Tee als Schlaganfall-Prophylaxe


In den letzten Jahren schockten einige dramatische Schlagzeilen über prominente Fälle von Schlaganfallerkrankungen und machten mehr als deutlich, dass dieser Infarkt im Gehirn alles andere als eine typische „alte Leute“-Krankheit ist.

Tee-Schlaganfall-Prophylaxe

Gaby Köster und der BAP-Sänger Wolfgang Niedecken waren mit Ende 40 bzw. Ende 50 noch deutlich entfernt von dem Durchschnittalter der Schlaganfallpatienten in unserem Land. Dieses liegt aktuell bei 68 Jahren, ist damit aber seit Ende des letzten Jahrhunderts von ursprünglich 71 um drei Jahre gesunken. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil der Altersgruppe von 20 bis 45 Jahren um knapp drei Zähler auf 7,3 Prozent gestiegen.

Hinter all diesen Zahlen verbergen sich zum Teil sehr schwere Schicksale, die nicht nur das Leben der Patienten, sondern auch das ihrer Angehörigen für immer verändern. Je jünger man ist und je schneller der Schlaganfall erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Chancen, wieder vollkommen gesund zu werden. Dieses Glück haben aber leider nicht alle und selbst wenn, ist so ein Schlaganfall gerade in jungen Jahren wenigstens als sehr ernstgemeinter Warnschuss zu interpretieren. Eine hohe Leistungsfähigkeit ist eines, dabei aber die Signale des eigenen Körpers zu ignorieren kann wirklich tödlich sein.

Prävention ist die bessere Alternative von Heilung

Schnelle und gute medizinische Hilfe im Falle eines Schlaganfalles sind eine Sache, viel besser ist es aber natürlich, wenn es gar nicht erst so weit kommt. Aber wie kann man einem Schlaganfall vorbeugen. Ein gesunder Lebenswandel und nicht zu viel Stress sind sicher gut, aber leider auch nicht immer so umzusetzen, wie man sich das wünscht.

Die Teeliebhaber ahnen die Antwort auf diese Frage sicher schon: es ist mal wieder der gute, alte Grüne Tee, der uns auch hier einmal wieder helfen kann. Die angesehene Fachzeitschrift zum Thema Schlaganfall namens „Stroke“ hat kürzlich die Ergebnisse einen sehr groß angelegten und ungewöhnlich langen Studie veröffentlicht.

Tatsächlich wurden im Rahmen dieser Untersuchung mehr als 83.000 Menschen im Alter zwischen 45 und 74 Jahren über 13 Jahre hinweg immer wieder befragt und vor allem ihre Lebensgewohnheiten genauestens dokumentiert. Selbstverständlich gehörten auch Punkte wie der Konsum von Tabak oder Alkohol, sowie das sportliche Verhalten zu den für die Mediziner interessanten Aspekten.

Zusammenfassen muss man ganz klar anerkennen: der eindeutige Sieger heißt Grüner Tee. Je mehr Grüntee die Teilnehmer dieser Studie tranken, desto geringer war ganz offensichtlich ihr Schlaganfallrisiko. Bereits zwei bis drei Tassen täglich reduzierten die Gefahr diese ernsthafte Erkrankung zu erleiden um beachtliche 14 Prozent. Mit vier oder mehr Tassen waren es sogar 20 Prozent, also ein Fünftel weniger als ohne Grünen Tee. Fast schon nebenbei wurde dabei ebenfalls bestätigt, dass auch das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen mit steigendem Grünteekonsum abnimmt. Dies bestätigte die Ergebnisse einiger vorhergehender Studien nochmals.

Fazit

Schlaganfall – dieses Stichwort hat viel mit einem Schreckgespenst gemeinsam. Je mehr auch immer jüngere Menschen davon betroffen sind, umso eher hat man den Eindruck, sich nicht wirklich davor schützen zu können.

Wie schön und vor allem auch beruhigend zu wissen, dass man es eben doch kann. Und umso schöner zu wissen, dass man es mit der täglichen Routine einen leckeren Grüntee zu trinken ohnehin schon die ganze Zeit getan hat. Nicht, dass wahre Teefans einen Grund für ihr liebstes Hobby bräuchten, vom guten Geschmack mal abgesehen, aber das Ergebnis dieser Studie ist einfach eine wunderbare Bestätigung dafür, dass diejenigen, die bereits vor hunderten von Jahren sagten, dass Grüner Tee unheimlich gesund sei, auch ganz ohne moderne Studien und Techniken recht hatten und im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrem „Bauchgefühl“ richtig lagen.

Vielleicht war es damals auch einfach nur üblich, seine Mitmenschen, ihre Gewohnheiten, die Natur im Allgemeinen und auch den eigenen Körper im Speziellen, genauer und aufmerksamer zu beobachten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.

 

 

Bildquelle: Apoplectic And Epileptic Stroke/Style Media & Design/fotolia.com

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