Teebaum , lat. Melaleuca alternifolia, kennen die meisten Anhänger ätherischer Öle meistens recht gut. Das Öl dieses Baums aus Australien riecht zwar nicht besonders angenehm und erinnert eher an den Geruch feuchter, modriger Kellergewölbe, als an einen frischen, grünen Baum. Dank seiner antibakteriellen und antiseptischen Wirkung allerdings, wird Teebaum-Öl gerne in den Hausapotheken zur schnellen Abtötung von Keimen verwendet. Doch schon allein bei diesem Namen wäre es eigentlich mehr als verwunderlich, wenn man aus den Blättern des Teebaum nur Öl und nicht auch Tee herstellen könnte. Tatsächlich war die Tatsache, dass Captain Cook bei seinen Forschungsreisen durch Australien einen herrlich erfrischenden und würzigen Tee daraus zubereitete, namensgebend für diesen Baum.

Inhaltsstoffe

Die Liste der bedeutenden Inhaltsstoffe des Teebaums ist überraschend kurz, aber dadurch keinesfalls weniger effektiv. Neben dem ätherischen Öl werden meist nur noch Terpine und Cineol genannt. Doch diese drei Substanzen reichen bereits aus, um erstaunliche Wirkungen für unsere Gesundheit zu erzielen, ob als Tropfen-Tinktur oder Tee.Doch diese wenigen Inhaltsstoffe reichen bereits aus, um aus dem Teebaum ein hervorragendes, natürliches Desinfektionsmittel zu machen. Auch das Immunsystem wird stimuliert, er hilft bei Entzündungen und die Wundheilung fördert der Teebaum. Auch bei unreiner Haut und Problemen, wie Pickel, Mitesser oder gar Akne kann Teebaum ausgezeichnet helfen. Er findet auch Anwendung bei Verbrennungen und bei Herpes hilft er auch bestens.

Anbaugebiete

Bis heute findet man den Teebaum in Australien, den dort sogenannten Tea Tree, vor allem in den sumpfigen Regionen. In erster Linie handelt es sich dabei um Flussläufe in New South Wales und Queensland. Der Name „Baum“ ist botanisch aber wohl nicht ganz korrekt. Vielmehr handelt es sich um einen Busch, genauer gesagt, um ein Mitglied der Familie der Myrtengewächse, der zwar bis zu 7 Meter hoch wird, aber trotzdem recht dürr bleibt. Die Blätter, in denen auch das wertvolle ätherische Teebaum-Öl sitzt, sind schmal, weich und haben eine zarte hellgrüne Färbung.

Herstellung

Für den Tee werden ebenso wie für das Öl, die Blätter des Teebaums verwendet. Sorgfältig getrocknet und etwas zerkleinert kann man aus den Blättern den leckeren Tee zubereiten, der schon Captain Cook und seine Mannschaft begeisterte. Allerdings sind sowohl Teebaum-Tee, als auch die Blätter dieses Myrthengewächses bei uns nur schwer und selten zu finden. Zur Herstellung des Tees, die getrockneten Blätter etwas zerkleinern, mit heißem Wasser übergießen und einige Minuten ziehen lassen. Wer Teebaum-Tee nicht mag, kann den Aufguss auch als herrlichen Raumduft oder zum Inhalieren benutzen. Wer so einen Tee dennoch einmal ausprobieren möchte, sollte einfach mal gezielt im Fachhandel nachfragen oder ihn selber anbauen. Der Teebaum ist ganzjährig grün und eignet sich für den indoor Anbau. Ansonsten findet sich in Zeiten des Internets mit Sicherheit auch ein Online-Shop, der Ware von Australien bis zu uns schickt.

Fazit

Wer bereits Erfahrungen mit Teebaum-Öl gemacht hat, weiß sicher um seine enorme Wirksamkeit. Dennoch dürfte er auch den modrigen Geruch in Erinnerung haben, der sicher nicht unbedingt dazu verführt, ein Produkt aus Teebaum in den Mund zu nehmen, bzw. sogar zu trinken. Wer sich dennoch traut, wird damit nicht nur seinem Immunsystem etwas Gutes tun, er wird auch von Geschmack und Aroma dieses Tees überrascht sein. Ganz anders als das Öl isoliert für sich, schmeckt der Tee nicht muffig, sondern angenehm würzig und wirkt zudem herrlich erfrischend.Bildnachweis: Teebaum Tee ©Thinkstock: iStockphoto

