Löwenzahn Tee


Löwenzahn kennt man als bei Kindern beliebte „Pusteblume“ und als bereits seit Jahrzehnten erfolgreiche Fernsehsendung. Die Älteren unter uns, erinnern sich noch daran, dass man aus der Wurzel des Löwenzahns auch Kaffee machen kann und einige Naturfans genießen die jungen Blätter gerne in ihrem Salat. Da wäre es doch wirklich sonderbar, wenn man aus Löwenzahn nicht auch noch einen leckeren und wirkungsvollen Tee machen könnte.

Löwenzahn Tee

Inhaltsstoffe

Die Liste der Inhaltsstoffe des Löwenzahns wird angeführt von Bitterstoffen, dicht gefolgt von wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Cholin und Inulin ergänzen die Aufzählung. Aber welche Wirkung hat solch eine Kombination?

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Wie zahlreiche andere Frühjahrsblüher auch, so gilt der Löwenzahn als besonders gut blutreinigend und anregend auf sämtliche an der Verdauung beteiligten Organe. So ist Löwenzahn-Tee bei vielen, die gerne eine Frühjahrskur zur Entschlackung machen, sehr beliebt. Aber auch bei Rheuma und Gicht kommt den Patienten die blutreinigende Wirkung zu Gute.

Appetitlosigkeit und Frühjahrsmüdigkeit verschwinden ebenso wie Gallen- und Nierensteine. Husten, Bronchitis und Fieber sind weitere Einsatzgebiete. Und selbst bei Kopfschmerzen und Wechseljahrsbeschwerden kann Löwenzahn hilfreich sein. Ebenso ist Schafgarbentee eine Option.

Anbaugebiete

Ursprünglich stammt der Löwenzahn aus dem Westen Asiens und aus Europa. Allerdings ist er schon lange als Futterpflanze recht beliebt. Da er zu den Frühjahrsblühern gehört, werden auch gerne regelrechte „Bienenweiden“ aus Löwenzahn angelegt. Diese landwirtschaftliche Nutzung hat dazu beigetragen, dass sich Löwenzahn mittlerweile auf der gesamten Nordhalbkugel finden lässt. Typische „Löwenzahnregionen“ in diesem Sinne gibt es dabei allerdings nicht.

Herstellung

Der Löwenzahn ist eine der wenigen Heilpflanzen, bei denen man ohne Kompromisse wirklich die gesamte Pflanze nutzen kann. Blüten und Blätter eigenen sich ebenso, wie die Wurzeln. Alles zusammen kann im Frühjahr gesammelt werden. Die Wurzeln kann man auch später im Jahr ein zweites Mal im beginnenden Herbst sammeln.

Wichtig ist, dass alles Pflanzenteile gesäubert werden, ganz besonders selbstverständlich die Wurzeln. Sobald sie sorgfältig und gründlich getrocknet sind, kann man sie über einen längeren Zeitraum in einem trockenen Baumwollsack lagern. Zerkleinert werden die einzelnen Komponenten erst möglich kurz vor dem Überbrühen mit heißem Wasser.

Selbstverständlich kann man sich seinen Löwenzahntee auch in jeder Apotheke kaufen. Möchte man ihn allerdings selbst herstellen, sollte man unbedingt wissen und beachten, dass der Tee des Löwenzahns am effektivsten wirkt, wenn er aus allen drei Pflanzenteilen, also Blüten, Blättern und Wurzeln, produziert wird. Der Grund dafür sit ganz einfach. Jeder Teil der Pflanze erfüllt seine ganz eigene Aufgabe, deshalb sind die wertvollen Inhaltsstoffe des Löwenzahns nicht gleichmäßig über die ganze Pflanze verteilt. Möchte man also möglich viel von allen positiven Substanzen erhalten, muss man möglichst die ganze Pflanze verwenden.

Fazit

Löwenzahn hat wohl jeder im Garten und nicht wenige ärgern sich über dieses „Unkraut“ in ihrem Rasen. Statt sich zu ärgern kann man sich aber auch über die satten gelben Blüten im Frühjahr freuen. Und wenn man dann auch noch einen leckeren Tee daraus macht, ist der Name „Unkraut“ wirklich nicht mehr gerechtfertigt.

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Bildnachweis: Löwenzahn Tee ©Thinkstock: iStockphoto

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