Yancha


Rein technisch gesehen, ist Oolong die Zwischenstufe von schwarzem und grünem Tee. Bei uns nimmt er derzeit lediglich einen Nischenplatz im Tee-Segment ein, Kenner setzten sich aber für den „schwarzen Drachen“ ein und möglicher Weise ist auch bei uns Oolong schon bald ein fester Begriff.

Yancha ist eine Sorte des Oolong Tees

Einige Quellen bezeichnen Oolong Tee als spezielle Variante von schwarzem und grünem Tee, die nicht nochmal erneut in Sorten unterteilt werden kann. Andere nennen Yancha als beliebtesten Oolong. Bei uns ist dieser Tee meist einfach unter dem Namen Oolong zu haben, ohne weiteren Sortennamen.

Inhaltsstoffe

Es wird immer wieder diskutiert, ob durch die Röstung in den Teeblättern möglicher Weise krebserregende Substanzen entstehen. Dies konnte jedoch bislang in keiner der zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Davon abgesehen profitiert man durch den regelmäßigen -genuss von Oolong von den gleichen Inhaltsstoffen wie bei schwarzem und grünem Tee auch.

Das Koffein wirkt in angenehmer Weise anregend auf den Organismus, Vitamine und Mineralstoffe beeinflussen Stoffwechsel und Immunsystem positiv. Die Unterschiede in den einzelnen Konzentrationen sind dabei nicht der Rede wert und können auch innerhalb einer Sorte durchaus schwanken. In erster Linie profitieren der Zellschutz, das Nervensystem und die Verdauung vom Teegenuss.

oolongtee Kopie

Anbaugebiete

Yancha stammt traditioneller Weise aus der chinesischen Provinz Fujian, aus dem Wuyi-Gebirge. Die Hochebenen dieser Region eignen sich hervorragend zur Produktion des Wuyi Yancha, allerdings gibt es inzwischen auch in Taiwan große Oolong-Plantagen, auf denen sogar in ganz großem Stil maschinell geerntet wird.

Herstellung

Normaler Weise wird bei der Teeherstellung peinlichst genau darauf geachtet, dass die Blätter trocknen und keinesfalls welken. In diesem Falle setzt nämlich ein Oxidationsvorgang ein, der den Geschmack des Tees negativ beeinflussen kann. Beim Oolong allerdings ist dies genauso gewünscht. Damit die Blätter gleichmäßig oxidieren, werden sie sogar immer wieder vermischt und geschüttelt, damit neuer Sauerstoff aus der Luft an die Blätter kann und sich auch überall verteilt. Später muss diese Oxidation dann aber durch eine große Hitzeeinwirkung wieder abgebrochen werden, weshalb die Blätter für Oolong dann geröstet werden.

Fazit

Auch beim Oolong stellt sich die Frage, ob seine Entstehung ein Unfall oder beabsichtigt war und wie auch beim gelben Tee, wird man dies wohl nie erfahren. Fakt ist, dass dieses abgewandelte Herstellungsverfahren eine ganz neue Aromabandbreite entstehen lässt, weshalb man durch den Genuss von Oolong durchaus eine neue Erfahrung macht.

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Bildnachweis: Yancha – © Kondor83 – Fotolia.com

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