Assam Tee


Auch wenn die Teekultur bei uns noch lange nicht so alt ist, wie in Asien, schwarzer Tee ist auch bei uns schon lange Zeit bekannt und vor allem auch beliebt. Assam beispielsweise wird traditionell in Ostfriesentee-Mischungen verarbeitet und verleiht diesen dadurch ihren charakteristischen Geschmack und ihr Aroma.

Assam ist eine Sorte des Schwarzen Tees

Inhaltsstoffe

Selbstverständlich muss auch bei Assam, wie bei allen anderen schwarzen Tee-Sorten auch, Koffein als Inhaltsstoff genannt werden. Doch ein guter Aufguss hat noch viel mehr zu bieten. Mit Theobromin und Theophyllin sind in Assam Substanzen enthalten, die sonst gerne in der Medizin in Hustenlösern oder allgemein in Medikamenten eingesetzt werden, die die Atemwege und Bronchien weiten sollen.

Zusätzlich profitieren wir durch eine Vielzahl von Vitaminen, sowie auch Mineralstoffen, die im Assam enthalten sind. Von Vorteil für unseren Stoffwechsel beispielsweise sind dabei in erster Linie die Vitamine B1 und B2. Bei den Spurenelementen sind vor allem Kalzium und Magnesium zu nennen. Es gibt ihn als in vielen Mischungen als Bio Tee.

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Alles in allem gibt es keine allzu großen Unterschiede zwischen schwarzem, grünem, gelbem oder auch weißem Tee. Die Inhaltsstoffe an sich sind gleich, lediglich ihre Konzentrationen unterscheiden sich zum Teil erwähnenswert.

Anbaugebiete

So wie grüner Tee in erster Linie aus Japan und weißer Tee überwiegend aus China kommt, so hat schwarzer Tee seine Tradition in Indien. Die Sorte Assam verdankt ihren Namen der Region Assam, womit auch gleich geklärt ist, woher der stammt.

Durch Assam fließt der größte Fluss Nordindiens, der Brahmaputra. Zu beiden Seiten dieses gigantischen Stroms erstrecken sich Hochebenen, die zum Teeanbau perfekt geeignet sind. Kein Wunder also, dass sie zur Heimat einer weltweit bekannten und beliebten Teesorte wurde.

Herstellung

Dank des günstigen Klimas in Nordindien ist es möglich, den größten Teil des Jahres über Tee zu ernten. Bereits Ende Februar können die ersten, noch zarten und kleinen Blätter geerntet werden. Der Assam aus diesem sogenannten First Flush ist, wie die Blätter selbst auch, recht zart und fein im Geschmack. Auch die Farbe des Aufguss ist milder, goldgelb bis maximal leicht ins grünliche.

Wartet man mit der Ernte allerdings bis Mai oder gar Mitte Juli, wird man mit dem qualitativ höchstwertigen Assam belohnt, der bis dahin sein typisches, leicht malziges und bekannt würziges Aroma voll entwickelt hat. In dieser Form wird er dann auch nur zu gerne in Ostfriesentee-Mischungen eingesetzt.

Direkt nach der Ernte müssen die Teeblätter zunächst trocknen, dazu werden sie in Weidenkörben oder ähnlichem gelagert. Wichtig dabei ist, dass sie gut belüftet sind, damit sie nicht zu faulen beginnen. Im Anschluss werden die Blätter gerollt und bei konstant 30°C unter hoher Luftfeuchtigkeit fermentiert. So entfalten sich die charakteristischen ätherischen Öle und der Assam erhält sein typisches Aroma.

Fazit

Mit einer guten Tasse Assam kann man sicher nichts falsch machen. Der Tee ist bei uns so bekannt und beliebt, wie kaum ein zweiter und gehört quasi zur „Urbesetzung“ der Tees, die hierzulande getrunken werden. Egal, ob pur oder in einer Mischung, mit Milch oder mit Zitrone, wohl jeder Teetrinker kennt Assam und genießt ihn immer wieder gerne.

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Bildnachweis: Assam – © Оксана Вовковинская – Fotolia.com

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