Sieht man sich einmal die Vielfalt der Früchtetees genauer an, so findet man bei nahezu jedem Hersteller auch einen Beeren Tee. Meist als Waldbeere, häufig auch mit so verlockenden Namen wie "Beerentraum" oder ähnliches. Streng genommen, müsste man diese Tees zu den Mischungen zählen, da die verwendeten Beeren selbst ja bereits eine Mischung an verschiedenen Arten darstellen, allerdings besteht Früchtetee bei uns fast nie tatsächlich nur aus einer einzigen, der namensgebenden Frucht.

Inhaltsstoffe

Zu den Waldbeeren gehören nach Definition Früchte, wie etwa Brombeeren, Himbeeren, (Wald-) Erdbeeren, Heidelbeeren, aber auch Holunderbeeren und Hagebutten werden unter diesem Begriff zusammengefasst. All diese Beeren haben zahlreiche Gemeinsamkeiten. Zum einen schmecken sie herrlich fruchtig und frisch, zum anderen sind sie vor allem wegen ihrer geringen Größe, wahre Vitaminbomben. Besonders das wichtige Vitamin C schlägt mit hohen Konzentrationen zu Buche.Aber auch andere wertvolle Inhaltsstoffe müssen genannt werden. Neben weiteren Vitaminen, gibt es noch zahlreiche Mineralstoffe, die unserer Gesundheit Gutes tun und somit aufgelistet werden sollten. So kann man mit Beeren Tee tatsächlich einen wertvollen Beitrag zur täglichen Bedarfsdeckung an Vitaminen und Mineralstoffen leisten.

Anbaugebiete

Der Begriff "Waldbeeren" ist etwas Irre führend. Wohl niemand geht davon aus, dass die Beeren für solch einen Tee tatsächlich im Wald gepflückt werden. Stattdessen gibt es Züchtungen und Plantagen all dieser Obstsorten. Für die wirtschaftliche Nutzung werden überwiegend Sorten eingesetzt, denen die lästigen Stacheln weggezüchtet wurden. Darüber hinaus sind die diversen Beerenarten nahezu über den gesamten Globus verteilt. Große Bestände finden sich sowohl in Europa, als auch in Nordafrika und Nordamerika. Selbst in Vorderasien finden sich Beerenkulturen.

Herstellung

Beeren zählen zu den empfindlichsten Obstsorten. Sie dürfen keinesfalls mit zu viel Druck behandelt werden. Auch ist wegen des extrem hohen Wassergehalts die Lagerfähigkeit äußerst begrenzt. Extreme Sorgfalt und Vorsicht sind also oberstes Gebot, wenn man ein qualitativ hochwertiges Endprodukt erhalten möchte. Die Beeren werden nach der Ernte ohne große Wartezeit möglichst gründlich getrocknet, eine zu hohe Restfeuchte würde nur die Haltbarkeit des Tees mindern. Da die Beeren ohnehin recht klein sind, erübrigt sich ein Zerkleinern der Früchte. Rezepte von fertigen Tees enthalten häufig auch noch Brombeerblätter oder Minze enthalten. Davon abgesehen wird viel Wert darauf gelegt, dass der Aufguss des Tees die vom Verbraucher erwartete tiefrote Färbung erhält. Deshalb ist häufig auch Hibiskus ein Bestandteil der Rezeptur. Um Geschmack und Aroma eine etwas fruchtigere Note zu verleihen, kommen Apfelstückchen und Orangenschalen zum Einsatz. Wie immer gilt, am Besten ohne Zucker.

Fazit

Beeren Tee ist mit Sicherheit eine der fruchtigsten und wohlschmeckendsten Teesorten. Er verführt durch ein herrliches Aroma, dass Bilder eines Korbs voller frischer, sonnengereifter Beeren weckt und hinterlässt auf der Zunge meist ein angenehm samtiges Gefühl. Im Sommer, wie im Winter, warm oder kalt genießen.Bildnachweis: Beeren Tee - © teressa - Fotolia.com

Beeren-Tee zubereiten: Die Waldfrucht-Explosion in der Tasse

Beeren-Tee – meist als Waldbeeren-Mischung mit Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren oder Brombeeren – ist einer der beliebtesten Früchtetees und besonders bei Kindern sehr beliebt. Für die Zubereitung vollständig kochendes Wasser (100 Grad Celsius) verwenden und pro Tasse (250 ml) einen Teebeutel oder zwei bis drei Gramm loser Tee verwenden. Fünf bis sieben Minuten ziehen lassen. Der Aufguss hat eine dunkelrote bis purpurrote Farbe und einen intensiven Beerenduft.

