Der portugiesische Begriff Lapacho ist ein umgangssprachlicher Name für gleich mehrere Baumarten Mittel- und Südamerikas. Ihnen gemeinsam ist die Tatsache, dass sie etwa 30 bis 35 Meter hoch werden und glockenförmige Blüten haben, die von weiß, über zartrosa bis hin zu gelb weit sichtbar strahlen. Die Rinde dieser Bäume wird traditioneller Weise von den Inkas geschält und zu einem sehr aromatischen Tee verarbeitet.Der Lapachotee findet anwendung in vielen gebieten.

Inhaltsstoffe

Lapacho Tee wurde ursprünglich zum Genuss getrunken. Inzwischen ist allerdings längst bekannt, dass es sich dabei auch um einen ausgezeichneten Heiltee handelt. Neben Kalium, Kalzium und Eisen, liefert der Aufguss der Rindenstückchen zusätzlich so wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente, wie Jod, Barium, Strontium und Bor. Lapacho Tee hat deshalb eine so starke Immunsteigernde Wirkung, dass ihm sogar nachgesagt wird, er könne Krebs heilen.Dies ist jedoch bis heute umstritten. Zudem ist dieser Tee absolut Koffeinfrei. Trotzdem sollte man nicht mehr als einen Liter pro Tag davon trinken und das auch nicht länger als maximal sechs Wochen am Stück. Anderenfalls würde man gerade wegen der zahlreichen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe starke Nebenwirkungen riskieren. Schwangere sollten besser ganz auf Lapacho Tee verzichten.

Anbaugebiete

Seine Heimat hat der Lapacho-Baum in den Regenwäldern Lateinamerikas, vor allem in Argentinien, Paraguay und Brasilien. Aber auch andere Länder dieser Region schätzen den Baum seit langem wegen seiner aromatischen Rinde. Mittlerweile gibt es auch Bäume, die in kontrolliertem Anbau gezogen werden. Da der Baum bei der Ernte der Rinde nicht beschädigt wird, sondern sich die abgenommenen Stücke vielmehr in kürzester Zeit wieder erneuern, stellt die Produktion von Lapacho Tee keinen nennenswerten Eingriff das Lebenssystem der Regenwälder dar. Es ist jedoch unverzichtbar, dass den einzelnen Bäumen bis zu einer erneuten Ernte der Rinde genügen Zeit zur Erholung gegeben wird. Sobald der Ausgangszustand wieder erreicht ist, kann erneut geerntet werden, ohne das die Gesundheit des Baumes Schaden nimmt. Wird auf diese Weise trotz wirtschaftlichen Nutzens Rücksicht auf den Baum genommen, kann er auch heute noch, wie schon lange vor unserer Zeit bis zu 700 Jahre alt werden.

Herstellung

Theoretisch könnte man für die Lapacho Tees die gesamte Rinde verwenden. Da der äußere Teil jedoch sehr viel weniger der wertvollen Inhaltsstoffe enthält, wird für qualitativ hochwertigen Tee grundsätzlich nur die innere Rinde verwendet. Die Rinde wird vom Baum geschält, der innere und der äußere Teil werden voneinander getrennt.Nun kann die innere Rinde zerkleinert und gründlich getrocknet werden. Teilweise wird der Lapacho Tee vor dem Abpacken mit Fruchtstücken oder Aromen gemischt. Der größte Teil jedoch geht pur in den Handel.

Fazit

Mit seiner rötlich, hellbraunen Farbe ist der Lapacho Tee unter den Kräutertees sicher etwas ganz besonderes und es lässt sich sicher auch streiten, ob er in dieser Kategorie überhaupt richtig ist oder nicht doch besser eine eigene verdient hätte. Die Wirkung des Tees, ist in vielen Ratgebern umstritten.Ob es nun ums abnehmen, die Heilung, oder die Zubereitung geht. Doch auch der Geschmack des Lapacho überrascht sicher beim ersten Mal. Mit der holzigen, leicht rauchigen Note rechnet man sicher noch, das süße Vanille Aroma dagegen erwartet man nicht unbedingt.Bildnachweis: Lapacho Tee © cirquedesprit - Fotolia.com

Lapacho-Tee zubereiten – Der Tee aus dem Regenwald

Lapacho, auch bekannt als Pau d'Arco oder Ipe Roxo, ist ein Tee, der aus der inneren Rinde des Lapacho-Baumes (Tabebuia impetiginosa) gewonnen wird. Dieser beeindruckende Baum wächst in den tropischen Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas und kann bis zu 30 Meter hoch werden. Die violetten oder rosafarbenen Blüten des Lapacho-Baumes sind spektakulär, und die Rinde ist das medizinisch wertvollste Teil.

