Milky Oolong


Viele trinken ihren Tee ohnehin gerne mit einem Schuss Milch. Von diesem Standpunkt aus, war es also mehr als logisch und nur eine Frage der Zeit, bis findige Teehersteller auf die Idee kamen, ihrem Produkt bereits bei der Produktion eine feine Milchnote zu verleihen. Im Falle des China Milky Oolong ist dies zweifelsfrei in der besten Art und Weise gelungen, denn dieser Tee hat ein garantiertes Lieblingstee-Potential.

China Milky Oolong

Inhaltsstoffe

Neben den für Oolong Tee allgemein üblichen und charakteristischen Inhaltsstoffen, fällt der China Milky Oolong vor allem dank seiner süßen, cremigen Aromen auf. Der Aufguss besitzt ein zartes hellgrün, dennoch bemerkt man die zarte Milchnote, einige vergleichen den Geschmack und Aroma sogar mit Honigmilch, sofort beim ersten Riechen. Fast so, als hätte man tatsächlich gerade einen Schuss Milch in den Tee gegeben.

milky-oolong

Anbaugebiete

Wie so viele einzigartige Tees, stammt auch der grüne China Milky Oolong aus der Provinz Fujian. Hier kommt einfach alles zusammen: ideale Anbaubedingungen und kreative Teeproduzenten die genügend Erfahrung und Fachwissen besitzen, ihre Ideen in neuen Sorten umzusetzen, die weltweit ihresgleichen suchen. Man möchte schon fast behaupten, in Fujian wird Tee immer wieder neu erfunden.

Selbstverständlich lässt sich solch ein Können und Wissen nicht beliebig kopieren. Selbst, wenn die Hauptschritte der Herstellung bekannt sind, die Details sind und bleiben geheim. Und da bereits ein anderer Boden oder ein geringfügig anderes Klima den Grundgeschmack des Tees so beeinflusst, dass ein Unterschied deutlich zu schmecken ist, ist verständlich, warum Spezialitäten wie der China Milky Oolong immer nur aus einem sehr begrenzten Gebiet stammen.

Herstellung

Der China Milky Oolong fermentiert etwa zur Hälfte. Die große Besonderheit und vor allem der aufwändigste Teil der Herstellung dagegen steht direkt vor dem Rollen der Blätter. Die Blätter werden nämlich in Milchwasserdampf erhitzt. Durch die hohen Temperaturen weiten sich die Poren der Blätter, sie nehmen das Aroma der Milch in sich auf und schließen es beim späteren Abkühlen und Rollen, ein. Erst beim Aufguss mit, bitte nicht zu heißem, maximal 75 °C warmen Wasser, geben sie es wieder frei. Lassen sie den Oolong-Tee ungefähr 2 Minuten ziehen.

Fazit

Der China Milky Oolong ist ein perfektes Beispiel dafür, dass für die Erweiterung des Aromaspektrums eines Lebensmittels keinesfalls immer künstliche Zusätze notwendig sind. Sicher wäre es kostengünstiger und bei Weitem nicht so Aufwändig, wenn die Blätter einfach mit Milcharoma vermischt würden. Ob das Ergebnis dann allerdings auch den gleichen zarten Milchduft hätte, bleibt fraglich.

eine weitere Möglichkeit wäre es, einfach Milchpulver unter die Teeblätter zu mischen. Beim Aufguss würde es sich im Wasser lösen und könnte, je nach Konzentration, ebenfalls ein entsprechend feines Milcharoma verströmen. Allerdings wäre der Aufguss dann nicht mehr klar hellgrün, sondern milchig getrübt. Abgesehen davon, wäre dies im Vergleich zur hohen Kunst der Teehersteller aus Fujian eine recht plumpe Methode.

milky-oolong

Bildnachweis: China Milky Oolong © dusk – Fotolia.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.