Quittentee


Die Quitte ist ein Kernobst und zählt zu den Rosengewächsen. Viele würden diese Frucht aber gar nicht erst erkennen, wenn sie sie sehen würden. Dennoch ist sie bei einigen Gartenbesitzern recht beliebt. Sie gehört zweifelsfrei nicht zu den Obstarten, die überwiegend frisch verzehrt werden, allerdings kann man aus ihnen hervorragend Marmelade kochen und eben auch Tee herstellen.

Quittentee

Inhaltsstoffe

An erster Stelle der Inhaltsstoffe ist auch bei der Quitte das Vitamin C zu nennen. Es kommt in wirklich bedeutenden Konzentrationen vor und seine positive auf unseren Körper und unsere Gesundheit sind gemeinhin bekannt. Aber die Quitte hat noch weit mehr zu bieten. Zink und Eisen unterstützen ebenfalls und Immunsystem. Aber auch Kalium, Natrium, Kupfer, Mangan und Fluor helfen manchen Wehwehchen auf die Sprünge.

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Regelmäßig getrunken soll man mit Quitten Nervosität sowie die häufig daraus resultierende Schlaflosigkeit bekämpfen können. Auch Mundgeruch soll sich dank Quittentee bessern. Der berühmte griechische Arzt Hippokrates setzte Quitte sogar als Mittel gegen Durchfall und Fieber ein. Selbst Husten und sogar Gicht sollen mit Hilfe der Quitte bekämpft werden können.

Anbaugebiete

Ursprünglich im Kaukasus und Transkaukasus zu Hause, ist die Quitte heute in ganz Europa und Asien verbreitet. In Deutschland jedoch spielt sie als landwirtschaftliche Frucht so gut wie keine Rolle. Nur in Baden-Württemberg und auch im Rheinland ist sie als Nutzpflanze von Bedeutung.

Herstellung

Quittentee ist ein weiteres gutes Beispiel dafür, dass man sich Früchtetee häufig auch ganz einfach selbst zubereiten kann. Dazu werden pro Tasse etwa ein bis zwei Teelöffel der Samen einer Quittenfrucht für rund fünf Minuten mit Wasser aufgekocht, schon ist der Genuss fertig. Für industriell gefertigten Quittentee werden jedoch nicht die Samen, sondern das Fruchtfleisch verwendet.

Dieses wird in Stückchen zerkleinert und gründlich getrocknet. Wie bei den meisten anderen Früchtetees auch, so findet sich auch beim Quittentee weit mehr, als nur Quittenstückchen. Apfel- und Birnenstückchen sind eigentlich immer mit dabei, der Rest variiert und hängt vom jeweiligen Hersteller ab. So gibt es beispielsweise Rezepte mit Zutaten wie Orangenschalen, Aromen, Rooibos- und sogar Grüntee und Matcha.

Fazit

Noch vor ein bis zwei Generationen erfreute sich die Quitte bei uns einer viel größeren Beliebtheit und vor allem auch Bekanntheit, als heute. In eher ländlichen Gegenden mit alten Baumbeständen in den Gärten, finden sich selbst heute Quittenbäume und die Früchte werden dann auch verarbeitet. Viele würden aber eine Quitte weder erkennen, noch würden sie etwas mit ihr anzufangen wissen. Schade eigentlich, denn unsere Gesundheit könnte von einem häufigeren Genuss von Quitten auf jeden Fall profitieren und der herrlich fruchtig frische Tee schmeckt keineswegs nach bitterer Medizin.

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Bildnachweis: Quittentee – © Anna Kucherova – Fotolia.com

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