Fazit
Das sind sicher gute Nachrichten, nicht nur für diejenigen unter uns, die ohnehin schon immer gerne grünen Tee getrunken haben. Oftmals hat man den Eindruck, dass diejenigen, die gerne Tee trinken, sich ohnehin schon viele Gedanken um ihre Gesundheit machen und ein besonders bewusstes Leben führen. Etwas ketzerisch könnte man sagen, sie hätten solche Wirkungen auf die Gesundheit eigentlich schon gar nicht mehr nötig. Umso erfreulicher ist es, dass man keineswegs Idealgewicht haben oder regelmäßig Sport treiben muss, um von grünem Tee zu profitieren. Wer etwas für seinen Körper, seine Gesundheit und damit auch für sich etwas Gutes tun möchte, der kann ganz einfach damit beginnen, regelmäßig grünen Tee zu trinken. Vielen fällt es schwer, sich regelmäßig zu bewegen oder gesünder zu ernähren. Trinken Sie viele grüne Tees, mindestens eine Tasse täglich, das wäre ein guter Anfang und nur scheinbar ein kleiner Schritt. Denn schon so könnte man seine Gesundheit positiv beeinflussen und nach und nach den eigenen Lebensstil verbessern. Es sind tatsächlich oft die sprichwörtlichen Kleinigkeiten, die zählen und gerade die, die große Veränderungen scheuen, werden sich freuen, dass es gar nicht immer große Schritte sind, die gemacht werden müssen. Was grünen Tee betrifft, gibt ihnen die Wissenschaft inzwischen absolut Recht.Bildnachweis: grüner Tee © Teamarbeit - Fotolia.comGrüner Tee bei Bluthochdruck – Zubereitung und Empfehlungen
Grüner Tee wird häufig als natürliche Unterstützung bei erhöhtem Blutdruck empfohlen. Für diesen Zweck gelten besondere Zubereitugsempfehlungen: Grüntee sollte bei niedrigeren Temperaturen (70-80 Grad) zubereitet werden, um das Koffein nicht vollständig zu extrahieren, da Koffein in großen Mengen den Blutdruck kurzfristig erhöhen kann. Die Ziehzeit sollte zwei bis drei Minuten betragen. Ohne Milch oder Zucker getrunken. Zwei bis drei Tassen täglich sind für eine blutdruckbezogene Wirkung sinnvoll. Bei erhöhtem Blutdruck sollte der Konsum gleichmäßig über den Tag verteilt werden – nicht alle auf einmal. Personen, die Antihypertensiva einnehmen, sollten vor dem regelmäßigen Grünteekonsum ihren Arzt informieren, da Wechselwirkungen möglich sind. Qualitativ hochwertiger Sencha aus Japan oder Lung Ching aus China sind gute Ausgangspunkte für eine blutdruckunstützende Grüntee-Routine.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Grüntee und Bluthochdruck
Mehrere klinische Studien und Meta-Analysen haben den Effekt von Grüntee auf den Blutdruck untersucht. Eine umfangreiche Meta-Analyse aus dem Jahr 2014 mit über 1000 Probanden zeigte, dass regelmäßiger Grünteekonsum (mindestens 12 Wochen) den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 1,98 mmHg und den diastolischen um 1,92 mmHg senken kann. Diese Werte sind statistisch signifikant, aber klinisch bescheiden. Der Mechanismus: EGCG und andere Catechine entspannen die glatte Muskulatur der Blutgefäße und fördern die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO), das die Gefäße weitet. L-Theanin hat ebenfalls blutdrucksenkende Wirkungen durch Hemmung von Angiotensin-II. Der Antioxidantienreichtum reduziert oxidativen Stress in den Blutgefäßwänden, was langfristig gefäßschützend wirkt. Grüntee ist kein Ersatz für Blutdruckmedikamente, kann aber als ergänzende Maßnahme Teil eines herzgesunden Lebensstils sein.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu chinesische Teekultur. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu Yan Cha Felsentee.
Weitere herzschützende Maßnahmen in Kombination mit Grüntee
Für optimale Blutdruckkontrolle ist Grüntee am wirksamsten als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes. Regelmäßige Bewegung (150 Minuten moderate Aktivität pro Woche) senkt den Blutdruck um 5-8 mmHg. Salzreduktion auf unter 5g täglich ist eine der effektivsten Einzelmaßnahmen mit 2-8 mmHg Blutdrucksenkung. Eine mediterrane Ernährung mit viel Obst, Gemüse und gesunden Fetten schützt das Herz-Kreislauf-System. Gewichtsreduktion senkt den Blutdruck um etwa 1 mmHg pro Kilogramm abgenommenem Gewicht. Stressreduktion durch Meditation, Yoga oder andere Entspannungstechniken wirkt nachweislich blutdrucksenkend. Grüntee kann in dieses Gesamtkonzept gut integriert werden und seinen bescheidenen, aber realen Beitrag leisten.
Häufige Fragen zu Grüntee und Bluthochdruck
Erhöht Grüntee nicht den Blutdruck durch Koffein?
Koffein kann kurzfristig den Blutdruck erhöhen. Im Grüntee wird dieser Effekt durch L-Theanin abgemildert. Zudem gewöhnt sich der Körper bei regelmäßigem Konsum an Koffein, was den Blutdruckeffekt reduziert. Die Langzeitwirkung ist blutdrucksenkend.
Wie lange muss ich Grüntee trinken, bis eine Wirkung eintritt?
Studien zeigen Wirkung nach 12 Wochen regelmäßigen Konsums. Eine sofortige Blutdrucksenkung ist nicht zu erwarten – Grüntee ist eine langfristige Maßnahme.
Kann ich Grüntee mit meinen Blutdruckmedikamenten kombinieren?
Im Allgemeinen ja, aber Ihr Arzt sollte informiert werden. Grüntee kann die Wirkung mancher Medikamente leicht beeinflussen. Bei starkem Konsum und bestimmten Medikamenten (z.B. Beta-Blocker) ist Vorsicht geboten.
Welcher Grüntee ist am besten für den Blutdruck?
Alle Grüntees mit hohem EGCG-Gehalt sind geeignet. Matcha hat die höchste Catechin-Konzentration (da ganze Blätter getrunken werden), gefolgt von Gyokuru und hochwertigem Sencha.
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