Samoware
Samoware dagegen benötigen zwar einerseits relativ große Mengen Heißwassers, die eigentliche Teekanne dagegen ist verhältnismäßig klein. Damit sich der im Vergleich zu anderen Methoden schon recht große Aufwand einer Teezubereitung im Samowar lohnt, muss man schon recht große Mengen trinken. Hat man beispielsweise Gäste, wird nicht nur viel Tee getrunken, dann verbreitet ein Samowar auch eine entsprechende Stimmung und Atmosphäre. Liebhaber von Nostalgie benutzen deshalb auch heute noch gerne Samoware die mit Holzkohle beheizt werden und machen einen großen Bogen um die modernen, elektrischen Modelle. Besonders zarte und empfindliche Teesorten allerdings, eignen sich nicht für die Zubereitung in einem Samowar. Eine Teemaschine dagegen nimmt dem Teeliebhaber (scheinbar) alle Arbeit ab. alle Arbeitsschritte der Teezubereitung werden hier ganz automatisch erledigt. Doch selbstverständlich gibt es auch hier nochmals hohe Qualitätsunterschiede. Die günstigsten Modelle lassen das Wasser nach dem Erhitzen einfach über die Teeblätter fließen. So lange der Tee warmgehalten wird, wird auch das Wasser immer wieder durch die Teeblätter gespült. Dies wiederum bedeutet, dass man nur bei robusten Teesorten seine Freude daran haben wird. Empfindlichere Tee werden allzu schnell bitter dabei. Bei den absoluten Hightech-Geräten unter den Teeautomaten dagegen wählt man vor der Zubereitung die Ziehdauer aus und selbst die Wassertemperatur wird bereits vorab exakt eingestellt. So bekommt man ab Knopfdruck tatsächlich ganz ohne weiteres Zutun einen perfekt zubereiteten Tee. Bei einigen Maschinen muss man zwar den Teesieb am Ende der Siebdauer noch per Hand entfernen, es gibt jedoch bereits Modelle, bei denen sich das Sieb automatisch verschließt und somit den Kontakt zwischen Teeblättern und Wasser unterbindet. Teekocher und Teezubereiter stehen den hochentwickelten Tee-Kochern natürlich klar im Nachteil gegenüber.Fazit
Letzten Endes muss natürlich jeder selbst entscheiden, ob sich solch ein professioneller Teekocher für ihn rentiert oder ob er sich eher in die Riege der kaum genutzten Haushaltsgeräte einreihen würde. Fest steht, dass man auch bei herkömmlicher Zubereitung mit einem Wasserkocher oder Teekocher einen leckeren Tee genießen kann. Wichtig ist unter Anderem auch die Aufbewahrung des Tees. Gut geeignet sind Edelstahl-Teekannen, wenn kein High-Tech-Gerät vorhanden ist. Bei bestimmten Sorten sollte man die herkömmliche Herstellungsweise einem elektrischen Teekocher oder einem Samowar sogar vorziehen. Wer jedoch oft und vor allem auch viel Tee trinkt, häufig dabei aber leider auch mal während des Ziehens die Zeit vergisst bzw. abgelenkt wird, der kann durchaus davon profitieren, wenn ein High-Tech-Produkt möglichst die Herstellung des Tees übernimmt und diesen dann im Idealfall auch über eine gewisse Zeit warm hält. Wer sich bisher noch überhaupt nicht mit dem Thema befasst hat, nun aber dennoch mit dem Gedanken spielt, sich , für den empfiehlt es sich, Testberichte zu lesen, Preise zu vergleichen und sich dabei genau zu überlegen, was für ihn die beste Alternative wäre. Bildnachweis: Professionelle Teekocher © bernardroland - Fotolia.comWie der Teekocher die Teekultur verändert hat
Der elektrische Wasserkocher – im Alltag oft kurz „Teekocher" genannt – ist eine der wichtigsten Erfindungen für die moderne Teekultur. Vor seiner Verbreitung musste Wasser auf dem Herd erhitzt werden, was schwer zu kontrollieren war. Der Wasserkocher mit einstellbarer Temperatur revolutionierte das Teekochen: Zum ersten Mal konnten Heimbrauer systematisch die genaue Wassertemperatur für verschiedene Teesorten einstellen – 70°C für Gyokuro, 80°C für Grüntee, 95°C für Oolong, 100°C für Schwarztee und Pu-Erh. Diese Präzision war zuvor Profis und gut ausgestatteten Teehäusern vorbehalten.