Als Eistee ist Beeren-Tee im Sommer kaum zu übertreffen: Doppelt konzentriert aufbrühen, abkühlen lassen und mit frischen Beeren, Minze und Eiswürfeln servieren. Mit einem Schuss Granatapfelsaft wird der Eistee noch intensiver. Beeren-Tee lässt sich auch wunderbar als Basis für Smoothies verwenden: Aufgebrühten Beeren-Tee abkühlen lassen und mit gefrorenen Beeren im Mixer zu einem Beeren-Tee-Smoothie verarbeiten. Heiß mit einem Zimtstück und etwas Vanille wird er zum Wohlfühl-Abendtee.

Gesundheitliche Vorteile von Beeren-Tee

Beeren gehören zu den nährstoffdichtesten Früchten, die wir kennen. Ihre starke Farbe verrät hohe Anthocyan-Gehalte – Pigmente, die als Antioxidantien Zellen vor oxidativem Stress schützen. Heidelbeeren sind besonders für ihre Anthocyane bekannt, die in Studien positive Effekte auf die Kognition, die Herzgesundheit und den Blutdruck gezeigt haben. Himbeeren und Erdbeeren liefern Ellagsäure und Vitamin C. Johannisbeeren sind besonders reich an Vitamin C – die schwarze Johannisbeere enthält viermal so viel wie Zitronen.

In echtem Beeren-Tee mit getrockneten Früchten gehen viele dieser wertvollen Inhaltsstoffe in den Aufguss über. Besonders Anthocyane und Flavonoide sind hitzebeständig und bleiben beim Aufbrühen weitgehend erhalten. Zum Vergleich: Industriell hergestellte Beeren-Tees mit reinen Aromen liefern kaum Nährstoffe und sind im Wesentlichen aromatisiertes Wasser. Für gesundheitliche Wirkungen auf echte Frucht-Anteile achten.

Häufig gestellte Fragen zu Beeren-Tee

Welche Beeren eignen sich am besten für Tee?
Alle Beerenarten eignen sich grundsätzlich für Tee, haben aber unterschiedliche Eigenschaften. Heidelbeeren: blumig-süß, blau-lila Farbe. Himbeeren: intensiv fruchtig, rubinrot. Erdbeeren: süßlich, milder Geschmack. Schwarze Johannisbeeren: kräftig, herb, sehr viel Vitamin C. Holunderbeeren: würzig-tief. Für Tiefgang und Farbe sind schwarze Johannisbeeren und Himbeeren ideal.

Ist Beeren-Tee für Kinder geeignet?
Ja, Beeren-Tee ohne Zuckerzusatz ist für Kinder ab einem Jahr geeignet. Er ist koffeinfrei und enthält wertvolle Antioxidantien. Allerdings ist er durch Hibiskus-Anteile oft leicht säurehaltig – nach dem Trinken Wasser geben, um den Zahnschmelz zu schützen.

Kann man Beeren-Tee selbst herstellen?
Ja – gefriergetrocknete oder ofengetrocknete Beeren ergeben hervorragenden selbstgemachten Beeren-Tee. Im Sommer frische Beeren mit einem Dörrautomaten oder bei niedriger Ofentemperatur trocknen und in einer Metalldose aufbewahren. Fertig!

