Inhaltsstoffe
Große Konzentrationen an Vitamin C haben viele Früchte. Die Mengen, die Sanddorn enthält sind jedoch selbst für vitaminreiches Arten ungewöhnlich hoch. Sie enthalten selbst ein Vielfaches der Konzentrationen, wie sie etwa in Zitronen oder Orangen vorkommen, das macht Sanddorn so gesund. Dies hat den Vorteil, dass man mit nur geringen Mengen Sanddorn bereits sehr große Effekte erzielen kann. Beta-Karotin und Gerbstoffe sind weiter Inhaltsstoffe, die in auffallend hohen Dosen in Sanddorn enthalten sind.Auch diese haben eine förderliche Wirkung auf unsere Gesundheit. Kein Wunder also, dass Sanddorn Tee in Indien schon lange als Mittel gegen Schmerzen, Husten, aber auch zur Förderung der Verdauung und selbst zur Entlastung des Kreislaufs eingesetzt wird.Anbaugebiete
Sanddorn ist im eurasischen Raum weit verbreitet. Da die Pflanze nicht sehr anspruchsvoll ist und auf Sand- und Kiesböden besonders gut gedeiht, wächst sie in Europa von den Pyrenäen und den Alpen bis hoch nach Norwegen. In Asien erstrecken sich die Bestände in einem riesigen Gebiet von China bis Sibirien. Ursprünglich stammt der Sanddorn einzig und allein aus Nepal. Während der Eiszeit wurden seine Samen allerdings weit verbreitet, was dazu führte, dass wir Sanddorn heute in so vielen verschiedenen Regionen finden und auch nutzen können.Herstellung
Wie bei allen Früchtetees üblich, müssen die Sanddornbeeren unbedingt gründlich getrocknet werden, damit die Restfeuchte in den Beeren nicht zu einer verringerten Haltbarkeit führt und etwa zu schimmeln beginnt. Und auch eine weitere Regel gilt für Sanddorn genauso wie für nahezu alle Früchtetees. Die Beeren werden so gut wie nie in Reinform als Tee angeboten, sondern grundsätzlich mit Hagebutten, Hibiskusblüten und Apfelstücken gemischt. Um das Aroma abzurunden finden sich häufig auch Orangenschalen oder ätherische Öle als Zusatz. Wer Sanddorntee selber herstellen möchte - die getrockneten Beeren mit heißem Wasser übergießen und einige Minuten ziehen lassen. Eventuell etwas Honig dazugeben - fertig!Fazit
Wer sein Immunsystem stärken und für die neue Erkältungswelle wappnen will und dazu eine fruchtige Möglichkeit sucht, der ist bei Sanddorn Tee genau richtig. Im Gegensatz zu den meisten anderen Tee, die bei uns zu Gesundheitszwecken genutzt werden, besteht Sanddorn Tee nicht aus Kräutern, die gerne einmal bitter schmecken, genau wie man dies von Medizin erwarten mag. Der Geschmack des Sanddorns ist dagegen so angenehm und lecker, dass er in Indien sogar als Tee zu besonders festlichen Anlässen gereicht wird. Sanddornsaft als Alternative zu Sanddorntee ist auch nicht zu verschmähen.Bildnachweis: Sanddorn - © Heike Rau - Fotolia.comSanddorn-Tee zubereiten: Das Vitamin-C-Kraftpaket als Tee
Sanddorn-Tee kann aus verschiedenen Teilen des Sanddorns (Hippophae rhamnoides) zubereitet werden: aus den getrockneten Beeren, aus dem Beerenpüree, aus getrockneten Blättern oder aus einer Mischung. Am häufigsten sind Früchtetee-Mischungen mit getrocknten Sanddornbeeren kombiniert mit Hagebutten und Hibiskus. Für die Zubereitung vollständig kochendes Wasser (100 Grad Celsius) verwenden und pro Tasse (250 ml) einen Teebeutel oder zwei bis drei Gramm loser Tee verwenden. Fünf bis sieben Minuten ziehen lassen. Der Aufguss hat eine kräftige, rötlich-orange Farbe und einen charakteristisch sauren, fruchtigen Geschmack.