Für Lapacho-Tee ist eine Abkochung (Dekokt) die beste Methode, da die harten Rindenbestandteile mit heißem Wasser allein nur unzureichend extrahiert werden. Geben Sie 1 bis 2 Teelöffel getrocknete Lapachorinde in 500 ml Wasser und bringen Sie es zum Kochen. Bei schwacher Hitze 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, dann abseihen. Der Tee hat einen milden, leicht holzigen, karamelligen Geschmack mit einer angenehmen Wärme.

Lapacho-Tee kann warm oder kalt getrunken werden. Als Kaltgetränk im Kühlschrank aufbewahrt hält er sich 2 bis 3 Tage. Kombinationen mit Zimt, Ingwer oder Honig ergänzen den Geschmack angenehm. Als Kurmittel werden 2 bis 3 Tassen täglich über mehrere Wochen empfohlen.

Heilwirkung und Inhaltsstoffe des Lapachos

Lapacho enthält als Hauptwirkstoffe Lapachol und Beta-Lapachon, zwei Naphthochinone. Diese Substanzen sind für die meisten biologischen Aktivitäten des Lapachos verantwortlich. Daneben enthält Lapacho Flavonoide, organische Säuren, Saponine und Mineralien.

Lapacho hat in Laborstudien bedeutende antimikrobielle Eigenschaften gezeigt. Die enthaltenen Naphthochinone wirken gegen Bakterien, Pilze, Viren und sogar Parasiten. Besonders gegen Candida-Pilze wird Lapacho in der Naturheilkunde als natürliches Mittel eingesetzt. Eine Candida-Overgrowth-Situation – eine Überbesiedlung des Darms mit Hefepilzen – soll durch regelmäßigen Lapacho-Konsum verbessert werden können.

Immunstimulierende Eigenschaften machen Lapacho interessant als allgemeines Stärkungsmittel. Die Polysaccharide und andere Inhaltsstoffe aktivieren bestimmte Immunzellen. In der südamerikanischen Volksmedizin wird Lapacho seit Jahrhunderten als Stärkungsmittel bei schwachen Immunsystemen eingesetzt.

Krebsforschung hat sich ebenfalls mit Lapacho befasst: Beta-Lapachon und Lapachol zeigen in Laborstudien Aktivität gegen bestimmte Krebszelllinien. Diese Forschungen sind jedoch noch weit von klinischen Anwendungen entfernt, und Lapacho ist kein anerkanntes Krebsmittel.

Geschichte und Tradition des Lapacho-Tees

Lapacho wurde von den indigenen Völkern Südamerikas seit Jahrtausenden verwendet. Die Inkas des Andenraums, brasilianische Tupi-Guaraní und viele andere Völker nutzten Lapachorinde bei Infektionen, Hauterkrankungen, Entzündungen und als allgemeines Stärkungsmittel. Archäologische Funde zeigen, dass Lapacho schon vor 5000 Jahren in der medizinischen Praxis vorhanden war.

In der modernen Geschichte wurde Lapacho erst ab den 1960er Jahren international bekannt, als Berichte über angebliche Anti-Tumor-Wirkungen des Lapachols in westliche Medizinerkreise gelangten. Das National Cancer Institute der USA untersuchte Lapachol intensiv, musste jedoch feststellen, dass therapeutisch wirksame Dosierungen toxisch waren. Spätere Forschungen konzentrierten sich auf das weniger toxische Beta-Lapachon.

Heute ist Lapacho als Nahrungsergänzungsmittel und Tee weltweit erhältlich und besonders in der naturheilkundlichen Medizin beliebt. In Südamerika – vor allem in Brasilien, Argentinien und Paraguay – ist Lapacho ein traditionelles Haushaltsmittel.

Häufige Fragen zu Lapacho-Tee (FAQ)

Hilft Lapacho wirklich gegen Candida-Pilze?
Laborstudien belegen antifungale Eigenschaften. Klinische Belege für die Wirkung gegen Candida beim Menschen sind begrenzt, aber die volksmedizinische Tradition ist stark.

Ist Lapacho als Krebsmedikament anerkannt?
Nein. Lapacho ist kein anerkanntes Krebsmittel. Die Laborergebnisse sind interessant, aber klinische Belege fehlen.

Wie lange sollte eine Lapacho-Kur dauern?
Klassisch 4 bis 8 Wochen, dann eine Pause. Bei spezifischen Beschwerden nach Rücksprache mit dem Arzt.

Gibt es Nebenwirkungen bei Lapacho?
In normalen Teemengen sind keine ernsthaften Nebenwirkungen bekannt. In sehr hohen Dosierungen (Extrakte) kann Lapachol Nausea und Erbrechen verursachen.

Kann Lapacho mit anderen Tees kombiniert werden?
Ja, Lapacho harmoniert gut mit Zimt, Ingwer und anderen wärmenden Gewürzen.

