Nichts wärmt in der kalten Jahreszeit so schön wie eine heiße Tasse Tee. Wer aber seinen Tee lieber mit Zucker und Honig süßt, nimmt gleichzeitig eine ganze Menge leerer Kalorien zu sich. Auch der Blutzuckerspiegel kann leicht aus dem Gleichgewicht geraten, wenn dem Körper ein solcherart gesüßtes Getränk zugeführt wird. Auch herkömmliche Süßstoffe sind nicht viel besser, denn sie werden künstlich hergestellt, sorgen meist trotzdem für Insulinausschüttung und bergen für manche Menschen einen besonders unangenehmen Nachgeschmack. Trotzdem müssen Teeliebhaber auf eine nach Belieben gesüßte Tasse ihres Lieblingsgetränks nicht verzichten. Seit einigen Jahren gibt es eine Alternative zum herkömmlichen Süßen mit Zucker. So sind Steviapflanzen und deren Extrakte bei immer mehr Menschen beliebt. Und das aus gutem Grund, denn Stevia bietet herkömmlichem Zucker gegenüber viele Gesundheitsvorteile. Stevia - ein Geschenk der Subtropen Als besonders wärmeliebende Pflanze fühlt sich die Stevia rebaudiana in den Subtropen am wohlsten. Ursprünglich aus Paraguay stammend ist die Stevia seit dem 16. Jahrhundert in Europa bekannt. Seit langem schon wird die enorme Süßkraft dieser Pflanze geschätzt, von den südamerikanischen indigenen Völkern wurde sie dazu verwendet, den dort üblichen starken Mate-Tee zu süßen. Für den süßen Geschmack verantwortlich ist das Steviosid. Getrocknete Steviablätter sind 30mal süßer als herkömmlicher Industriezucker. Wird das Steviosid durch entsprechende Verfahren aus dem Blatt extrahiert ist es sogar bis zu 300mal süßer. Nicht nur zum Süßen von Nahrungsmitteln kann Stevia eingesetzt werden. Gesundheitliche Vorteile der Steviapflanze In gesundheitlicher Hinsicht liegen die Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Industriezucker auf der Hand. Besonders für Diabetiker ist Stevia ideal, denn im Gegensatz zu herkömmlichen Süßstoffen ist Steviosid vollkommen blutzuckerneutral. Studien haben zudem eine blutdrucksenkende und gefäßerweiternde Wirkung von Steviosid nachweisen können. Diese Ergebnisse spiegeln nicht zuletzt die traditionelle Anwendung der Steviapflanze gegen Übergewicht, Bluthochdruck und Sodbrennen wider. Zudem besitzt Steviosid eine hemmende Wirkung gegenüber der Entstehung von Zahnbelag, wodurch es eine Rolle bei der Prävention von Karies spielen kann. Ob das im Körper entstehende Abbauprodukt Steviol in hohen Dosen, die ein Mehrfaches des Körpergewichts betragen müssen, eine mutagene Wirkung besitzt, konnte die Wissenschaft noch nicht abschließend klären. Neben vielen Bioläden bieten auch immer mehr Online-Apotheken, wie auch die shop-apotheke.com ein großes Portfolio an hochwertigen Stevia-Produkten an, die das Leben süßer und leichter machen, ohne gesundheitliche Nachteile mit sich zu bringen. Eine ganz besondere Süße Stevia ist geschmacklich viel dezenter einzuordnen als Zucker bzw. Honig. Gerade, weil es je nach Darreichungsform exakt dosiert werden kann, lässt sich der Süßungseffekt besonders gut anpassen. Wer empfindlich auf Industriezucker reagiert, wird nach dem Konsum von Stevia keine unangenehmen Effekte verspüren. Mit höherer Dosierung wird auch der Eigengeschmack von Stevia nach und nach deutlicher. Manche Menschen empfinden den Nachgeschmack von hochdosiertem Stevia als wenig angenehm und tendenziell bitter. Seit 2011 ist Stevia in Deutschland als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Davor war es bereits als loses Blatt in einigen Bioläden erhältlich – hier dann allerdings als Badezusatz deklariert – um die fehlende Zulassung für den Lebensmittelbereich zu umgehen. Heute ist Stevia als flüssige Tafelsüße beispielsweise ein wahrer Genuss, als Streusüße zum Verfeinern von Desserts unverzichtbar für Gesundheitsbewusste.

