Sommertee ist der Sammelbegriff für leichte, erfrischende Aufgüsse, die sich für die warme Jahreszeit eignen. Klassische Mischungen verbinden Apfel mit Pfefferminze und Melisse, deren kühlende Kräuter dem Körper bei Hitze guttun. Ob heiß, lauwarm oder als gekühlter Eistee — Sommertee ist ein kalorienarmer Durstlöscher. Hier erfahren Sie, was hineingehört, wie er wirkt und wie Sie ihn am besten zubereiten.

Steckbrief
Pflanze/BasisKräutermischung, häufig Apfel, Pfefferminze, Melisse
Koffeingehaltmeist koffeinfrei (sortenabhängig)
Geschmacksprofilfrisch, fruchtig-minzig, kühlend
Wassertemperatur100 °C (Kräuter und Früchte)
Ziehzeit8-10 Minuten heiß, mehrere Stunden als Cold Brew
Dosierung1-2 EL pro Liter
Aufgüsse1
Preisspanneca. 3-7 € pro 100 g

Was Sommertee ist

Hinter dem Namen Sommertee steckt keine einzelne Pflanze, sondern eine Kategorie erfrischender Kräuter- und Früchtemischungen. Bekannt ist vor allem ein österreichischer Sommer-Kräutertee aus dem Waldviertel, einer waldreichen Region im Nordosten des Landes, der meist aus kontrolliert biologischem Anbau stammt.

Solche Mischungen sind in der Regel koffeinfrei und damit zu jeder Tageszeit und für die ganze Familie geeignet. Ihren Reiz beziehen sie aus der Kombination kühlender Kräuter mit fruchtiger Süße. Wer es rein fruchtig mag, greift stattdessen zu einer reinen Früchtemischung.

Typische Zutaten und Wirkung

Die klassische Basis bilden getrocknete Apfelstücke, Pfefferminze und Melisse. Der Apfel liefert eine milde, fruchtige Süße, während Pfefferminze und Melisse durch ihr Menthol beziehungsweise ihre ätherischen Öle frisch und kühlend wirken.

Kräutertees liefern zudem Mineralstoffe, die beim Schwitzen verloren gehen. Das macht sie an heißen Tagen zu einer sinnvollen Ergänzung zu reinem Wasser. Häufig werden die Mischungen mit Zitronenmelisse, Hagebutte oder Zitrusschalen erweitert.

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Geschmack

Ein guter Sommertee schmeckt frisch und leicht, mit einer spürbaren Minznote und einer dezenten fruchtigen Süße im Hintergrund. Pur ist er angenehm herb-frisch, mit etwas Honig wird er runder. Die Tassenfarbe ist meist hell und goldgelb.

Frische Zutaten verstärken den Effekt: Ein Zweig Minze, einige Zitronenscheiben oder ein paar Beeren machen den Aufguss aromatischer und optisch ansprechender. Im Vergleich zu stark aromatisierten Eistee-Pulvern schmeckt selbst gemachter Sommertee natürlicher und weniger süß.

Zubereitung: heiß, als Eistee und Cold Brew

Für die heiße Variante übergießen Sie ein bis zwei Esslöffel der Mischung pro Liter mit kochendem Wasser und lassen den Tee acht bis zehn Minuten ziehen. Anschließend können Sie ihn warm trinken oder über Eiswürfel gießen, um ihn rasch abzukühlen.

Für selbst gemachten Eistee bereiten Sie den Aufguss doppelt so stark zu, damit er durch das schmelzende Eis nicht zu dünn wird. Schonender ist der Cold Brew: Dabei zieht der Tee mehrere Stunden in kaltem Wasser im Kühlschrank und entwickelt ein besonders mildes, gerbstoffarmes Aroma. Wie das funktioniert, zeigt unser Beitrag Tee kalt aufgießen.

Warum Tee im Sommer sinnvoll ist

Das Vorurteil, Tee sei nur etwas für die kalte Jahreszeit, hält sich hartnäckig — zu Unrecht. Beim Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe; sinken diese zu stark, kann der Kreislauf belastet werden. Ungesüßter Sommertee gleicht den Flüssigkeitsverlust aus und liefert zugleich Mineralstoffe.