Sanddorn-Tee ist von Natur aus sehr sauer und wird oft mit Honig oder Agavensirup gesüßt. Als Erkältungstee: Heißen Sanddorn-Tee mit einem Teelöffel Sanddorn-Öl (für die fettlöslichen Vitamins), Honig und frischem Ingwer mischen – ein kraftvolles Immunbooster-Getränk. Als Eistee im Sommer: Stark aufbrühen, kühlen und mit Orangensaft und Eiswürfeln mischen – ergibt einen vitaminreichen Erfrischungsdrink. Wer frische Sanddornbeeren zur Verfügung hat, kann auch diese direkt mit Wasser aufkochen.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Fruchtetee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Jiaogulan Tee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu chinesische Teekultur.
Inhaltsstoffe: Warum Sanddorn als Superfood gilt
Sanddorn gehört zu den nährstoffreichsten heimischen Früchten überhaupt. Der Vitamin-C-Gehalt der Sanddornbeere ist außergewöhnlich hoch: 200 bis 900 mg pro 100 g Frischgewicht – das ist bis zu zehnmal mehr als in Zitronen. Darüber hinaus enthält Sanddorn fettlösliche Vitamine (A, D, E, K), wasserlösliche Vitamine (B-Komplex, C), Carotine und zahlreiche Flavonoide und Polyphenole.
Das Sanddorn-Öl aus den Kernen und dem Fruchtfleisch ist besonders reich an ungesättigten Fettsäuren, darunter die seltene Palmitinsäure. Im Sanddorn-Tee gehen hauptsächlich die wasserlöslichen Inhaltsstoffe (Vitamin C, Flavonoide, organische Säuren) in den Aufguss über. Da Vitamin C bei zu hoher Temperatur abgebaut wird, ist es sinnvoll, den Tee nicht mehr als eine Minute bei 100 Grad zu kochen, sondern lieber das kochende Wasser über den Tee zu gießen und ziehen zu lassen. Als ergänzendes Sanddorn-Öl für die fettlöslichen Vitamine gesondert einnehmen.
Häufig gestellte Fragen zu Sanddorn-Tee
Warum ist Sanddorn-Tee so sauer?
Sanddorn enthält hohe Mengen an organischen Säuren – Apfelsäure, Zitronensäure, Weinsäure und andere. Diese Säuren sind für den charakteristisch herben, sauren Geschmack verantwortlich und für viele seiner gesundheitlichen Eigenschaften mitverantwortlich. Menschen mit Magenempfindlichkeit oder Sodbrennen sollten Sanddorn-Tee maßvoll genießen und nicht nüchtern trinken.
Schützt Sanddorn-Tee vor Erkältungen?
Das hohe Vitamin C in Sanddorn kann das Immunsystem stärken und zur Erkältungsprophylaxe beitragen. Studien zeigen, dass Vitamin C in ausreichenden Mengen die Dauer und Schwere von Erkältungen leicht reduzieren kann. Als natürliche Vitamin-C-Quelle ist Sanddorn sehr effektiv – besser als synthetische Vitamin-C-Präparate, da die begleitenden Flavonoide die Aufnahme verbessern.
Kann man Sanddorn-Tee täglich trinken?
Ja, in normalen Mengen (zwei bis drei Tassen täglich) ist Sanddorn-Tee sicher für den täglichen Konsum. Bei sehr hohem Konsum über Wochen könnte die starke Säure die Zahnsubstanz angreifen – nach dem Trinken Wasser spülen. Schwangere können Sanddorn-Tee in normalen Mengen trinken; das Vitamin C ist in der Schwangerschaft sogar besonders wertvoll.