Zubereitung von Lapacho-Tee

Lapacho-Tee wird aus der Innenrinde des Lapacho-Baums (Tabebuia impetiginosa) gewonnen, der in den tropischen Regenwäldern Südamerikas beheimatet ist. Die charakteristischen, holzigen Späne oder Stücke der Rinde erfordern eine etwas aufwendigere Zubereitung als herkömmliche Kräutertees. Für einen Lapacho-Tee werden zwei bis drei gestrichene Teelöffel der getrockneten Rindenspäne pro 500 ml Wasser verwendet. Das Wasser wird zum Kochen gebracht, die Rindenspäne werden hinzugegeben und dann die Hitze auf kleine Flamme reduziert. Die Mischung sollte 15 bis 20 Minuten leicht köcheln, damit die Wirkstoffe aus der harten Rinde vollständig ins Wasser übergehen können. Anschließend wird der Tee durch ein feines Sieb abgegossen. Der Tee hat einen milden, leicht holzigen und angenehm warmen Geschmack. Er kann leicht mit Honig gesüßt oder mit etwas Zitronensaft verfeinert werden. Lapacho-Tee ist koffeinfrei und kann warm oder kalt getrunken werden.

Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Lapacho-Tee

Lapacho enthält als Hauptwirkstoff Lapachol sowie Beta-Lapachon, Naphthochinone, die zahlreiche biologische Aktivitäten zeigen. In Laborstudien haben diese Substanzen immunstimulierende, antibakterielle, antimykotische und antientzündliche Eigenschaften gezeigt. Besonders bekannt ist Lapacho für seine unterstützende Wirkung bei Pilzinfektionen (Candida), da die enthaltenen Naphthochinone das Wachstum von Pilzen hemmen können. Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wird Lapacho-Tee von Naturheilkundlern häufig zur Linderung von Beschwerden eingesetzt. Die immunstimulierenden Eigenschaften machen ihn zu einem beliebten Begleiter in der Erkältungssaison. Lapacho enthält zudem Selen, Kalzium, Eisen und andere Mineralien. Wichtig ist jedoch zu betonen, dass die klinische Evidenz für viele der behaupteten Wirkungen noch begrenzt ist und Lapacho keine medizinischen Behandlungen ersetzen kann. Er ist als begleitende Maßnahme und Teil eines gesunden Lebensstils zu verstehen.

Geschichte und Herkunft von Lapacho

Lapacho hat seine Wurzeln in der Heilkunde der indigenen Völker Südamerikas. Die Guaraní, Inca und andere Völker Brasiliens, Argentiniens, Perus und Boliviens nutzten die Rinde des Lapacho-Baums seit Jahrhunderten zur Behandlung von Infektionen, Entzündungen und als allgemeines Stärkungsmittel. Im Guaraní-Volk wurde der Tee als „Tajy" bezeichnet und war Teil wichtiger Heilrituale. In der europäischen Alternativmedizin wurde Lapacho ab den 1960er und 70er Jahren bekannt, nachdem brasilianische Forscher begannen, seine Inhaltsstoffe zu analysieren. Die Entdeckung von Lapachol und dessen potenziellen Eigenschaften löste reges wissenschaftliches Interesse aus. In Deutschland wurde Lapacho-Tee ab den 1980er Jahren populär und ist heute in Reformhäusern, Apotheken und online erhältlich. Der Lapacho-Baum ist ein imposantes Gewächs mit leuchtend violetten oder gelben Blüten, das in ganz Mittel- und Südamerika verbreitet ist.

Häufige Fragen zu Lapacho-Tee

Hilft Lapacho-Tee gegen Candida?
Lapacho zeigt in Laborstudien antimykotische Eigenschaften gegen Candida-Pilze. Klinische Belege für die Wirksamkeit beim Menschen sind jedoch begrenzt. Er kann als begleitende Maßnahme nützlich sein, ersetzt aber keine antimykotische Therapie.

Wie lange sollte ich Lapacho-Tee trinken?
Naturheilkundler empfehlen Kuren von vier bis sechs Wochen mit täglichem Konsum von zwei bis drei Tassen. Danach sollte eine Pause eingelegt werden. Bei längerer Anwendung sollte ein Arzt konsultiert werden.

Hat Lapacho-Tee Nebenwirkungen?
Bei normaler Dosierung werden Lapacho-Tee keine schwerwiegenden Nebenwirkungen zugeschrieben. Bei sehr hoher Einnahme können Übelkeit und Verdauungsbeschwerden auftreten. Schwangere sollten ihn meiden.

Kann Lapacho-Tee kalt getrunken werden?
Ja, Lapacho-Tee eignet sich auch als erfrischendes Kaltgetränk. Einfach abkühlen lassen und mit Eiswürfeln servieren. Der Geschmack ist kalt ebenfalls angenehm.

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