Bei uns wird Hibiskusblütentee in erster Linie in Früchtetee-, aber auch Kräuterteemischungen verwendet. Der Tee wird aus dem Hibiscus hergestellt. In Ländern wie Ägypten, dem Sudan, aber auch in Mexiko und der Karibik dagegen, wird Hibiskusblütentee wegen seines leicht säuerlichen und dennoch erfrischenden Geschmacks gerne pur getrunken. Vor allem wegen der Tatsache, dass er sowohl heiß, als auch kalt hervorragend schmeckt, ist der Hibiskusblütentee beliebt. Mit etwas Zucker und frischen Zitronenscheiben lässt sich sogar ein äußerst schmackhafter Eistee daraus machen.

Inhaltsstoffe

Hibiskustee enthält zahlreiche Vitamine und Pflanzenstoffe, die, wie sogar durch Studien schon belegt werden konnte, dazu beitragen, hohen Blutdruck zu senken. Aber auch um Fieber zu senken, Erkältungskrankheiten zu lindern und gar die Auswirkungen von Lebererkrankungen zu lindern, soll sich Hibiskusblütentee eignen. Doch der hohe Anteil an Säuren wirkt sich bei allzu großen Mengen negativ auf entsprechend empfindliche Personen aus. Auch Bluthochdruckpatienten, die ACE-Hemmer einnehmen, sollten besser ihren Arzt um Rat fragen, bevor sie reinen Hibiskusblütentee trinken. Vor allem, wenn sie dies regelmäßig tun möchten. Dies gilt bei bestimmten Kräutertee-Mischungen. Wie bei allen Naturprodukten, ist die Dosis entscheidend. Zwar gelten Hibiskusblüten allgemein als unbedenklich und können ohne Probleme verzehrt werden, allerdings sollte man es mit den Mengen nicht übertreiben, da sonst gewünschte positive Effekte schnell auch ins Gegenteil schlagen könnten.

Anbaugebiete

Der Hibiskus ist in allen wärmeren Gebieten der Welt verbreitet. Naheliegend, dass der Tee aus seinen Blüten vor allem in den Ländern produziert wird, die ihn auch gerne in entsprechenden Mengen verbrauchen. So sind in diesem Punkt also in erster Linie einige Regionen Afrikas, aber auch Asiens zu erwähnen, allen voran Ägypten und der Sudan.

Herstellung

Sobald die Hibiskussträucher zu blühen beginnen, werden die einzelnen möglichst noch frischen, aber bereits geöffneten Blüten per Hand gepflückt und sorgfältig zum Trocknen ausgebreitet. wichtig ist, dass die Blüten keine braunen Stellen haben und wirklich gelichmäßig getrocknet sind. Weitere Produktionsschritte sind nicht notwendig. Hibiskusblütentee muss zwar wegen der Zartheit der Blüten entsprechend schonend behandelt werden und verlangt nach gewissenhafter Handarbeit, andererseits ist er aber auch schnell und relativ einfach zu produzieren.

Fazit

In einigen Teeläden findet sich auch bei uns reiner Hibiskusblütentee. Man kann ihn entweder wirklich einmal pur genießen, oder aber man verwendet ihn, um seine eigenen Mischungen herzustellen. So kann man durchaus einem bereits sehr schmackhaften Tee noch eine ganz besondere eigene Note verleihen. Vor allem, wenn man schon lange und gerne Teetrinker ist, ist es sicher eine spannende und interessante Sache, wenn man sich mal an seine eigene "Hausmischung" wagt. Bildnachweis: Hibiskusblütentee - © M. Schuppich - Fotolia.com

Hibiskusblütentee zubereiten: Heißer Genuss und erfrischender Eistee

Hibiskusblütentee, auch als Karkade oder Bissap bekannt, lässt sich auf verschiedene Arten zubereiten und ergibt stets ein optisch beeindruckendes Getränk. Für den heißen Aufguss Wasser auf 90 bis 95 Grad erhitzen und pro Tasse (250 ml) einen gehäuften Teelöffel (etwa 3-4 Gramm) getrocknete Hibiskusblüten verwenden. Fünf bis sieben Minuten ziehen lassen – je länger, desto intensiver der Geschmack und die Farbe. Abseihen und nach Belieben mit Honig, Agavensirup oder Rohrzucker süßen. Frischer Ingwer oder eine Zimtstange können dem Tee zusätzliche Wärme und Tiefe verleihen.

