Lindenblütentee


Ein Großteil der Kräutertees überzeugt seine Liebhaber mit einem doppelten Nutzen. Abgesehen vom guten Geschmack, bieten sie häufig auch einen gesundheitlichen Vorteil. Und dies bezieht sich nicht nur, wie sonst so oft, auf einen präventiven Aspekt. Zahlreiche Kräutertees besitzen eine heilende Wirkung und können dadurch Krankheitssymptome mindestens lindern. Der Lindenblütentee muss in dieser Kategorie unbedingt genannt werden.

Lindenblütentee

Inhaltsstoffe

Lindenblüten werden aufgrund ihrer wohltuenden Wirkung bereits seit Langem in der Naturheilkunde eingesetzt. Es sind vor allem ätherische Öle, denen der Lindenblütentee seine krampflösende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung verdankt. Zahlreiche weitere Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Schleimstoffe, Glykoside und auch diverse Säuren verstärken diesen Effekt.

Genau deshalb wird Lindenblütentee vor allem bei Erkältungskrankheiten und Halsschmerzen eingesetzt. Vor allem bei Katarrhen sorgen die Schleimstoffe für rasche Linderung. Aber auch Kopfschmerzen oder gar Migräne sind typische Indikationen für Lindenblütentee. Selbst Rheuma und Fieber werden mit Lindenblütentee gelindert.

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Anbaugebiete

Die Linde ist in ganz Europa weit verbreitet, wobei es verschiedene Sorten gibt. Für Tee werden in erster Linie die Lindenblüten der Sommerlinde und der einige Wochen später blühenden Winterlinde verwendet. Beide sind besonders stark in Mitteleuropa, vor allem in den mittleren Regionen der Gebirge vertreten.

Herstellung

Die Lindenblüten werden geerntet und müssen nun lediglich gründlich getrocknet werden. Dies ist so einfach möglich, dass man Lindenblütentee ganz einfach auch selbst herstellen kann. Eventuell hat man einen Lindenbaum im Garten oder zumindest in der Nähe. Dann muss man nur die Blüten in einen Stoffbeutel geben, etwa ein zusammengenähtes Geschirrtuch oder ein alter Kopfkissenbezug. Solch einen Beutel kann man einfach aufhängen, die Blüten können bei Raumtemperatur trocknen und werden keinesfalls gequetscht oder gedrückt. Trotzdem werden sie ausreichend belüftet. Einige der Blüten in ein Teesieb geben und mit heißem Wasser übergießen, Teesieb nach einigen Mitten entnehmen – fertig ist ein Hausmittel, welches betörend riecht und bei Erkältungen wirkt.

Kauft man losen Lindenblütentee, beispielsweise in der Apotheke oder auch in einem Reformhaus, so kann der Tee auch ganz einfach mit anderen Kräutern gemischt werden. Möchte man den Tee nicht nur wegen seines Geschmacks trinken, sondern geht es dabei auch darum bestimmte Krankheitssymptome zu lindern, macht es häufig Sinn, gleich eine Mischung zu trinken und so eine größere Bandbreite der Symptome bekämpfen zu können.

Fazit

Denkt man an alte Hausmittel, gehört Lindenblütentee ganz sicher mit auf die Liste. Seine Wirksamkeit ist längst erwiesen und nur wenige Tees kann man sich so einfach, und ohne großen Aufwand selbst zubereiten, wie diesen. Lindenbäume sind bei uns so weit verbreitet, dass man ohne Weiteres eine ausreichende Menge an Blüten sammeln und zu Hause trocknen kann. Bereits zur Blütezeit der Bäume an die Erkältungssaison zu denken, ist dabei wohl die größte Herausforderung. Bis sie dann gebraucht werden, sind die Blüten ausreichend getrocknet.

Auch, wenn solche Hausmittelchen und Heilpflanzen keinen Arzt ersetzen können, sie unterstützen die Heilung und können die Symptome oftmals schnell lindern und den Gesundheits- oder besser Krankheitszustand wesentlich angenehmer machen. Und im Gegensatz zu frei verkäuflichen Medikamenten muss man beim Genuss von Tee auch keine unangenehmen Nebenwirkungen fürchten. Im Haushalt kann die Lindenblüte gut gelagert werden und beim Anflug einer Erkältung oder Grippe ähnlichen Zuständen der Familie wirklich helfen.

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Bildnachweis: Lindenblütentee © unpict – Fotolia.com

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