Lotus Tee


Der Lotus ist eine wunderschöne Blume, die auch hierzulande vielen Menschen sehr gut gefällt. So ist die Lotusblüte für viele ein Symbol für klare Schönheit und Reinheit. Längst ist auch das Stichwort „Lotuseffekt“ ein bekanntes Phänomen. Die Lotuspflanze verfügt dank ihrer einzigartigen Blattstruktur über eine perfekte Selbstreinigung. Staub und Schmutz perlen einfach an ihr ab und das macht man sich inzwischen beispielsweise auch bei Materialien zunutze, die in Bädern verarbeitet werden.

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In seiner Heimat weiß man aber auch, dass der Lotus neben all seiner Schönheit eine ausgezeichnete Heilpflanze ist. Egal ob Wurzeln oder Blätter oder Blüte, alles kann man verzehren oder zu Tee verarbeiten und so die Kraft des Lotus auch innerlich spüren.

Inhaltsstoffe

Wirft man einen Blick auf die Inhaltsstoffe, fällt wohl als erstes auf, dass sehr viele Säuren enthalten sind. Angefangen von Fettsäuren, über Gerb- bis hin zu Linolen- und Linolsäure. Ebenfalls von großer Bedeutung sind Vertreter der Alkaloide, nämlich das Nuciferin, ebenso wie des Pro- und das Nornuciferin. Beim Heilfasten spielt diese Wirkstoffgruppe eine wichtige Rolle. Zwar gehören die Alkaloide mit zu den stärksten bekannten Giften, lediglich in Spuren eingesetzt, haben sie allerdings eine stark heilende Wirkung.

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So stärkt der Lotus sowohl das Herz, als auch die Nieren, den Magen und insgesamt die Verdauung. Auch Bluthochdruck ist ein geeignetes Verwendungsgebiet. Fieber, Schlaflosigkeit und Menstruationsbeschwerden können ebenso behandelt werden. Auch Blutungen werden in Asien häufig mit Lotus behandelt. Einige setzten Lotus sogar bei Krebs ein und früher glaubte man, sich mit dem Samen des Lotus gegen Liebeszauber zur Wehr setzten zu können.

Anbaugebiete

Auch, wenn der Name offiziell „Indischer Lotus“ heißt, bedeutet dies nicht, dass diese Pflanze ausschließlich in Indien vorkommt. Sie wächst natürlicher Weise in ganz Asien, beispielsweise in Nepal ebenso, wie in Japan, Korea, China und Pakistan. Das ursprüngliche Gebiet des Lotus erstreckt sich nach Westen sogar bis zum Kaspischen Meer und zum Aralsee.

Auch im Südosten Nordamerikas findet man den Lotus mittlerweile an Seen, Sümpfen oder kleinen Teichen. Dort wurde er allerdings gezielt angepflanzt. Beachtet man, dass der Lotus absolut keinen Frost verträgt und eine geeignete Wasserstelle, also ein Teich oder ähnliches mind. 60 cm tief sein sollte und viel Sonne bekommt, dann wächst der Lotus auch bei uns.

Herstellung

Vom Lotus können alle Pflanzenteile verwendet werden. Die Blätter sammelt man am Besten im Sommer, die Wurzeln dagegen im Herbst oder Winter. In Asien werden die Wurzeln beispielsweise gerne in Sojasauce eingelegt und dann zu Salat gegessen. Man kann aber auch aus allen Pflanzenteilen Tee herstellen.

Die Wurzeln helfen gut bei Blutungen und Menstruationsbeschwerden, die Wurzeln eines erst keimenden Lotus‘ dagegen sind bei Bluthochdruck ideal. So hat jedes Pflanzenteil sein ganz eigenes ideales Einsatzgebiet.

Fazit

Lotustee zu trinken ist in unseren Breitengraden sicher noch etwas exotisch, auf einen Versuch sollte man es aber durchaus einmal ankommen lassen. Denn in Asien ist längst bekannt, dass der Lotus weit mehr kann, als einfach nur schön aussehen.

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Bildnachweis: Lotus Tee ©Thinkstock: iStockphoto

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