Inhaltsstoffe
Die Goldrute gehört zur Familie der Korbblütler. Neben Bitter- und Gerbstoffen, fallen bei der Liste der Inhaltsstoffe vor allem die ätherischen Öle recht schnell ins Auge. Saponin und Inulin sind allerdings nicht weniger wertvoll, welche die breiten Anwendungsgebiete erklären. Dieser komplette Wirkstoff-Cocktail macht die Goldrute extrem harntreibend, weshalb sie ganz besonders gerne immer dann eingesetzt wird, wenn es um Erkrankungen rund um die Nieren oder die Blase geht, insbesondere der Harnwege geht. Dank einer gleichzeitigen Entzündungshemmung, werden so beispielsweise Symptome einer Blasenentzündungen nicht nur kuriert, einer erneuten Erkrankung der Harnwege wird auch noch vorgebeugt. Aufgrund der enthaltenen Wirkstoffe in der Goldrute, wird das Kraut seit langer zeit in der Naturheilkunde und Medizin eingesetzt. Goldrutenkraut ist nur eine unter vielen Heilpflanzen, die sich über die Jahre bewährt haben. Während einer Schwangerschaft ist es ratsam einen Arzt oder Apotheker vor dem Konsum zu kontaktieren, obwohl bisher keine Fälle bekannt sind, bei denen Probleme aufgetreten sind.Der harntreibende Effekt ist so stark, dass sogar Nierengries, oder ganze Nierensteine beseitigt werden können. Auch auf Wassersucht wird so positiv Einfluss genommen. menschen, Die an Diabetes dagegen profitieren in erster Linie von der blutreinigenden Wirkung. Ebenso die Gichtpatienten.Anbaugebiete
Es gibt Goldruten-Arten, die vor allem in Nord- und Südamerika beheimatet sind, andere dagegen stammen aus Asien. Es gibt allerdings auch europäische Goldrute. Sie liebt es auf sauren Böden ebenso, wie in sehr kalkhaltigem Untergrund. Häufig findet man sie auf Waldwiesen, Lichtungen, auf Schotter oder auch einfach am Wegesrand. Als mehrjährige Pflanze kann sie bis zu einem Meter hoch werden und spätestens ab Ende Juli oder allerspätestens Anfang August beginnt sie zu blühen. Dabei sind viele kleine gelbe Blüten am oberen Ende der Pflanze aufgereiht. Aus einiger Entfernung sieht es tatsächlich so aus, als würde im Sonnenlicht eine Rute golden schimmern.Herstellung
Für den Goldruten-Tee werden die blühenden Pflanzenteile gesammelt, am besten im Zeitraum zwischen Juli und Oktober. Sobald sich die ersten Blüten zeigen, kann man mit der Ernte beginnen, spätestens beim Abblühen, sollte man allerdings auch wieder damit aufhören. Diese Blütenstände werden dann sorgfältig getrocknet, anschließend zerkleinert und bis zum Bedarf idealer Weise in einem Baumwollsack aufbewahrt. Jetzt einfach nur noch mit heißem Wasser übergießen und schon ist der Tee fertig. Man kann die Blüten der Goldrute allerdings auch zerstampfen, so lange sie noch frisch sind. So direkt auf Insektenstiche gelegt, schaffen sie schnell Linderung. In einigen Gegenden Europas findet sich mittlerweile die kanadische Goldrute sogar häufiger, als die ursprünglich bei uns beheimatete. Sie sieht zwar etwas anders aus, ist aber, was die Inhaltsstoffe betrifft, nahezu identisch und kann deshalb genauso genutzt werden.Fazit
Es gibt vieles am Wegrand, was wir kaum wahrnehmen. Vor allem Heilpflanzen bleiben oft unerkannt in ihrer Wirkung. Im Falle der Goldrute lohnt sich allerdings durchaus ein Blick zur Seite. Gerade Frauen leiden, sobald sie einmal die leidvolle Erfahrung machen mussten, recht schnell wieder unter einer Blasenentzündung. Bei einem Spätsommer-Spaziergang kann man so schnell für Abhilfe sorgen. Zusammen mit etwas Sport bzw. Fitness und der richtigen Ernährung sollte die nächste Erkrankung ausbleiben.Bildnachweis: Goldruten Tee ©Thinkstock: iStockphotoZubereitung von Goldruten-Tee
Goldruten-Tee wird aus dem getrockneten Kraut der Echten Goldrute (Solidago virgaurea) zubereitet, die seit Jahrhunderten als Heilpflanze für die Harnwege bekannt ist. Für einen Goldruten-Tee werden zwei bis drei Teelöffel des getrockneten Krauts pro Tasse verwendet. Das Kraut wird mit frisch gekochttem, auf etwa 90 Grad abgekühltem Wasser übergossen und zehn bis fünfzehn Minuten ziehen gelassen. Der Tee wird dann abgeseiht. Goldruten-Tee hat einen leicht bitteren, aromatischen Geschmack und kann mit etwas Honig gesüßt werden. Für eine Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfektionen empfehlen Heilkundler, täglich drei bis fünf Tassen zu trinken und dabei viel zusätzliches Wasser zu sich zu nehmen, um die durchspülende Wirkung zu maximieren. Goldrute kann auch mit anderen Harnwegskräutern wie Brennnessel, Bärentraube oder Birke kombiniert werden. Bei Tees zur Durchspülung der Harnwege ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig.
Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Goldruten-Tee
Goldrute ist in der Phytotherapie als bewährtes Mittel für die Harnwegsgesundheit anerkannt. Die enthaltenen Flavonoide (insbesondere Rutin und Kämpferol-Glykoside), Saponine, Phenolglykoside (Leiocarposid) und ätherische Öle wirken zusammen als harntreibend (diuretisch), entzündungshemmend und krampflösend. Die durchspülende Wirkung hilft, Bakterien aus den Harnwegen auszuschwemmen und bei Harnwegsinfekten, Blasenentzündungen und entzündlichen Erkrankungen des Nierenbeckens unterstützend zu wirken. Die krampflösenden Eigenschaften können bei Nierenstein-Beschwerden lindernd sein und den Abgang kleiner Steine erleichtern. Goldrute wird außerdem als antioxidativ und entzündungshemmend beschrieben, was bei rheumatischen Beschwerden und Gelenkschmerzen hilfreich sein kann. In der Volksmedizin wird Goldrute auch äußerlich als Wundwasser eingesetzt. Die Kommission E des Bundesgesundheitsamts hat Goldruten-Tee zur Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfekten als wirksam anerkannt.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu chinesische Teekultur. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu Fruchtetee.
Geschichte und Herkunft der Goldrute
Die Echte Goldrute (Solidago virgaurea) ist in ganz Europa heimisch und wächst auf Wiesen, Heiden und in Wäldern. Sie blüht mit leuchtend gelben Rispenblüten von Juli bis Oktober und ist eine wichtige Nektarquelle für Insekten. In der europäischen Volksmedizin war Goldrute seit dem Mittelalter als Wundkraut und Harnwegsmittel bekannt. Der Name „Goldrute" bezieht sich auf den goldgelben Blütenstand, der im Herbst wie ein goldener Stab erstrahlt. Arabische Ärzte des Mittelalters nutzten Goldrute als Wundmittel, und Paracelsus erwähnte sie in seinen Schriften. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Goldrute aus Nordamerika in großen Mengen importiert, da man ihr besondere Heilkräfte zusprach, die über die der europäischen Art hinausgingen. Heute ist die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) in Europa weit verbreitet und wird manchmal als Ersatz für die Echte Goldrute eingesetzt, obwohl die Echte Goldrute die in der Phytotherapie bevorzugte Art ist.
Häufige Fragen zu Goldruten-Tee
Hilft Goldruten-Tee bei Blasenentzündung?
Goldruten-Tee wird traditionell zur Durchspülungstherapie bei Harnwegsinfekten eingesetzt. Er kann leichte Blasenentzündungen unterstützend behandeln, ersetzt aber keinen Arztbesuch bei stärkeren Beschwerden, Fieber oder wiederkehrenden Infektionen.
Wer sollte Goldruten-Tee meiden?
Personen mit Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz oder Ödemen sollten Goldruten-Tee nicht ohne ärztlichen Rat trinken. Bei bekannter Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) ist ebenfalls Vorsicht geboten.
Kann ich Goldruten-Tee vorbeugend trinken?
Ja, als vorbeugende Maßnahme gegen Harnwegsinfekte kann Goldruten-Tee gelegentlich getrunken werden. Als Dauerlösung ist eine ärztliche Beratung sinnvoll, wenn Infekte häufig auftreten.
Wie unterscheidet sich Goldrute von Bärentraube?
Beide werden bei Harnwegsinfekten eingesetzt, wirken aber unterschiedlich. Goldrute wirkt hauptsächlich durchspülend und entzündungshemmend. Bärentraube (Uva ursi) enthält Arbutin, das antibakteriell wirkt und im basischen Milieu aktiviert wird.
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