Inhaltsstoffe
Im Apfeltee sind selbstverständlich all die Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe enthalten, wie in einem frischen Apfel auch. Nur die Konzentration ist etwas geringer, als wenn man einen frischen Apfel essen würde. So soll Apfeltee nicht nur bei Heiserkeit und Erkältungen helfen. Der Kräuterpfarrer Künzle etwa empfahl Apfeltee grundsätzlich allen "geistig arbeitenden und nervösen Personen". Da im Apfeltee keine Teeblätter enthalten sind, fehlt hier die anregende Wirkung durch Koffein gänzlich. Gerade deshalb ist der angenehm fruchtig schmeckende Aufguss der Apfelstückchen auch hervorragend für Kinder geeignet, egal ob warm oder kalt getrunken.Anbaugebiete
Selbstverständlich kann Apfeltee überall dort hergestellt werden, wo auch Äpfel wachsen. Davon abgesehen lassen sich Äpfel hervorragend selbst von Übersee transportieren, weshalb die Anbaugebiete für Äpfel, die zu Tee weiter verarbeitet werden, auch über die ganze Welt verteilt sein dürften. Häufig werden jedoch die Teile der Äpfel weiter verarbeitet, die bei der Herstellung von Apfelsaft als Abfall anfallen, der sogenannte Apfeltrester. So werden beide Produkte häufig relativ Ortsnah produziert. Zudem ist in letzter Zeit vor allem Apfeltee aus der Türkei dabei, sich einen besonders guten Ruf zu erarbeiten, denn türkischer Apfeltee besticht durch sein überaus fruchtiges Aroma.Herstellung
Um den Tee möglichst haltbar zu machen, werden die Apfelteile, egal ob Trester oder richtige Stückchen und Apfelschalen meist getrocknet. Nach traditionellen Rezepten kann man aber auch jederzeit einen möglichst unbehandelten und ungeschälten frischen Apfel in dünne Scheiben schneiden, mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und etwa zwei Stunden ziehen lassen. Eine einfache Möglichkeit Apfeltee ganz frisch und in guter Qualität zu genießen. Auf Zucker oder Honig kann man gut verzichten, da Apfeltee von Haus aus süß schmeckt. Häufig werden Apfelstücke auch mit anderen Früchten gemischt, dabei ist der Phantasie in den Mischungen keine Grenze gesetzt.Fazit
Immer wieder geraten vor allem Früchtetees durch Testergebnisse in Verruf. Häufig werden vor allem in Teebeutel, die eigentlich ordentliche Fruchtstückchen enthalten sollten, nur minderwertige Abfallprodukte oder gar Reste von Insektenkörpern gefunden. Dies ist gleich in vielerlei Hinsicht bedauerlich. Zum einen, weil der Verbraucher als dumm verkauft wird und für minderwertige Ware einen viel zu hohen Preis bezahlt. Zum anderen auch, weil damit allen anderen Herstellern, die bei ihren Früchtehttps://tee-magazin.de/wp-admin/post.php?post=346&action=edittees auf höchste Qualität Wert legen, ebenfalls ein schlechtes Image bekommen. Dabei kann ein guter Apfeltee eine leckere, fruchtig-frische Möglichkeit für gesunden Genuss sein und zum Beispiel mit etwas Zimt verfeinert eine gute Möglichkeit, sich in winterlicher Stimmung nach einem Spaziergang aufzuwärmen oder den Tee an warmen Tagen als Erfrischungsgetränk zu genießen.Bildnachweis: Apfeltee - © Marén Wischnewski - Fotolia.comApfeltee zubereiten: Heiß und kalt ein Genuss
Apfeltee – präziser als Apfelfruchtaufguss bezeichnet – ist einer der beliebtesten Früchtetees und einfach zuzubereiten. Wasser vollständig zum Kochen bringen (100 Grad Celsius) und über getrocknete Apfelstücke oder einen Apfeltee-Beutel gießen. Pro Tasse (250 ml) einen gehäuften Teelöffel getrockneter Apfelstücke oder einen Teebeutel verwenden. Fünf bis sieben Minuten ziehen lassen – bei zu kurzer Ziehzeit bleibt der Apfelgeschmack blass. Der fertige Tee hat eine goldgelbe bis bräunliche Farbe und einen angenehm fruchtig-süßen Duft.