Sanddorn-Tee zubereiten: Orange Power
Sanddorn (Hippophae rhamnoides) ist eine der vitamin- und nährstoffreichsten Früchte Europas und Asiens. Für Sanddorntee verwendet man getrocknete Sanddornbeeren oder Sanddornbeeren-Pulver. Zubereitung: 2 Teelöffel getrocknete Sanddornbeeren pro 300 ml Wasser bei 90–95°C, 10–12 Minuten ziehen lassen. Das Ergebnis ist ein herb-säuerlicher, intensiv-fruchtiger Tee mit charakteristisch orangefarbenen Pigmenten. Für einen milderen Tee: Mit Hagebutte oder Hibiskus mischen. Als Kaltgetränk: Cold Brew über 8 Stunden im Kühlschrank – angenehm säuerlich und erfrischend. Sanddorn-Zimt-Tee ist eine Wintervariante: 1 Zimtstange mitkochen, Honig zugeben – warm und spezierend. Sanddornbeeren können auch frisch in heißes Wasser gegeben werden.
Sanddorn: Das Vitamin-C-Kraftpaket
Sanddorn enthält mehr Vitamin C als jede andere europäische Pflanze: bis zu 1.200 mg pro 100 g frische Beeren – das ist 12-mal mehr als Orangen. Aber das ist erst der Anfang: Sanddorn enthält über 190 bioaktive Verbindungen, darunter Vitamin E, Beta-Carotin (Provitamin A), B-Vitamine (B1, B2, B6, B12 – einer der seltenen pflanzlichen B12-Quellen!), Omega-3, -6, -7 und -9 Fettsäuren (besonders Palmitoleinsäure / Omega-7), Flavonoide, Phytosterole und Mineralien. Diese außergewöhnliche Nährstoffdichte macht Sanddorn zu einem der genuinen „Superfoods" ohne Marketing-Übertreibung. Im Tee sind die wasserlöslichen Vitamine und Flavonoide gut verfügbar. Omega-Fettsäuren (vor allem im Öl) bleiben im Wasserauszug wenig erhalten, kommen aber in ergänzenden Sanddornöl-Präparaten vor.
Geschichte des Sanddorns: Von Alexander dem Großen bis heute
Sanddorn hat eine faszinierende Geschichte als Heilpflanze. Der griechische Name Hippophae (Pferd-glänzend) geht auf die Beobachtung zurück, dass Pferde, die Sanddorn fraßen, ein glänzendes, gesundes Fell bekamen. Alexander der Große soll seine erschöpften Schlachtrösser mit Sanddorn gefüttert haben. In Tibet und dem Himalaya ist Sanddorn seit tausend Jahren Grundbestandteil der Volksmedizin – Tibetische Medizintexte beschreiben ihn als universelles Stärkungsmittel. In der Sowjetunion wurde Sanddornöl als Mittel bei Strahlenerkrankungen nach nuklearen Unfällen eingesetzt – die Forschung der 1960er–80er Jahre war umfangreich. Heute ist Deutschland einer der größten Sanddorn-Produzenten Europas, und der orangefarbene Saft aus Beerenpresse ist ein beliebtes Vitamingetränk.
FAQ: Sanddorn-Tee
Welche Sanddorn-Produkte sind am gesündesten? Frische oder gefriergetrocknete Beeren, Kaltgepresster Sanddornsaft und Sanddornöl (für Omega-Fettsäuren) sind am nährstoffreichsten. Tee ist für die wasserslöslichen Vitamine und Flavonoide gut.
Ist Sanddorn wirklich reich an Vitamin B12? Ja, Sanddorn ist eine seltene pflanzliche Quelle für Vitamin B12 – besonders für Veganer interessant. Der Gehalt ist niedriger als in tierischen Produkten, aber messbar vorhanden.
Für wen ist Sanddorn-Tee besonders empfehlenswert? Für Menschen in Stress-Situationen (hoher Vitamin-C-Bedarf), in der Erkältungszeit (Immunstärkung), für Veganer (B12, Omega-7) und für alle, die Hautgesundheit und Schleimhautschutz unterstützen wollen.
Schmeckt Sanddorn-Tee sauer? Ja, deutlich säuerlich – ähnlich wie Hagebutten-Tee. Honig oder eine Prise Zimt gleichen die Säure aus und machen ihn angenehmer für weniger säuregewöhnte Gaumen.
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