Tee mit Stevia süßen – Anleitung und Tipps

Stevia ist ein natürliches Süßungsmittel aus der Stevia-rebaudiana-Pflanze, das seit 2011 in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist. Stevia ist 200 bis 300 Mal süßer als Haushaltszucker und kalorienlos, da seine Glykoside vom menschlichen Körper nicht verstoffwechselt werden. Für das Süßen von Tee stehen verschiedene Stevia-Formen zur Verfügung: flüssige Stevia-Tropfen (am praktischsten für Tee, da leicht dosierbar), Stevia-Pulver oder -Granulat (als Zuckerersatz im Verhältnis 1:100 bis 1:300 zum Zucker), Stevia-Presslinge oder -Tabletten (ähnlich wie Süßstofftabletten). Für eine Tasse Tee (200 ml) reicht ein bis zwei Tropfen flüssiges Stevia oder eine Prise Stevia-Pulver aus. Am besten mit wenig beginnen und langsam die gewünschte Süße aufbauen, da Stevia-Geschmack individuell unterschiedlich wahrgenommen wird. Manche Menschen schmecken bei Stevia einen leicht bitteren oder lakritzartigen Nachgeschmack – dies variiert zwischen verschiedenen Produkten und Reinheitsstufen.

Stevia vs. Zucker – Wirkung und gesundheitliche Vorteile

Die Entscheidung für Stevia statt Zucker hat mehrere gesundheitliche Vorteile. Stevia ist kalorienfrei und erhöht nicht den Blutzucker, was es besonders für Diabetiker, Menschen mit Insulinresistenz und alle, die Gewicht kontrollieren möchten, interessant macht. Im Gegensatz zu Haushaltszucker (Saccharose), der Karies fördert, ist Stevia nicht kariogen – es kann sogar das Wachstum von kariesverursachenden Bakterien hemmen. Stevia enthält außerdem in seiner natürlichen Reinform (Steviapflanze) sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen, antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Stevioside und Rebaudioside, die Hauptsüßglykoside, zeigen in Studien positive Effekte auf den Blutdruck: Sie können dazu beitragen, erhöhten Blutdruck moderat zu senken. Im Vergleich zu synthetischen Süßstoffen wie Aspartam oder Saccharin hat Stevia den Vorteil, eine natürliche pflanzliche Herkunft zu haben. Allerdings ist die Verarbeitungsintensität von hochgereinigten Stevia-Extrakten je nach Hersteller zu berücksichtigen.

Geschichte und Herkunft von Stevia

Stevia rebaudiana ist eine Pflanze aus dem subtropischen Süd- und Mittelamerika, vor allem aus Paraguay und Brasilien. Indigene Völker wie die Guaraní nutzten Stevia-Blätter seit Jahrhunderten zum Süßen ihres Mate-Tees und für medizinische Zwecke. Der spanische Botaniker Moisés Santiago Bertoni beschrieb die Pflanze 1899 erstmals wissenschaftlich. In Japan wurde Stevia seit den 1970er Jahren als Zuckerersatz verwendet, während es in Europa und den USA aufgrund von Sicherheitsbedenken zunächst nicht zugelassen war. Nach umfangreichen Sicherheitsstudien der EFSA (European Food Safety Authority) wurde Steviol-Glykosid 2011 in der EU als sicheres Lebensmittel zugelassen. Seitdem sind Stevia-Produkte in Deutschland in Supermärkten, Reformhäusern und Apotheken erhältlich. Das Interesse an natürlichen Zuckeralternativen hat die Stevia-Industrie in den letzten Jahren stark wachsen lassen.

Häufige Fragen zu Stevia im Tee

Schmeckt Tee mit Stevia anders als mit Zucker?
Ja, Stevia hat ein etwas anderes Süßprofil als Zucker. Es kann einen leicht bitteren oder lakritzartigen Nachgeschmack haben, der bei verschiedenen Produkten und Reinheitsgraden variiert. Hochreines Rebaudiosid A hat den mildesten Geschmack.

Wie viel Stevia entspricht einem Löffel Zucker?
Das hängt vom Produkt ab: Bei flüssigem Stevia reichen meist ein bis zwei Tropfen für die Süße von einem Teelöffel Zucker. Bei Stevia-Pulver ist es etwa 1/30 bis 1/50 der Zuckermenge. Die genaue Dosierung auf der Produktverpackung beachten.

Ist Stevia für Diabetiker geeignet?
Ja, Stevia erhöht den Blutzuckerspiegel nicht und beeinflusst die Insulinausschüttung nicht negativ. Es ist daher für Diabetiker (Typ 1 und Typ 2) als Zuckerersatz im Tee gut geeignet. Trotzdem mit dem Arzt besprechen.

Kann man Stevia erhitzen?
Stevia ist hitzebeständig bis 200 Grad und eignet sich daher gut für heiße Getränke. Beim Süßen von heißem Tee bleibt die Süßkraft vollständig erhalten, im Gegensatz zu manchen Zuckeralkoholen.

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