Zubereitung von Beerentee

Beerentee ist ein fruchtiger Kräuter- und Früchtetee, der die aromatischen Eigenschaften verschiedener Beeren – Himbeere, Johannisbeere, Erdbeere, Heidelbeere, Brombeere, Cranberry – in einer Tasse vereint. Die Teemischung enthält typischerweise getrocknete Beerenstücke oder -granulat, Hibiskusblüten und Hagebutte als Farbgeber sowie natürliche Beeraromen. Für die Zubereitung wird ein bis zwei Teelöffel der Mischung pro Tasse mit kochendem Wasser übergossen. Die Ziehzeit beträgt fünf bis sieben Minuten. Hibiskus als häufige Zutat gibt dem Tee eine intensive rote Farbe und eine leichte Säure, die gut zu Beeraromen passt. Mit Honig gesüßt und mit einem Spritzer Zitronensaft verfeinert kommt der Beerencharakter besonders gut zur Geltung. Als Eistee ist Beerentee ein beliebtes Sommergetränk: stark aufbrühen, abkühlen und mit frischen Beeren und Minzblättern dekorieren. Beerentee ist koffeinfrei und für die ganze Familie geeignet.

Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Beerentee

Beerentee ist reich an gesundheitlich wertvollen Substanzen aus der vielfältigen Berentwelt. Anthocyane, die für die rote bis blaue Farbe von Beeren verantwortlich sind, wirken als starke Antioxidantien und schützen vor oxidativem Stress, Entzündungen und neurodegenerativen Erkrankungen. Verschiedene Beeren liefern unterschiedliche Nährstoffe: Johannisbeeren sind besonders vitamin-C-reich, Heidelbeeren sind für ihre Augen- und Gehirnschützende Wirkung durch Pterostilben und Anthocyane bekannt, Himbeeren enthalten Ellagsäure mit krebsvorbeugenden Eigenschaften, Cranberries haben antibakterielle Wirkung gegen Harnwegsinfekte durch Proanthocyanidine. Hagebutte als häufige Begleiterin liefert zusätzliches Vitamin C und entzündungshemmende Verbindungen. Die Kombination dieser Beerenkräfte macht Beerentee zu einem antioxidantenreichen, immunstärkenden Getränk.

Geschichte und Popularität von Beerentees

Beeren wurden in der europäischen Volksmedizin seit Jahrtausenden als Heilmittel eingesetzt. Holunder, Heidelbeere, Hagebutte und rote Johannisbeere hatten feste Plätze in der Hausapotheke. Als Tees wurden sie traditionell bei Erkältungen, Darmbeschwerden und zur Vitaminversorgung eingesetzt. Die Kommerzialisierung von Beerentee-Mischungen begann in Deutschland mit dem Boom aromatisierter Fruchttees in den 1970er und 80er Jahren. Die Kombination verschiedener Beeren in einer Mischung ermöglichte es, ein komplexes, fruchtiges Aromaprofil zu erzeugen, das breite Zielgruppen anspricht. Heute sind Beerentees eine der beliebtesten Fruchttee-Kategorien in Deutschland, angeboten von allen großen Teemarken sowie von handwerklichen Kleinstherstellern.

Häufige Fragen zu Beerentee

Welche Beeren sind im Beerentee enthalten?
Das variiert je nach Mischung. Typisch sind Himbeere, rote Johannisbeere, Erdbeere und Holunder. Premium-Mischungen enthalten oft auch Heidelbeere, Brombeere und Cranberry. Die Zutatenliste informiert über die genaue Zusammensetzung.

Ist Beerentee gesünder als Fruchtsaft?
In der Regel ja – ungesüßter Beerentee enthält kaum Kalorien und kein Fruchtzucker, liefert aber Antioxidantien und Pflanzenstoffe aus den Beeren. Fruchtsaft enthält deutlich mehr Zucker und Kalorien.

Kann ich frische Beeren für Tee verwenden?
Ja – frische Beeren in kochendem Wasser einige Minuten köcheln, abseihen und mit Honig süßen ergibt einen hausgemachten Beerentee. Besonders gut geeignet sind Himbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren.

Wie mache ich Beerentee als Eistee?
Doppelt stark aufbrühen (zwei Teelöffel auf 200 ml), mit frischen oder gefrorenen Beeren mischen, abkühlen und über Eiswürfeln servieren. Optional mit Minze und einem Spritzer Zitronensaft garnieren.

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