Als Eistee ist Hibiskusblütentee besonders beliebt. Doppelt so konzentriert aufbrühen (doppelte Blütenmenge), abkühlen lassen und mit Eiswürfeln und frischer Minze servieren. Eine Scheibe Zitrone macht den Eistee noch erfrischender. Der kräftige Tee lässt sich auch wunderbar mit Fruchtjoghurt oder Fruchteis kombinieren, und in Mexiko ist „Agua de Jamaica" – ein gekühlter Hibiskustee – ein Nationalgetränk. Hibiskusblütentee kann auch kalt gebrüht werden: Blüten in kaltem Wasser über Nacht im Kühlschrank stehen lassen.

Gesundheitliche Wirkung: Warum Hibiskus so wertvoll ist

Hibiskusblüten enthalten eine außergewöhnlich hohe Konzentration an Anthocyanen – den Pflanzenpigmenten, die für die charakteristische rubinrote Farbe verantwortlich sind und als potente Antioxidantien gelten. Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass regelmäßiger Konsum von Hibiskustee den Blutdruck moderat senken kann. Eine oft zitierte Studie aus dem Jahr 2010 im Fachmagazin Journal of Nutrition fand heraus, dass drei Tassen Hibiskustee täglich über sechs Wochen den systolischen Blutdruck signifikant reduzierten.

Darüber hinaus enthält Hibiskustee Vitamin C (Ascorbinsäure), organische Säuren wie Zitronensäure und Weinsäure sowie Pektin. Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Anthocyane können das Immunsystem unterstützen. Hibiskustee wird traditionell auch zur Unterstützung der Nierenfunktion und zur Förderung der Harnausscheidung eingesetzt. Menschen mit Nierensteinen oder sehr niedrigem Blutdruck sollten jedoch die Menge einschränken und bei Unsicherheit ärztlichen Rat einholen.

Geschichte: Von Ägypten in die Welt

Hibiskussabdariffa – die für Tee verwendete Art – hat ihren Ursprung in Westafrika, wurde aber schon früh in Ägypten kultiviert, wo Karkade (der arabische Name für Hibiskustee) seit der Pharaonenzeit getrunken wird. Im alten Ägypten galt der Tee als Luxusgetränk der Oberschicht und wurde dem Pharao als Erfrischung gereicht. Von Ägypten aus verbreitete sich Hibiskus über die arabischen Handelsrouten in den Nahen Osten, nach Nordafrika und schließlich nach Europa.

In Mexiko und den karibischen Ländern brachten afrikanische Sklaven Hibiskussamen mit und schufen so die lokale Tradition des Agua de Jamaica. In Westafrika ist Bissap das Nationalgetränk Senegals und wird bei Festen und Feierlichkeiten in riesigen Mengen serviert. In Europa wurde Hibiskustee zunächst als exotische Kuriosität gehandelt, gewann aber im Laufe des 20. Jahrhunderts immer mehr Freunde unter gesundheitsbewussten Konsumenten.

Häufig gestellte Fragen zu Hibiskusblütentee

Kann Hibiskustee den Blutdruck senken?
Mehrere Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiger Konsum von Hibiskustee (zwei bis drei Tassen täglich) den Blutdruck moderat senken kann. Die Wirkung ist real, aber moderat und kein Ersatz für ärztlich verschriebene Medikamente. Menschen mit Bluthochdruck sollten Hibiskustee als Ergänzung zu ihrer Behandlung betrachten, nicht als Ersatz.

Ist Hibiskustee säurehaltig?
Ja, Hibiskustee ist von Natur aus säurehaltig (pH 2,5-3,5) aufgrund seiner organischen Säuren. Das ist der Grund für seinen typisch herb-säuerlichen Geschmack. Menschen mit Magenempfindlichkeit sollten ihn nach dem Essen trinken und nicht nüchtern. Nach dem Trinken empfiehlt es sich, den Mund mit Wasser auszuspülen, um den Zahnschmelz zu schützen.

Kann Schwangere Hibiskustee trinken?
Hibiskustee sollte in der Schwangerschaft gemieden werden, da er in größeren Mengen wehenauslösende Wirkung haben kann und den Hormonhaushalt beeinflussen soll. Als gelegentlicher Genuss in kleinen Mengen gilt er als weitgehend unbedenklich, aber Schwangere sollten vorher ihre Hebamme oder ihren Arzt befragen.

Welche Farbe hat Hibiskustee?
Hibiskustee hat eine leuchtend rubinrote bis purpurrote Farbe, die je nach Konzentration variiert. Die intensive Farbe stammt von den Anthocyanen – denselben Pigmenten, die Rotkohl, Heidelbeeren und roten Trauben ihre Farbe geben. Diese Farbe ist vollkommen natürlich und ein Zeichen für die hohe Konzentration wertvoller Pflanzenstoffe.

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