Moderne Teekocher bieten weit mehr als nur Temperaturregelung. Warmhaltefunktionen halten das Wasser über Stunden auf der gewünschten Temperatur. Gooseneck-Varianten (Schwanenhals-Kocher) erlauben präzises Eingießen, ideal für Pour-Over-Methoden. Einige Modelle sind mit Apps verbindbar, sodass man das Wasser per Smartphone vorheizen kann. Der Markt hat sich in zwei Richtungen entwickelt: günstige Basismodelle für den Massenmarkt und Hochleistungsgeräte für Teeenthusiasten, die mehrere hundert Euro kosten können.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber chinesische Teekultur. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Jiaogulan Tee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu Yan Cha Felsentee.
Den richtigen Teekocher auswählen
Beim Kauf eines Teekocers sind mehrere Faktoren entscheidend. Kapazität: Für Singles oder Paare reichen 1–1,2 Liter; für Familien sind 1,7–2 Liter besser. Material: Edelstahlgehäuse und Glaswannen sind geschmacksneutraler als Plastik; insbesondere Plastikgehäuse können beim ersten Gebrauch unangenehme Gerüche abgeben. Temperaturstufen: Mindestens 5 einstellbare Stufen (60°C, 70°C, 80°C, 90°C, 100°C) sollten vorhanden sein. Haltbarkeit und Garantie: Markengeräte von KitchenAid, Breville, Bonavita oder Sage bieten oft 2–5 Jahre Garantie. Effizienz: Kocher mit 1500–2400 Watt erhitzen schneller; bei 2400 Watt ist ein Liter Wasser in ca. 2,5 Minuten kochend heiß.
Besonderes Augenmerk verdient die Trinkwasserqualität. Weiches Wasser (geringer Kalkgehalt) produziert besseren Tee und kalkt den Kocher langsamer zu. In Regionen mit hartem Wasser empfiehlt sich eine regelmäßige Entalkung (monatlich oder öfter) mit Zitronensäure oder einem Teekocher-Entkalker. Verkalkung beeinträchtigt nicht nur den Geschmack des Wassers, sondern auch die Energieeffizienz und Lebensdauer des Geräts erheblich.
FAQ: Teekocher
Braucht man wirklich eine einstellbare Temperatur? Für Schwarztee oder Kräutertees ist es nicht notwendig – 100°C ist ideal. Aber wer hochwertige Grüntees oder Weißtees braut, profitiert enorm: Grüntee bei 100°C aufzubrühen ergibt ein bitteres, adstringierendes Ergebnis; bei 70–80°C entfaltet sich das volle Aroma ohne Bitterkeit. Die Investition in einen Temperaturregelkocher lohnt sich für Teeliebhaber absolut.
Wie oft sollte man einen Teekocher entkalken? Das hängt von der Wasserhärte ab. Bei sehr hartem Wasser (über 21°dH) monatlich; bei mittelhartem Wasser (10–20°dH) alle 2–3 Monate; bei weichem Wasser (unter 10°dH) halbjährlich. Ein sicheres Zeichen für nötige Entkalkung: weiße Ablagerungen am Boden des Kochers sichtbar sind oder das Wasser merklich langsamer heiß wird.
Was ist der Unterschied zwischen Wasserkocher und Teekocher? Technisch sind es oft dasselbe Gerät. Im deutschen Sprachraum wird der Begriff „Teekocher" für elektrische Wasserkocher verwendet; ein echter Teekocher (wie ein japanischer Tetsubin oder ein chinesischer Zisha-Kocher) ist ein spezielles, traditionell über Feuer geheiztes Gefäß. Elektrische Wasserkocher mit Temperaturregelung sind für den Heimgebrauch am praktischsten.
Kann man einen Teekocher auch für Kaffee verwenden? Ja. Wasserkocher sind universell für alle heißen Getränke verwendbar. Besonders für Pour-Over-Kaffee eignen sich Gooseneck-Kocher hervorragend. Allerdings sollte man darauf achten, dass keine Kaffeearomen auf den Tee übergehen – regelmäßiges Reinigen ist wichtig, besonders wenn der Kocher sowohl für Kaffee als auch für delikate Grüntees verwendet wird.
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