Gegenüber zuckerhaltigen Limonaden hat er den Vorteil, praktisch kalorienfrei zu sein. Lauwarm getrunken belastet er den Kreislauf weniger als eiskalte Getränke, die der Körper erst aufwärmen muss.

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Varianten und eigene Mischungen

Sommertee lässt sich leicht selbst zusammenstellen: Pfefferminze und Melisse bilden die kühlende Grundlage, dazu passen Apfel, Hagebutte, Zitronenverbene oder ein Hauch Lavendel. Wer mag, ersetzt die Kräuterbasis durch einen koffeinfreien Rooibos-Sommertee mit fruchtigen Noten.

Für gesellige Anlässe lässt sich eine große Karaffe vorbereiten und mit frischen Früchten, Gurkenscheiben oder Minzzweigen dekorieren. So wird aus dem einfachen Aufguss ein sommerliches Getränk für den ganzen Nachmittag.

Welche Tees sich sonst für den Sommer eignen

Neben Kräutermischungen taugen auch echte Tees als Sommergetränk. Kalt aufgegossener Grüntee wie Sencha oder ein heller Oolong schmecken gekühlt überraschend mild, da im kalten Wasser weniger Gerbstoffe in Lösung gehen. In Nordafrika wiederum gilt heißer Pfefferminztee bei Hitze als bewährter Durstlöscher, weil das Schwitzen den Körper anschließend kühlt.

Marokkanischer Minztee aus Grüntee, frischer Minze und Zucker ist ein eigener Klassiker der warmen Jahreszeit. Wer es früchtebetont mag, kombiniert Hibiskus und Hagebutte zu einem säuerlich-erfrischenden, knallroten Aufguss. Entscheidend für den Sommer ist weniger die Teeart als die Zubereitung: ungesüßt oder nur leicht gesüßt, gut gekühlt oder lauwarm und mit frischen Zutaten aufgepeppt.

Häufige Fragen

Was ist Sommertee?
Sommertee ist keine einzelne Pflanze, sondern eine Kategorie leichter, erfrischender Kräuter- und Früchtemischungen für die warme Jahreszeit. Bekannt ist eine Mischung aus Apfel, Pfefferminze und Melisse.

Welche Zutaten stecken in Sommertee?
Häufig sind es getrocknete Apfelstücke, Pfefferminze und Melisse. Apfel sorgt für fruchtige Süße, Pfefferminze und Melisse wirken durch Menthol und ätherische Öle kühlend und frisch.

Wie macht man aus Sommertee Eistee?
Den Aufguss doppelt so stark zubereiten und über Eiswürfel gießen, damit er durch das Schmelzwasser nicht zu dünn wird. Frische Früchte oder Minze verfeinern ihn zusätzlich.

Ist Sommertee koffeinfrei?
Klassische Kräuter- und Früchtemischungen sind in der Regel koffeinfrei und damit zu jeder Tageszeit sowie für die ganze Familie geeignet. Maßgeblich ist die genaue Zusammensetzung.

Warum sollte man im Sommer Tee trinken?
Beim Schwitzen gehen Flüssigkeit und Mineralstoffe verloren. Ungesüßter Tee gleicht beides aus und ist im Gegensatz zu Limonaden praktisch kalorienfrei.

Gesundheitlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und dem Genuss von Tee. Er stellt keine medizinische Beratung dar und ersetzt nicht den Rat einer Ärztin oder eines Arztes. Bei gesundheitlichen Beschwerden, in der Schwangerschaft, bei der Einnahme von Medikamenten oder vor der Anwendung von Heilkräutern halten Sie bitte ärztliche Rücksprache.

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André Schulze · Herausgeber Tee-Magazin.de

André Schulze betreibt das Tee-Magazin seit 2011 und verkostet, fotografiert und beschreibt Teesorten aus aller Welt. Jeder Beitrag wird redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert — zuletzt am 11. Juni 2026.