Schon auf den ersten Blick erkennt man den Tai Ping Hou Kui als besonderen Tee: Seine langen, flachen Blätter werden bis zu 7 bis 15 Zentimeter lang und leuchten saftig grün. Kein Wunder, dass dieser Grüntee regelmäßig auf den Top-10-Listen Chinas steht. Sein Name, übersetzt Affenkönig, geht auf eine traurig-schöne Legende zurück, die wir hier nacherzählen und einordnen.
Ein Tee mit unverwechselbarem Aussehen
Der Tai Ping Hou Kui fällt sofort durch seine langen, flachen Blätter auf. Sie sind ungewöhnlich groß, werden bis zu 15 Zentimeter lang und liegen glatt nebeneinander, was diesen Tee von allen anderen Grüntees unterscheidet.
Schon der erste Blick verrät, dass es sich um keinen gewöhnlichen Tee handelt. Die Herstellung verlangt viel Handarbeit: Die großen Blätter werden vorsichtig gepresst, damit sie ihre charakteristische flache Form erhalten, ohne zu zerbrechen, eine Sorgfalt, wie sie auch der Lung Ching erfordert.
Die Herkunft des Namens
Der Name verweist auf den Kreis Tai Ping in der Provinz Anhui, wo dieser Tee angebaut wird. Diese Region im Huangshan-Gebirge ist für ihr neblig-feuchtes Mikroklima bekannt. Hou Kui bedeutet Affenkönig und verleiht dem Tee einen geheimnisvollen, ehrwürdigen Klang.
Der Namenszusatz Tai Ping erfüllt zugleich einen praktischen Zweck: Da eine solche Spezialität schnell Nachahmer fand, benennt er gleichzeitig die Herkunftsregion und beugt so Verwechslungen vor, ähnlich wie bei anderen herkunftsgeschützten Tees in der chinesischen Teekultur.
Die Legende vom Affen
Der Sage nach lebten in den Bergen des Huangshan viele Affen. Eines Tages verschwand ein junger Affe, und sein Vater suchte ihn so verzweifelt, dass er vor Erschöpfung zusammenbrach und starb. Ein armer, obdachloser Mann fand den leblosen Körper, begrub ihn würdevoll und schmückte das Grab mit den Teesamen und Blättern, die er eigentlich essen wollte.
Ein Jahr später kehrte der Mann zurück und fand herrliche Teesträucher auf dem Grab. Da war ihm, als höre er die Stimme des Affen: "Diese Sträucher sind mein Geschenk. Kümmere dich um sie, und du wirst nie wieder Hunger leiden." Den Tee nannte er Houcha, Affentee, später wegen seiner Köstlichkeit Hou Kui, Affenkönig.
Anbau in den Bergen
Der Tai Ping Hou Kui wächst in bergiger, neblig-feuchter Umgebung. Diese Bedingungen sorgen für ein langsames Wachstum und damit für besonders aromatische Blätter. Höhe, Nebel und kühle Temperaturen schenken dem Tee jene Frische und Tiefe, für die er berühmt geworden ist.
Die Lage prägt den Geschmack maßgeblich. Wie bei vielen Spitzentees aus den Nebelbergen Chinas entsteht so ein Charakter, der sich deutlich von Tees aus dem Flachland unterscheidet, vergleichbar mit dem Mao Feng aus dem gleichen Gebirge.
Geschmack und Zubereitung
Im Geschmack zeigt sich der Tai Ping Hou Kui mild und blumig, mit einer zarten, leicht süßlichen Note und erstaunlicher Geschmeidigkeit. Bitterkeit sucht man hier vergeblich, was ihn auch für Einsteiger attraktiv macht.
Für die Zubereitung eignet sich Wasser von etwa 75 bis 80 Grad. Zu heißes Wasser würde die feinen Aromen überdecken. Ideal ist ein hohes Glas, in dem sich die langen Blätter frei entfalten und beim Aufgießen ein schönes Schauspiel bieten. Gelagert wird der Tee kühl, trocken und gut verschlossen, damit das empfindliche Aroma erhalten bleibt.
Ein Schatz der Teewelt
Der Tai Ping Hou Kui zählt zu den zehn berühmtesten Tees Chinas, eine Ehre, die nur wenigen Sorten zuteilwird. Im Vergleich zu vielen kräftigeren Grüntees wirkt er besonders mild und elegant, was seine ganz eigene Sanftheit ausmacht.
Ob der Affe wirklich auf der Suche nach seinem Sohn war, lässt sich nicht feststellen, doch die Lehre der Geschichte ist klar: Selbstlosigkeit und Respekt vor jedem Lebewesen. Wer um diese Legende weiß, genießt den Tee mit anderen Augen, ähnlich wie bei anderen Erzählungen der Tee-Mythen.
Häufige Fragen
Was bedeutet der Name Tai Ping Hou Kui?
Er verweist auf den Kreis Tai Ping in der Provinz Anhui. Hou Kui bedeutet Affenkönig und spielt auf eine Legende über einen Affen und einen armen Mann an.
Was macht diesen Tee optisch besonders?
Seine ungewöhnlich langen, flachen und großen Blätter, die bis zu 15 Zentimeter lang werden und ihn deutlich von allen anderen Grüntees unterscheiden.
Wie schmeckt der Tai Ping Hou Kui?
Mild, blumig und leicht süßlich, mit sehr geringer Bitterkeit und einer angenehm geschmeidigen Note, die auch Einsteigern entgegenkommt.
Mit welcher Temperatur bereite ich ihn zu?
Verwenden Sie Wasser mit etwa 75 bis 80 Grad, am besten in einem hohen Glas, damit die feinen Aromen erhalten bleiben und sich die Blätter entfalten können.
Warum ist dieser Tee so bekannt?
Er zählt zu den zehn berühmtesten Tees Chinas, dank seines einzigartigen Aussehens, feinen Aromas und der Legende um den Affenkönig.
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