkte oft stark zerkleinerte Reste enthalten.
Zubereitung von Gute-Laune-Tee
Gute-Laune-Tee ist eine stimmungsaufhellende Kräuterteemischung, die speziell zur Förderung von positiver Stimmung, Ausgeglichenheit und emotionalem Wohlbefinden zusammengestellt wurde. Typische Zutaten sind Johanniskraut, Zitronenmelisse, Lavendel, Rosmarin, Orange (Schale oder Aroma), Hibiskus und manchmal Passionsblume. Für die Zubereitung werden ein bis zwei Teelöffel der Mischung pro Tasse mit frisch gekochthem, auf 85-90 Grad abgekühltem Wasser übergossen. Die Ziehzeit beträgt sieben bis zehn Minuten, damit die ätherischen Öle und Flavonoide vollständig ins Wasser übergehen können. Der Tee kann mit Honig oder Agavendicksaft gesüßt werden. Besonders wirkungsvoll ist Gute-Laune-Tee, wenn er als tägliches Ritual genossen wird – morgendliches Teetrinken als bewusste Entspannungsübung verbessert die Stimmung bereits durch das Ritual selbst. Als Sonnentee (kalt im Sonnenlicht aufgebrüht) bekommt er eine frische, aromatische Note und eignet sich als Sommergetränk. Kombination mit frischem Zitronensaft und Minze macht ihn besonders erfrischend.
Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Gute-Laune-Tee
Gute-Laune-Tee zielt auf das Wohlbefinden und die Stimmung ab – ein Bereich, der durch eine Kombination von Pflanzenstoffen positiv beeinflusst werden kann. Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist eines der wissenschaftlich am besten untersuchten pflanzlichen Mittel bei leichten bis mittelschweren Depressionen. Hypericin und Hyperforin, die Wirkstoffe, beeinflussen das Serotonin-Dopamin-Noradrenalin-System und können die Stimmung nachweislich verbessern. Für eine spürbare Wirkung muss Johanniskraut regelmäßig über mehrere Wochen eingenommen werden. Zitronenmelisse enthält Rosmarinsäure und ätherische Öle, die das Nervensystem beruhigen und Angstsymptome lindern können. Lavendel wirkt durch Linalool auf das limbische System und reduziert Stresshormone. Orangenschale und -aroma können durch Limonene und andere Duftverbindungen stimmungsaufhellend wirken – Duftreize haben einen direkten Einfluss auf das Limbische System. Die Kombination ergibt einen Tee, der sowohl sofort entspannend als auch langfristig stimmungsaufhellend wirkt.
Geschichte und Entwicklung von Stimmungstees
Die Verwendung von Kräutern zur Stimmungsverbesserung hat eine jahrtausendealte Geschichte in der Volksmedizin. Johanniskraut wurde bereits im Mittelalter als „Vertreiber böser Geister" eingesetzt, was wahrscheinlich auf seine antidepressiven Wirkungen anspielte. Zitronenmelisse wurde seit der Antike bei Schwermut, Melancholie und Herzleiden eingesetzt. Paracelsus bezeichnete Melisse als „glücklich machende Pflanze". Im 20. Jahrhundert gewann das Verständnis für die biochemischen Grundlagen von Stimmungsstörungen an Bedeutung, und damit auch das wissenschaftliche Interesse an pflanzlichen Alternativen. Johanniskraut-Extrakt wurde in Deutschland als erstes pflanzliches Antidepressivum klinisch geprüft und zugelassen. Der Begriff „Gute-Laune-Tee" als Produktkategorie entstand im Zuge des Wellness-Trends der 1990er und 2000er Jahre, als Teehersteller gezielt Mischungen für spezifische emotionale Bedürfnisse entwickelten. Heute ist Gute-Laune-Tee ein etabliertes Nischenprodukt in deutschen Reformhäusern und Teeshops.
Häufige Fragen zu Gute-Laune-Tee
Kann Gute-Laune-Tee eine Depression behandeln?
Gute-Laune-Tee ist kein Ersatz für medizinische Behandlung bei klinischen Depressionen. Bei leichten Verstimmungen kann er unterstützend helfen. Bei anhaltender depressiver Verstimmung immer einen Arzt aufsuchen.
Wechselwirkt Johanniskraut mit Medikamenten?
Ja! Johanniskraut hat bekannte Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien, Antidepressiva (SSRI-Kombination kann Serotoninsyndrom verursachen), Verhütungspillen und anderen Medikamenten. Bei Medikamenteinnahme immer Arzt fragen.
Wie schnell wirkt Gute-Laune-Tee?
Lavendel und Melisse wirken relativ schnell beruhigend (30-60 Minuten). Johanniskraut braucht zwei bis vier Wochen regelmäßiger Einnahme, um seine stimmungsaufhellende Wirkung zu entfalten.
Kann ich Gute-Laune-Tee täglich trinken?
Ja, zwei bis drei Tassen täglich sind für die meisten Menschen unbedenklich. Johanniskraut macht Haut lichtempfindlicher – beim Sonnen vorsichtiger sein. Nach acht Wochen eine Pause einlegen.
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