Seit einiger Zeit erobert eine kleine rote Beere aus China unseren Markt. Die Goji Pflanze, auch unter dem Namen Wolfs- oder Bocksdornbeere bekannt, gilt als Wunderwaffe und fast schon Allheilmittel bei Bluthochdruck, wenn es um die Steigerung des Immunsystems oder sogar um die Vorbeugung von Krebserkrankungen geht. Selbstverständlich wird so eine wunderbare Pflanze nicht einfach nur pur verzehrt, sondern zu diversen Lebensmitteln und somit auch zu Goji Tee verarbeitet.

Inhaltsstoffe

Gojibeeren enthalten zwar kein Vitamin C, liefern aber dessen Vorstufe in solchen Konzentrationen, dass unser Immunsystem tatsächlich davon profitieren kann. Auch die Vitamine A, sowie B1 und B2 tragen zu dem hohen Gesundheitswert der Gojibeeren bei. Sie ist fester Bestandteil bei der Ernährung der Chinesen. Auch, wenn bislang handfeste Studien, die einen positiven Effekt der Beeren bei Krebserkrankungen belegen könnten, ausstehen, so ist doch unumstritten bewiesen, dass die zahlreichen sekundären Pflanzenstoffe Antioxidativ wirken, das Immunsystem anregen und sogar die Zerstörung des Nervs bei einem Glaukom verhindern können. Auch Arthritis und Entzündungen werden gelindert. Manch einer behauptet sogar, dass sie für eine Diät geeignet wäre.

Anbaugebiete

Heutzutage ist die Gojibeere nicht nur in ganz Asien verbreitet. Sie findet sich auch in Europa, ebenso wie in Nordamerika und Nordafrika. Selbst in Australien und Neuseeland gibt es Sträucher. Da ihr Ruf als medizinische Wunderwaffe außerhalb Asiens noch relativ jung ist, mag dieses große Verbreitungsgebiet auf den ersten Blick verwundern. Allerdings wird der Bocksdorn, die Pflanze der Goji Beere, gerne als Zierpflanze verwendet. Traditioneller Weise stammt die Gojibeere aus China, genauer gesagt aus dem Nigxia-Tal, das nahe des Himalaya gelegen ist. Auch heute noch stammt ein Großteil der Gojibeeren von dort.

Herstellung

Goji Beeren können entweder frisch verwendet, oder auch tiefgefroren werden. Für zahlreiche Weiterverarbeitungsmöglichkeiten, so auch für Tee, jedoch werden die Beeren getrocknet. Puren Tee aus Goji Beeren findet man kaum, allerdings kann man sich solch einen Tee ganz einfach selbst herstellen. Die getrockneten Beeren sind im Handel inzwischen ganz gut zu beziehen. Bereits ein Teelöffel davon ist für eine Tasse Tee, also etwa 200 ml, ausreichend. Auch die Ziehdauer ist mit fünf Minuten relativ kurz, vor allem im Vergleich mit anderen Früchtetees.

Fazit

Aus der Sicht von Europäern ist die Goji Beere etwas relativ neues, in der Traditionellen Chinesischen Medizin dagegen ist sie schon längst verwurzelt. Schön, dass auch hierzulande immer wieder Menschen den Mut finden, etwas Neues zu probieren. Denn oft wird man nicht nur mit einem Nutzen für die Gesundheit belohnt, auch der Geschmack ist gerne eine positive Überraschung. Und schnell bereichern neue Früchte unser Nahrungsangebot, ein neues Aroma verwöhnt unsere Sinne. Rezepte zu Goji Tee, Goji Saft, Lebensmittel & einer ausgewogenen Ernährung gibts zu genüge im Internet.Bildnachweis: Goji Beere - © lefebvre_jonathan - Fotolia.com

Goji-Beeren-Tee zubereiten: Das chinesische Superfood als Aufguss

Goji-Beeren-Tee kann auf zwei Wegen zubereitet werden: Als einfacher Aufguss oder als Kochansatz. Aufguss-Methode: Pro Tasse (250 ml) einen Esslöffel getrockneter Goji-Beeren mit kochendem Wasser übergießen und zehn bis fünfzehn Minuten ziehen lassen. Die Beeren geben ihre Inhaltsstoffe langsam ab. Am Ende die Beeren nicht wegwerfen, sondern mitessen – sie sind weich und süßlich. Kochmethode: Goji-Beeren fünf Minuten leicht köcheln lassen für eine intensivere Extraktion.

