Diabetes, Insulin und die Teekatechine


Das sogenannte metabolische Syndrom wird zunehmend zu einem Inbegriff für unseren ungesunden Lebenswandel bzw. für unser wachsendes Übergewicht. Wir werden immer schwerer und die Folge davon ist immer häufiger, dass wir am metabolischen Syndrom erkranken, das inzwischen sogar auch „tödliches Quartett“ genannt wird.

Diabetes-Insulin-Teekatechine

Gemeint ist damit, dass ein Patient, der übergewichtig ist, meist früher oder später auch an Bluthochdruck erkrankt und schlechte Blutfettwerte bekommt. Irgendwann bildet sich dann auch noch eine zunehmende Insulinresistenz aus. Der Körper reagiert einfach immer weniger auf die Anwesenheit von Insulin, der Blutzucker wird nicht mehr effektiv reguliert und zu all den vorherigen Beschwerden kommt nun auch noch eine Erkrankung von Diabetes mellitus Typ1 bzw. Typ 2 hinzu. Nie zuvor hat es so viele Menschen gegeben, die an Diabetes erkrankten, wie im Jahr 2015.

Teefans ahnen die Lösung dieses Problems sicher längt. Abgesehen davon, dass es garantiert sinnvoll wäre, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen in dem man auf ein gesundes Gewicht und ausreichend Sport und Bewegung achtet, kann selbst dann, wenn es sozusagen schon „zu spät“ ist, Tee wieder einmal mehr als gute Dienste leisten.

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Dass grüner Tee unseren Stoffwechsel positiv beeinflusst, indem beispielsweise Bluthochdruck reguliert wird und die Bluttfettwerte auf ein gesundes Niveau gesenkt werden, ist längst bekannt. Auch eine günstige Wirkung von Tee auf den Blutzucker wurde bereits mehrmals diskutiert. Eine aktuelle Studie geht dabei allerdings noch weiter. Ihre Ergebnisse belegen nicht nur eindeutig eine Regulation des Blutzuckers durch die Katechine im Tee, auch der Insulinresistenz wird entgegen gewirkt.

Dazu haben die Forscher noch nicht einmal eine neue, eigenständige Untersuchungsreihe durchführen müssen. Wie in der aktuellen Zeitschrift der American Society for Nutrition berichtet, untersuchten die Wissenschaftler die Ergebnisse von insgesamt 17 Studien zum Thema Tee und Blutzucker. Dabei legten sie ihr spezielles Augenmerk auf die Regulierung des Blutzuckerspiegels und somit auch auf die Effektivität von Insulin.

Die Werte von insgesamt 1133 Probanden wurden einer sogenannten Meta-Analyse unterzogen und aufs Strengste genau nach- und neuberechnet. Die Ergebnisse waren eindeutig. Die Katechine im Tee sind dafür verantwortlich, dass zunächst die Aufnahme von Zucker aus dem Blut in den Körper verbessert und erleichtert wird. Symptome, wie ein extrem hoher Blutzuckerspiegel, beziehungsweise ein rasanter Anstieg dessen wird bei gleichzeitigem Teegenuss schneller wieder auf ein Normallevel reguliert. Da Insulin das einzige Hormon in unserem Körper ist, das in der Lage ist, den Blutzuckerspiegel zu senken, indem es seinen Transport aus dem Blut vor allem in Muskel- und Leberzellen fördert, ist es eine logische Schlussfolgerung, dass die Tee-Katechine wohl deshalb so positiv wirken, weil sie das Insulin in seiner Aufgabe und Wirkung unterstützen können.

Fazit

Das Tee, insbesondere grüner Tee sehr gesund ist, ist längst bekannt. Und auch, dass es vor allem die Katechine sind, die unter anderem auf den Blutzucker eine günstige Wirkung haben, ist keine neue Erkenntnis. Neu ist allerdings, dass man selbst als übergewichtiger Patient mit metabolischem Syndrom nicht dazu verdammt, ausschließlich Tabletten zu schlucken und zu hoffen, dass nicht alles noch schlimmer kommt.

Sicher ist es ratsam, abzunehmen, bis das Gewicht wieder ein gesundes Normalmaß erreicht hat. Aber jeder, der schon einmal versucht hat auch nur wenige Kilos zu verlieren, weiß, wie schwer das sein kann. Vor allem, wenn man das neue Gewicht dann auch noch langfristig halten möchte. Eine drohende Diabeteserkrankung macht einem das sicher nicht einfacher.

Natürlich ist es auch hier mit Tee trinken und abwarten alleine nicht getan. Man kann Tee aber ganz bewusst nutzen, um seine guten Vorsätze zu unterstützen und ein gesünderes, leichteres Leben beginnen. Dabei muss man noch nicht einmal Angst haben, dass man täglich Unmengen an Tee trinken muss, der einem vielleicht noch nicht einmal schmeckt. Drei Tassen täglich sind völlig ausreichend. Und weißer und schwarzer Tee haben vergleichbar hohe Katechin-Konzentrationen aufzuweisen, wie grüner Tee. Für gesunde Abwechslung ist also gesorgt. Zudem ist ist eine gesunde Ernährung allgemein ein Grundbaustein, um das Risiko Volks- Leiden und Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten zu mindern. Solch eine Diagnose lässt sich oft ganz einfach umgehen.

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Bildquelle: hands with a cup of tea near the belly on a green background/visivasnc/fotolia.com

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