Als Eistee ist Apfeltee besonders lecker: Doppelt so stark aufbrühen, abkühlen lassen und mit Eiswürfeln, frischen Apfelscheiben und einer Zimtstange servieren. Für einen Winterpunsch-Stil: Apfeltee mit Zimtstange, Nelken und Sternanis aufbrühen – alkoholfrei, aber festlich-warm. Selbst gemachter Apfeltee aus frischem Apfelsaft (aufgekocht und mit Gewürzen verfeinert) ist eine besonders aromatische Variante. Apfeltee kann auch gut mit Schwarztee kombiniert werden für eine würzige Variante mit etwas Koffein.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Fruchtetee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Jiaogulan Tee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu chinesische Teekultur.
Inhaltsstoffe und gesundheitliche Wirkung
Apfeltee aus echten getrockneten Äpfeln enthält die wertvollen Inhaltsstoffe des Apfels: Vitamin C, Kalium, Quercetin (ein Flavonoid mit antioxidativer Wirkung), Pektin und Fruchtzucker. Das im Apfel enthaltene Quercetin ist gut erforscht und zeigt in Studien entzündungshemmende, antiallergische und herzschützende Eigenschaften. Auch der Allgemeinspruch „An apple a day keeps the doctor away" hat eine wissenschaftliche Basis: Der regelmäßige Apfelkonsum ist in Studien mit niedrigeren Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmte Krebsarten assoziiert.
Beim Aufbrühen gehen wasserlösliche Substanzen in den Tee über – Vitamin C, Quercetin und Pektin. Allerdings ist zu beachten, dass viele kommerziell erhältliche Apfeltees ihren Apfelgeschmack vor allem aus natürlichen oder künstlichen Aromen beziehen und nur wenig echte Apfelinhaltsstoffe enthalten. Wer von den gesundheitlichen Vorteilen profitieren möchte, sollte Apfeltee mit echten getrockneten Apfelstücken wählen oder Apfeltee selbst aus frischen Äpfeln zubereiten.
Geschichte und Herkunft des Apfeltees
Äpfel gehören zu den ältesten Kulturfrüchten der Menschheit und werden seit Jahrtausenden in Europa, Asien und Nordamerika angebaut. Als Tee wurde Apfel in Europa traditionell als Hausmittel gegen Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden verwendet – getrocknete Apfelringe wurden mit heißem Wasser übergossen und mit Honig gesüßt. Die Industrialisierung des Teesektors im 20. Jahrhundert machte Apfeltee zu einem Massenprodukt: Teefabriken begannen, Apfelreste und -schalen aus der Saftproduktion zu trocknen und für Früchtetee-Mischungen zu verwenden.
Heute ist Apfeltee eine der beliebtesten Teesorten in Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern. Er findet sich in unzähligen Früchtetee-Mischungen als Grundzutat und wird auch solo angeboten. Die Bandbreite reicht von einfachen, günstige Supermarkt-Teebeuteln bis zu hochwertigen Bio-Mischungen mit echten Apfelstücken aus kontrolliertem Anbau.
Häufig gestellte Fragen zu Apfeltee
Enthält Apfeltee Koffein?
Reiner Apfelfruchtaufguss ist koffeinfrei. Apfeltee auf Schwarztee-Basis (Apfel-Schwarztee) enthält dagegen Koffein. Beim Kauf die Zutatenliste prüfen: Steht Schwarztee oder Teeblätter (Camellia sinensis) auf der Liste, enthält der Tee Koffein.
Ist Apfeltee gut für Kinder?
Apfeltee ohne Zuckerzusatz ist für Kinder ab einem Jahr geeignet. Er ist koffeinfrei und weniger säurehaltig als viele andere Früchtetees. Im Vergleich zu Apfelsaft hat er weniger Fruktose und ist damit zahnschonender. Für kleine Kinder pur oder leicht verdünnt anbieten.
Kann man Apfeltee selbst herstellen?
Ja, sehr einfach: Frische Bio-Äpfel in Scheiben schneiden und bei 60-70 Grad im Backofen über mehrere Stunden trocknen bis sie lederartig sind. Alternativ: Apfelschalen und -reste nach dem Einkochen von Apfelmus trocknen und als Tee verwenden. Zimtstange und Nelken ergänzen den Apfelgeschmack wunderbar.
