Kirschtee


Frische dunkelrote, saftige Kirschen sind ein beliebter Genuss in den Sommermonaten, doch Kirschen haben bei und eigentlich das ganze Jahr über Saison. Sie lassen sich hervorragend konservieren und so kann man ohne Probleme auch in der kalten Jahreszeit die leckersten Kuchen und Desserts mit Kirschen zaubern, oder diese einfach pur genießen.

Kirschtee

Auch Kirschsaft oder mit Wasser verdünnter Kirsch-Sirup werden gerne getrunken. Naheliegend also, dass die Teeindustrie auf diesen Zug aufspringt und Kirschtee in den Handel bringt. Es finden sich zahlreiche aromatisierte Schwarztee mit Kirscharoma, in den letzten Jahren nehmen aber auch die Früchtetee-Mischungen mit Kirschanteil zu und es gibt selbstverständlich auch reinen Kirschtee.

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Inhaltsstoffe

Kirschen sind, wie die meisten Obstarten, ausgezeichnete Vitaminbomben und liefern außerdem zahlreiche wertvolle Mineralstoffe, unter anderem Kalium, Phosphor und sogar Eisen. Wegen ihrer bioaktiven Substanzen werden Kirschen sogar zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs empfohlen. Allerdings sollte man dabei bedenken, dass im Kirschtee all diese wunderbaren Inhaltsstoffe, wenn überhaupt, nur in Bruchteilen der ursprünglichen Konzentration vorkommen. Man sollte Kirschtee also in erster Linie wegen seines Geschmacks trinken, nicht um die Gesundheit zu fördern.

Anbaugebiete

Die einzelnen Kirschsorten sind weit verbreitet. Mit Ausnahme vom Mittelmeerraum findet man sie quasi in ganz Europa, aber auch in Nordasien und Japan gibt es nennenswerte Bestände. Ein absolut typisches Kirschgebiet gibt es allerdings nicht.

Herstellung

Aus Sicht der Lebensmittelindustrie, die die Kirschen weiter verarbeiten möchte, stellen sich einige Probleme. Möglicher Weise mitgenommene Blätter und Stiele müssen entfernt werden, ebenso die Kerne der Kirschen und ganz davon abgesehen, dass die Früchte nicht gedrückt werden dürfen. Dadurch geht vom ursprünglichen Gewicht bereits ein Großteil verloren. Kirschen sind zwar nicht ganz so druckempfindlich, wie beispielsweise Beerenobst. Dennoch sind sie nicht lange lagerfähig und werden zudem häufig bereits am Baum von Würmern befallen.

Aus diesen Gründen werden Kirschen entweder als Frischware im Handel angeboten oder möglichst vor Ort verarbeitet. Für Tee werden deshalb meist schon allein aus Kostengründen keine Kirschstückchen, sondern Kirscharoma verwendet. Und auch in diesem Fall macht es einen erheblichen Qualitätsunterschied, ob es sich dabei um natürliches oder künstliches Kirscharoma handelt.

Fazit

Für Kirschtee gelten leider keine Ausnahmen. Es gibt verschiedene Rezepte, doch in erster Linie finden sich Zutaten wie Stückchen von Apfel, Hagebutte und Hibiskus im Tee. Orangenschalen, süße Brombeerblätter, Holunderbeeren und zum Teil auch Rote Beete sollen Geschmack und Farbe intensivieren. Kirsche ist lediglich als zugesetztes Aroma zu finden. Wenn man das weiß, gibt es jedoch keinen Grund von Kirschtee enttäuscht zu sein. Mit tiefroter Farbe und fruchtigem Aroma gehört er sicher definitiv zu den Früchtetees, die ein intensives Geschmackserlebnis bieten können. Wie alle Früchtetee-Sorten schmeckt auch Kirschtee warm oder kalt.

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Bildnachweis: Kirschtee © LianeM – Fotolia.com

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