Teebaum-Tee: Zubereitung und Verwendung

Teebaum-Tee basiert auf den Blättern des australischen Teebaums (Melaleuca alternifolia), der nicht mit der Teepflanze (Camellia sinensis) verwandt ist. Das aus dem Teebaum gewonnene ätherische Öl ist das bekannte Teebaumöl, das als Antiseptikum weltweit verwendet wird. Einen Tee aus Teebaumblättern zu trinken ist ungewöhnlich und nicht standardisiert – das ätherische Öl selbst ist für den inneren Gebrauch nicht empfehlenswert und kann bei falschem Einsatz toxisch sein. Gelegentlich wird im englischen Sprachraum „Tea Tree Tea" als sehr schwache wässrige Aufguss-Lösung für äußerliche Anwendungen (Mundspülungen, Gurgeln) beschrieben. Für diesen Zweck werden wenige getrocknete Blätter kurz aufgeköchelt und stark verdünnt zum Gurgeln bei Mundentzündungen oder Halsbeschwerden verwendet. Teebaumöl als solches darf nicht eingenommen werden! Häufiger findet man im Handel Kräutertees, die irrtümlich oder marketingbedingt als „Teebaum-Tee" bezeichnet werden und andere Kräuter enthalten.

Wirkung und Gesundheitliche Aspekte von Teebaum

Der Australische Teebaum (Melaleuca alternifolia) ist vor allem für sein ätherisches Öl bekannt, das antiseptische, antimykotische, antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Die Hauptwirkstoffe Terpinen-4-ol und 1,8-Cineol wirken gegen ein breites Spektrum von Bakterien, Pilzen und Viren. In der Dermatologie wird Teebaumöl bei Akne, Nagelpilz, Fuß- und Hautinfektionen eingesetzt. Die antimikrobielle Wirkung wurde in zahlreichen In-vitro-Studien bestätigt. Für Mundspülungen mit sehr schwachen wässrigen Lösungen aus Teebaumblättern oder stark verdünntem Öl gibt es Hinweise auf positive Effekte bei Zahnfleischentzündungen und Mundschleimhautproblemen. Wichtig: Teebaumöl ist für die innere Anwendung toxisch und kann Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit und neurologische Symptome verursachen. Als äußerliches Mittel gut verträglich; als Tee zum Trinken nicht geeignet. Bei Kindern und Haustieren besondere Vorsicht geboten.

Geschichte und Herkunft des australischen Teebaums

Der australische Teebaum (Melaleuca alternifolia) ist im australischen Bundesstaat New South Wales heimisch und wächst in sumpfigen Küstenregionen. Indigene Australier (Bundjalung-Volk) nutzten die Blätter des Teebaums seit Jahrtausenden als Heilmittel: Sie zerrieben die Blätter und inhalierten die Dämpfe bei Erkältungen, oder legten Blattumschläge auf Wunden und Hautinfektionen. Der Name „Tea Tree" stammt von britischen Entdeckern, die die Blätter im 18. Jahrhundert als Teeersatz nutzten. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde Teebaumöl als Antiseptikum für Wunden australischer Truppen verwendet. Die kommerzielle Produktion von Teebaumöl begann in den 1920er Jahren und expandierte stark ab den 1970er Jahren durch das wachsende Interesse an natürlichen Heilmitteln. Heute ist Australien der weltgrößte Produzent von Teebaumöl, das global als Zutat in Kosmetika, Reinigungsmitteln und Naturheilmitteln verwendet wird.

Häufige Fragen zu Teebaum-Tee

Kann ich Teebaum-Tee trinken?
Nein – Teebaum als inneres Getränk ist nicht empfehlenswert. Teebaumöl und starke Aufgüsse aus Teebaumblättern können toxisch sein. Nur sehr schwache, verdünnte Aufgüsse für äußerliche Anwendungen (Gurgeln, Mundspülung) sind gelegentlich beschrieben.

Wofür ist Teebaum wirklich geeignet?
Teebaumöl ist ideal als äußerliches Antiseptikum bei Hautinfektionen, Akne, Nagelpilz und kleinen Wunden. Als Mundspülung (stark verdünnt) bei Zahnfleischentzündungen. Niemals unverdünnt auf die Haut auftragen oder einnehmen.

Ist Teebaum dasselbe wie Teepflanze?
Nein – der australische Teebaum (Melaleuca alternifolia) und die Teepflanze (Camellia sinensis) sind völlig unterschiedliche Pflanzen ohne botanische Verwandtschaft. Der Name ist irreführend.

Kann ich Teebaumöl für die Mundspülung verwenden?
Ja, aber sehr verdünnt: Ein bis zwei Tropfen Teebaumöl auf ein Glas Wasser reichen für eine Mundspülung. Nicht schlucken! Bei Kindern grundsätzlich keinen Kontakt mit Teebaumöl.

Verwandte Artikel

Entdecken Sie weitere interessante Beiträge zu diesem Thema: