Veilchen Tee


Auch, wenn das Veilchen (lat. Viola) wunderschöne violette Blüten hat, gilt es doch als relativ unscheinbar. Es ist einfach eine relativ kleine Blume, die sich gewiss nicht in den Vordergrund drängt. Dass das Veilchen in der Antike eine heilige Blume war, wissen dabei die wenigstens. Und an Heilkräuter und Naturheilkunde denken wohl noch weniger, wenn sie ein Veilchen blühen sehen. Dabei kann man auch aus dieser Pflanze einen wunderbaren und vor allem wirkungsvollen Kräutertee zubereiten.

Veilchen Tee

Inhaltsstoffe

Für die violett-leuchtende Farbe der Veilchen ist ein blauer Farbstoff, das Cyamin, verantwortlich. Für die gesundheitliche Wirkung sind dagegen eher andere Inhaltsstoffe verantwortlich. Bekannte Namen sind dabei Flavonoide, Bitterstoffe, Glykoside, Schleim, Salizylsäure oder auch Saponine.

Diese Kombination lässt Kenner der Naturheilkunde sofort vermuten, dass sich Veilchentee hervorragend dazu eignet um Atemwegserkrankungen zu behandeln. Und damit liegen sie völlig richtig. Dabei wirkt Veilchentee nicht nur antibakteriell, sondern auch schleimlösend, abschwellend und schweißtreibend. Bei Erkältungen und Husten kann Veilchentee somit unterstützend sein.

Müdigkeit, Nervosität und Angstzustände sind zwar ganz andere gesundheitliche Probleme, lassen sich aber ebenfalls mit einem Tee aus Veilchen bestens behandeln. Selbst Epilepsie und verschiedene Hautkrankheiten können damit behandelt werden.

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Anbaugebiete

Es gibt über 500 verschiedene Arten von Veilchen, die meisten davon wachsen in den gemäßigten Klimazonen unserer Erde. Vor allem in Nordamerika, aber auch in den Anden und in Japan sind die meisten davon heimisch. Als Heilpflanze werden in der Regel Duftveilchen, vor allem März- und Parmaveilchen, eingesetzt.

Als Standort bevorzugen die Veilchen schattige wiesen. Sie fühlen sich aber auch an Waldrändern wohl. Ebenso, wie an Hecken und Zäunen. Der Wurzelstock breitet sich von Jahr zu Jahr weiter aus, so wird der Bestand schnell größer und das Veilchen zu einem wahren Bodendecker.

Herstellung

Für den Tee verwendet man sowohl das blühende Kraut, als auch die Wurzeln des Veilchens. Es kann also die ganze Pflanze verwendet werden. So ist auch die größtmögliche Effektivität garantiert. Schließlich sind die wertvollen Inhaltsstoffe nicht gleichmäßig auf die ganze Pflanze verteilt. Einige sitzen nur in den Wurzeln und andere dagegen findet man in den größten Konzentrationen in den Blüten oder in den Blättern.

Die oberen Pflanzenteile samt Blüten werden von März bis einschließlich Mai geerntet, für die Wurzeln hat man dagegen das ganze Jahr über Zeit. Sobald alle Pflanzenteile gut getrocknet sind, werden sie zerkleinert und können mit heißem Wasser als Veilchen-Tee, am Besten ohne Zucker, aufgebrüht werden.

Dabei kann man die verschiedenen Pflanzenteile des Veilchens gerne mischen. Ein reiner Blätter-Tee allerdings wirkt leicht abführend, weshalb er sich bestens bei Verstopfung eignet. Auch in Teemischungen kann das Veilchen gut verarbeitet werden.

Fazit

Das Veilchen genießt bei uns eher das Image eines sprichwörtlich kleinen „Mauerblümchens“. Die Blüten sind schön, doch die Pflanze an sich fällt kaum auf. Betrachtet man allerdings die Inhaltsstoffe und deren Wirkung, wird das Veilchen plötzlich zu einem wahren Riesen.

Wie schnell werden einem in der Erkältungssaison die Klassiker, wie beispielsweise Salbeitee, zu langweilig. Warum das nächste Mal nicht einfach mal etwas neues wagen und einen Veilchentee probieren?

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Bildnachweis: Veilchen ©Thinkstock: iStockphoto

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