Rooibos-Sommertee


Auch, wenn Rooibos-Tee auch Aspalathus linearis genannt, der Definition nach gar kein Tee ist,es handelt sich hierbei um ein Pflanzenart, die bei uns schon längst als solcher anerkannt und beliebt ist. Diese südafrikanische Spezialität findet sich mittlerweile ganz selbstverständlich in unseren Teeregalen zwischen schwarzem, grünen, Früchte- und Kräutertee und bei verschiedenen Anbietern wie Teegschwendner . Ganz ohne Koffein putscht er nicht auf und schmeckt herrlich angenehm und würzig. Kein Wunder also, dass es Rooibos-Tee auch in den verschiedensten Versionen aromatisiert und/oder mit Fruchtstückchen gemischt gibt. Naheliegend, dass darunter auch die ein oder andere Sorte ist, die man im Sommer besonders gut genießen kann.Es ist und bleibt eine Pflanze mit besonderem Geschmack.

Rooibos-Sommertee

Inhaltsstoffe

Der Rooibos-Sommertee wird damit beworben, dass er einen leckeren, frischen Waldbeerengeschmack hat. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät aber, dass direkt nach dem Rooibos gleich Apfelstücken folgen. Liest man weiter, wird klar, warum. An dritter Stelle steht Aroma, gefolgt von Hagebuttenschalen und Erdbeerstücken, die er enthält.

Erdbeeren sind wohl das einzige, was man dabei zu Waldbeeren zählen kann. Die Hagebuttenschale dient in erster Linie der Färbung des Tees. Äpfel dagegen haben mit Waldbeeren nichts zu tun, sollen dem Tee in diesem Fall aber sicher eine angenehme Süße verleihen und dienen gleichzeitig als Trägerstoff für das Waldbeerenaroma.

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Anbaugebiete

Konkrete Angaben, wo der Rooibos-Sommertee herkommt, macht der Händler nicht. Die Basis, der Rooibos wird wohl sicher aus Südafrika stammen, die endgültige Mischung könnte aber bei jedem Hersteller gefertigt werden. Da auch weitere Verweise, wie beispielsweise „Bio-Anbau“ oder ähnliches ebenfalls fehlen, handelt es sich bei dieser Mischung ganz offensichtlich nicht um eine ganz besondere Teespezialität, bei der die Herkunft in der Werbung oder beim Verkauf in den Vordergrund gestellt wird.

Herstellung

Bei solchen Mischungen werden zunächst die einzelnen Komponenten separat vorbereitet. Der Basistee wird wie gewöhnlich hergestellt, die Fruchtstückchen zerkleinert und getrocknet. Die Apfelstückchen werden dann zunächst mit dem Aroma der Waldbeeren vermischt. Erst dann sind alle Zutaten soweit vorbereitet, dass sie im entsprechenden Verhältnis miteinander zum endgültigen Tee vermischt werden können.

Der Rooibos-Sommertee wird als lose Ware verkauft, etwa 15 bis 20 Gramm davon sollten mit einem Liter kochendem Wasser übergossen werden. Die Ziehdauer sollte mindestens 5, maximal 8 Minuten betragen. Dieser Tee schmeckt sowohl warm, als auch kalt. Er ist also ein idealer Sommertee, den man gerne auch gekühlt als Erfrischung genießen kann.

Fazit

Es ist immer schön, wenn sich die Teehersteller Gedanken machen, wie Teefans auch im Sommer bei heißen Temperaturen ihr Lieblingsgetränk genießen können. Wenn man dabei dennoch einen Kritikpunkt suchen möchte, so kann man den Erfindern des Rooibos-Sommertees vorwerfen, dass ihr Waldbeerengeschmack, abgesehen von den Erdbeerstückchen, ausschließlich zugesetztem Aroma, statt tatsächlich enthaltenen Fruchtstücken zu verdanken ist.

Andererseits sind gerade Waldbeeren wohl ein recht schwieriges Thema, wenn es darum geht, dass echte Fruchtstücke einem Tee untergemischt werden sollen. Es ist sicher schon allein eine Frage des Preises, ob man sich für echte Früchte und nur ihr Aroma entscheidet. Hinzu kommt, dass die Früchte oft das Aroma nicht so intensiv an den Tee abgeben und der Tee dadurch lange nicht so charakteristisch nach Waldbeeren schmeckt, als wenn Aroma zugesetzt wird.

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Bildnachweis: Rooibos-Sommertee © MSPhotographic – Fotolia.com

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