Zubereitung von Apfeltee
Apfeltee lässt sich auf mehrere Arten zubereiten: aus getrocknetem Apfel, frischen Apfelscheiben oder als aromatisierter Früchtetee. Für den klassischen Haustee schneidet man einen Apfel in dünne Scheiben und kocht diese zehn Minuten in einem Liter Wasser. Wer ein intensiveres Aroma möchte, gibt Zimtstange, Nelken und Sternanis dazu – das ergibt einen Weihnachtsapfeltee mit warm-würzigem Charakter. Getrocknete Apfelstücke übergießt man mit kochendem Wasser und lässt sie fünf bis sieben Minuten ziehen. Im Teebeutel-Format gibt es Apfeltee in unzähligen Variationen: mit Hagebutte, Hibiskus, Ingwer oder Vanille kombiniert. Apfeltee schmeckt sowohl heiß als auch kalt als Eistee – dafür einfach konzentriert aufbrühen und über Eiswürfel gießen. Mit einem Spritzer Zitronensaft wird die Farbe leuchtender und das Aroma frischer.
Wirkung und Gesundheitsvorteile von Apfeltee
Apfeltee enthält je nach Zubereitung Pektin (aus den Schalen), Apfelsäure, Vitamin C und verschiedene Polyphenole. Frischer Apfeltee mit Schale liefert mehr Wirkstoffe als Produkte aus reinem Apfelaroma. Pektin ist ein löslicher Ballaststoff, der die Darmgesundheit fördert und den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen kann. Die Apfelsäure hat eine leicht antibakterielle Wirkung und fördert die Verdauung. Apfeltee ist von Natur aus koffeinfrei und damit ideal für Kinder, Schwangere und abends. Der natürliche Fruchtzucker gibt dem Tee eine leichte Süße, ohne dass Zucker zugegeben werden muss. Quercetin, ein Flavonoid aus Apfelschalen, wirkt antientzündlich und antiallergisch. Kombiniert mit Ingwer oder Zimt verstärken sich die wärmenden und immunstärkenden Eigenschaften erheblich.
Geschichte und Kulturgeschichte des Apfeltees
Der Apfel gehört zu den ältesten Kulturfrüchten der Menschheit – erste Belege für kultivierte Apfelbäume stammen aus Zentralasien und sind über 4000 Jahre alt. Als Tee wurde Apfel vermutlich schon in der Antike verwendet, zunächst als Heilmittel gegen Verdauungsprobleme. In Europa wurden Äpfel im Mittelalter als „omnia" bezeichnet – alles heilend. Die Volksmedizin setzte Apfelaufgüsse bei Fieber, Durchfall und Erkältungen ein. Mit der industriellen Produktion von Früchtetees im 20. Jahrhundert wurde Apfeltee zur meistverkauften Fruchtteebasis weltweit. Deutschland ist heute einer der größten Verbraucher von Früchtetees mit Apfelanteil. Besonders in der Weihnachtszeit erfreuen sich Apfelzimttees großer Beliebtheit. Die Kombination aus dem vertrauten Apfelaroma und wärmenden Gewürzen macht ihn zu einem echten Komfort-Drink mit jahrhundertelanger Tradition.
Häufig gestellte Fragen zu Apfeltee
Enthält Apfeltee Koffein?
Nein – reiner Apfeltee aus Früchten ist koffeinfrei. Nur wenn er mit grünem oder schwarzem Tee gemischt wird, enthält er Koffein.
Kann man Apfeltee selbst herstellen?
Ja – einfach Apfelschalen und -reste trocknen und als Tee aufbrühen. Besonders gut mit Zimt und Nelken kombinieren.
Ist Apfeltee gut für die Verdauung?
Ja – Pektin und Apfelsäure fördern die Darmgesundheit. Bei Durchfall hilft Apfeltee mit Banane als sanftes BRAT-Diät-Getränk.
Wie lange hält selbst gemachter Apfeltee?
Im Kühlschrank bis zu drei Tage. Als Eistee hält er sich ebenfalls gut und entwickelt dabei ein volleres Aroma.
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