Goji-Beeren-Tee harmoniert wunderbar mit anderen chinesischen Heilkräutern: Mit Chrysanthemenblüten ergibt er den traditionellen chinesischen „Chrysanthemen-Goji-Tee". Mit Ingwer und Zimt wird er zu einem wärmenden Immunstärker. Mit grünem Tee kombiniert ist er ein antioxidatives Powergetränk. Der Tee hat eine klare, rötlich-orange Farbe und einen charakteristisch süßlichen, leicht erdigen Geschmack. Wer es süßer mag, kann Honig hinzufügen.

Inhaltsstoffe und Wirkung: Was steckt in Goji-Beeren?

Goji-Beeren (Lycium barbarum oder Lycium chinense) sind tatsächlich außergewöhnlich nährstoffreich. Sie enthalten Betain, Zeaxanthin (wichtig für die Augengesundheit), Polysaccharide, Betaine, Vitamine (A, C, B1, B2, B6) und Mineralien (Zink, Eisen, Selen). Die Polysaccharide (LBPs – Lycium Barbarum Polysaccharides) sind besonders interessant für die Forschung: Sie zeigen in Laborstudien immunmodulierende, antioxidative und neuroprotektive Eigenschaften.

Traditionell werden Goji-Beeren in der TCM seit über 2000 Jahren bei Müdigkeit, schlechtem Sehvermögen und zur allgemeinen Stärkung von Leber und Nieren eingesetzt. Moderne Studien haben viele dieser traditionellen Anwendungen untersucht: Es gibt Hinweise auf positive Effekte bei der Augengesundheit (Schutz vor Makuladegeneration durch Zeaxanthin), auf Immunstärkung und auf mögliche anti-diabetische Effekte. Als „Superfood" hat Goji seit den 2000er Jahren weltweit Aufmerksamkeit erlangt, obwohl viele Marketing-Behauptungen die wissenschaftliche Evidenz übertreiben.

Häufig gestellte Fragen zu Goji-Beeren-Tee

Sind Goji-Beeren wirklich ein Superfood?
Goji-Beeren sind nährstoffreich und enthalten interessante Inhaltsstoffe wie Zeaxanthin und Polysaccharide. Viele der enthusiastischen Gesundheitsbehauptungen im Marketing übertreiben jedoch die wissenschaftliche Evidenz. Als Teil einer ausgewogenen Ernährung sind Goji-Beeren eine wertvolle Ergänzung, aber kein Wundermittel.

Gibt es Nebenwirkungen bei Goji-Beeren-Tee?
Goji-Beeren können die Wirkung des Blutverdünners Warfarin (Marcumar) verstärken und sollten bei Einnahme dieses Medikaments gemieden werden. In seltenen Fällen können Allergien auftreten, besonders bei Menschen mit Allergien gegen andere Nachtschattengewächse. Bei normalen Mengen sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.

Wo kommen Goji-Beeren her?
Goji-Beeren stammen ursprünglich aus China, hauptsächlich aus der Ningxia- und Xinjiang-Region. Heute werden sie auch in anderen asiatischen Ländern und Europa (Spanien, Portugal) angebaut. Beim Kauf auf Herkunftsangabe achten; chinesische Bio-Qualität gilt als besonders hochwertig.

Zubereitung von Goji-Beeren-Tee

Goji-Beeren-Tee lässt sich auf verschiedene Arten zubereiten. Am einfachsten ist die direkte Aufguss-Methode: Zehn bis fünfzehn getrocknete Goji-Beeren pro Tasse (200 ml) werden mit heißem, nicht kochendem Wasser (etwa 90 Grad) übergossen und fünf bis zehn Minuten ziehen gelassen. Die Beeren quellen auf und geben ihre Wirkstoffe und Aromen ans Wasser ab. Nach dem Trinken des Tees können die aufgequollenen Beeren gegessen werden – sie enthalten dann noch viele Nährstoffe. Als Alternative können die Beeren auch fünf Minuten im Wasser köcheln, was einen intensiveren Geschmack ergibt. Goji-Beeren haben einen süßlich-herb-fruchtigen Geschmack, der an getrocknete Rosinen und Cranberries erinnert. Der Tee kann mit Honig gesüßt, mit Zimt und Ingwer verfeinert oder mit grünem Tee kombiniert werden. Als Immunstärkungs-Tee trinkt man ihn am besten morgens oder als Nachmittags-Stärkung. Im Sommer als kalter Tee mit Eiswürfeln und frischer Minze ist er ebenfalls ein Genuss.

Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Goji-Beeren-Tee

Goji-Beeren (Lycium barbarum) gelten in der traditionellen chinesischen Medizin als eines der wichtigsten Lebensmittel zur Förderung von Gesundheit und Langlebigkeit. Ihr Nährstoffprofil ist beeindruckend: Sie enthalten Zeaxanthin und Beta-Carotin, Carotinoide, die die Augengesundheit schützen und das Risiko altersabhängiger Makuladegeneration senken können. Der Vitamin-C-Gehalt ist hoch, was die Immunfunktion unterstützt. Goji-Beeren sind reich an Polysacchariden (LBP, Lycium-Barbarum-Polysaccharide), die in Studien immunmodulierende und antioxidative Wirkungen gezeigt haben. Betain und andere Verbindungen können die Leberfunktion unterstützen und hepatoprotektiv wirken. Für die Blutgesundheit enthalten Goji-Beeren Eisen, Zink und weitere Mineralstoffe. Klinische Studien haben positive Effekte auf den Blutzucker, die Stimmung, den Schlaf und die Schlafqualität gezeigt. Wichtig: Goji-Beeren können Wechselwirkungen mit Blutverdünnern (Warfarin) und Diabetesmedikamenten haben – bei Einnahme solcher Medikamente Arzt konsultieren.

Geschichte und Herkunft der Goji-Beere

Goji-Beeren (Lycium barbarum und Lycium chinense) stammen ursprünglich aus Zentralasien und China, wo sie seit über 2000 Jahren in der Küche und Medizin verwendet werden. In der chinesischen Volksmedizin galten sie als Symbol für Langlebigkeit und Fruchtbarkeit. Alte chinesische Kräuterbücher beschreiben Goji als stärkend für Leber, Nieren und Augen. In der Tibetischen Medizin sind Goji-Beeren als „Himmlische Frucht" bekannt. Im Westen wurden Goji-Beeren erst Anfang des 21. Jahrhunderts bekannt, als sie als „Superfood" vermarktet wurden. Besonders in Nordamerika und Europa erlebten Goji-Beeren ab 2000 einen Boom, der von aggressivem Marketing begleitet wurde. Manche Gesundheitsversprechen wurden von der wissenschaftlichen Gemeinschaft als übertrieben kritisiert. Dennoch sind die Beeren tatsächlich nährstoffreich und Bestandteil einer gesunden Ernährung. Heute werden Goji-Beeren großflächig in China, insbesondere in der Ningxia-Provinz, angebaut.

Häufige Fragen zu Goji-Beeren-Tee

Sind Goji-Beeren wirklich ein Superfood?
Ja, in dem Sinne, dass Goji-Beeren außergewöhnlich nährstoffreich sind und nachgewiesene gesundheitliche Vorteile haben. Der Begriff „Superfood" ist kein offizieller Begriff, aber Goji-Beeren verdienen die Bezeichnung aufgrund ihres einzigartigen Nährstoffprofils.

Kann ich die aufgequollenen Beeren essen?
Ja, unbedingt! Die aufgequollenen Goji-Beeren nach dem Teetrinken zu essen ist empfehlenswert, da sie noch viele Ballaststoffe, Carotinoide und Polysaccharide enthalten, die im Tee nicht vollständig gelöst wurden.

Wie viele Goji-Beeren pro Tag sind sinnvoll?
Zehn bis dreißig Gramm täglich (etwa eine bis drei Esslöffel) gelten als sinnvolle Menge für gesundheitliche Vorteile. Mehr ist nicht unbedingt besser und kann bei manchen Menschen Verdauungsbeschwerden verursachen.

Wechselwirken Goji-Beeren mit Medikamenten?
Ja – Goji-Beeren können die Wirkung von Blutverdünnern (Warfarin/Marcumar) und Diabetesmedikamenten verstärken. Bei Einnahme dieser Medikamente unbedingt mit dem Arzt sprechen, bevor Goji-Beeren regelmäßig konsumiert werden.

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