Im Sommer sollte man warmen Tee trinken


Die Sonne brennt schon seit den Morgenstunden mit voller Kraft auf uns herunter, in den Mittagsstunden beginnt die Luft förmlich zu flirren und die Temperaturen klettern nahezu unaufhörlich nach oben. Es ist unverkennbar Sommer mit schönstem Wetter. Genau dann suchen wir uns so oft wie möglich eine angenehme Abkühlung und Erfrischung. Ins Freibad oder an den Badeweiher kann man leider nicht immer gehen und selbst dort ist es stellenweise zu heiß. Immer nur Eis essen ist ebenfalls keine Alternative. Was liegt da näher und wäre einfacher, als den Körper mit gekühlten Getränken zu erfrischen? Schließlich sollte man gerade jetzt möglichst viel trinken und das kalte Nass kühlt angenehm von Innen.

Im Sommer sollte man warmen Tee trinken

Doch man hört immer wieder, dass genau das ein Fehler sei. Stattdessen sollte man lieber warme oder mindestens lauwarme Getränke trinken. Die eisigen Temperaturen sind für den Organismus angeblich viel zu belastend und da der Körper den Temperaturunterschied ausgleichen muss. Die Theorie dahinter: Kaltes muss erwärmt werden. Dazu heizt der Körper den Kreislauf regelrecht an, um die Körpertemperatur zu steigern und das kalte Getränk zu erwärmen. Im ersten Moment mag so ein Getränk mit Eiswürfeln zwar kühlen, längerfristig gesehen aber, heizt sich der Körper dadurch nur noch mehr auf und wirkt auf unsere Gesundheit.

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Aber nicht wenige berichten, dass sie nachdem sie im Sommer etwas Warmes getrunken haben, regelrechte Schweißausbrüche haben. Dabei fühlen sie sich alles andere als erfrischt oder gar abgekühlt. Im Gegenteil, ihnen ist noch wärmer als ohnehin schon. Aber wer hat nur Recht? Und gibt es bei dieser Thematik überhaupt ein Richtig oder Falsch?

Legende oder Wahrheit?

Bei Beduinenvölkern, die nicht nur ab und zu mal durch die Wüsten ziehen, sondern wirklich ihr ganzes Leben in den heißesten Regionen unseres Planeten verbringen, fällt bei den Trinkgewohnheiten schnell etwas auf. Hier wird tatsächlich in erster Linie warmer Tee getrunken, zudem grundsätzlich stark gezuckerter Tee. Der Zucker erleichtert dem Körper die Aufnahme der Flüssigkeit, der Tee selbst ist in der Regel aus Pfefferminze, also ein Kräutertee mit kühlender Wirkung.

Dagegen wird man wohl nie ein Mitglied eines Beduinenstammes mit einem Glas mit Eiswürfeln im Getränk beobachten. Und auch hierzulande kommt es hin und wieder zu einem regelrechten Kreislaufkollaps, weil überhitzte Menschen ihren Organismus mit im wahrsten Sinne des Wortes eiskalten Getränken regelrecht geschockt haben. Haben wir erst einmal stundenlang vor uns hin geschwitzt und trinken dann hastig große Mengen viel zu kalter Getränke, überfordern wir unseren Kreislauf damit schlicht und einfach.

Sicher muss man zugeben, dass die Lebensbedingungen und das Wetter in der Zone von Wüstenbeduinen ganz anders ist, als bei uns. Und wenn wir einmal ganz bewusst über unser Trinkverhalten nachdenken, müssen einige von uns ehrlich zugeben, dass sie meistens zu wenig trinken. Im Sommer, bei heißen Temperaturen rächt sich dies dann aber recht schnell. Irgendwann sind wir regelrecht ausgetrocknet und kippen viel zu schnell zu große Mengen Flüssigkeit in uns hinein. Schon das alleine belastet den Organismus schwer. Trinkt man ca. zwei Liter über den ganzen Tag verteilt, ist das wesentlich besser, als die gleiche Menge innerhalb nur weniger Stunden.

Fazit

Die Temperaturen in den Wüsten sind sicher noch einmal etwas ganz anderes, als bei uns, selbst in den Sommermonaten. Schon allein die Grundtemperaturen liegen bei uns um einiges niedriger. Nachvollziehbar, dass viele bei uns sich nicht wohlfühlen, wenn sie im Sommer warmen Tee trinken sollen. Kalt oder warm, wie man Flüssigkeit zu sich nimmt, entscheidet über den Kühleffekt.

Es spricht prinzipiell auch nichts dagegen, leicht gekühlte Getränke zu genießen. Man sollte dabei aber unbedingt darauf achten, dass sie nicht zu stark gekühlt sind und das man wirklich regelmäßig trinkt. leicht warmes Wasser oder warmer Tee eignen sich bestens zum nachhaltigem Erfrischen. Dazu sollte man vielleicht wissen, dass Durst bereist ein Symptom für Flüssigkeitsmangel für den Körpers ist, der aus mangelnder Ernährung einhergeht. Am besten trinkt man also schon längst bevor Durst überhaupt entsteht. Und wer meint, er könne gar nicht so viel trinken, wie empfohlen oder hätte gar nicht die Zeit dazu, dem soll gesagt sein, dass man sich das mit etwas gutem Willen durchaus antrainieren kann. Als „Anfänger“ stellt man sich dazu einfach die tägliche Trinkmenge auf einmal bereit und nimmt sich vor, dass diese bis zum Abend leergetrunken ist. Kleinere Mengen davon stellt man sich idealer Weise in Sicht- und Reichweite. Zusätzliche Erinnerungsstützen baut man sich, indem man sich mit Merkzetteln und Klebenotizen ans Trinken erinnert. Schon bald geht das Trinken von ganz alleine, ohne dass man sich bewusst daran erinnern muss und man kann sich fast nicht mehr vorstellen, wie es vorher war.

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Bildnachweis: warmer Tee © Jenny Sturm – Fotolia.com

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