Gabalong


Grüner Tee gehört zu den Klassikern unter den Tees mit besonders gutem Ruf für unsere Gesundheit. Und die Bandbreite ist überraschend groß. Allein unter den aus Japan stammenden Sorten, gibt es zum Teil erstaunlich große Unterschiede. Grüner Tee ist wirklich nicht gleich grüner Tee. Eine bei uns kaum bekannte Besonderheit etwa ist die Sorte Gabalong, die Dank eines speziellen Herstellungsverfahrens mit ganz besonderen Inhaltsstoffen überzeugt.

Gabalong - Grüner Tee aus Japan

Inhaltsstoffe

Die Art der Inhaltsstoffe weicht beim Gabalong nicht von der anderer grüner Tees ab, lediglich in der Konzentration der Gamma-Aminosäuren gibt es erhebliche Unterschiede. Dank eines speziellen Herstellungsverfahrens werden diese besonderen Aminosäuren in den Teeblättern angereichert und können so später im Aufguss ihre volle Wirkung entfalten. Vor allem bei Bluthochdruck machen sich positive Effekte bemerkbar. So ist es kein Wunder, dass Gabalong in Japan schon lange als Gesundheitstrank bei diesem Problem gilt. Und auch bei uns könnte der Gabalong deshalb schnell an Beliebtheit gewinnen. Bluthochdruck ist in unserer westlichen Gesellschaft ein zunehmend gesundheitliches Problem unter dem nicht gerade wenige Menschen leiden, die Folgen können erhebliche Einschränkungen in der Lebensqualität sein.

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Anbaugebiete

Der Tee Gabalong wird in Japan in einem sehr eingegrenzten kleinen Gebiet angebaut. In der Region Shizuoka, in der Nähe von Osaka wachsen die Teesträucher in einer Höhe von 100 – 150 Meter. Dort finden sie ideale Bedingungen. In anderen Teilen Japans und in China spielt die Produktion dieser Teespezialität allerdings keine Rolle. Die Produktion unterscheidet sich in einigen Schritten doch erheblich von anderen Sorten des grünen Tees, weshalb sich die Herstellung des Gabalong nur lohnt, wenn man sich darauf spezialisiert hat. Weisser Tee ist damit nicht zu verwechseln.

Herstellung

Die Besonderheiten bei der Herstellung von Gabalongtee beginnen schon bei der Wahl der Blätter. Es werden nur Blätter einer speziellen Art des Teestrauches verwendet, die vor allem durch ihr tannennadelförmiges Aussehen auffallen. Die tief dunkelgrüne, fast schwarze Färbung dieser Blätter, verleiht auch dem Tee später ein saftiges grün. Die Blätter werden besonders schonend geerntet und im Anschluss sehr aufwändig für etwa 10 bis 14 Stunden unter Stickstoff gelagert. So soll verhindert werden, dass die Blätter oxidieren. Ursprünglich hatte man mit dem Stickstoff beabsichtigt, den Tee länger haltbar zu machen. Wie sich jedoch herausstellte, ist dieser Produktionsschritt zwar für den Hersteller recht aufwändige, für die Blätter jedoch sehr schonend. Nachdem dann auch noch festgestellt wurde, dass sich so die Konzentration der Gamma-Aminosäuren erhöhen lässt, war man von diesem neuen Verfahren überzeugt. Da trotz allem keine Massen an Gabalong produziert werden, wird der Tee in Japan überwiegend in Apotheken und Drogerien angeboten. Frisch gebrüht ist der Tee besonders weich im Geschmack.

Fazit

Gabalong-Tee ist ein gutes Beispiel dafür, dass Grüntee weitaus mehr sein kann, als Genuss pur und dass es häufig Alternativen zu schwarzem Tee, weißem Tee, Kaffee und sogar Medikamenten gibt. Bleibt nur die Frage, ob sich diese Sorte auch bei uns durchsetzen wird. Sie ist aufwendig in der Produktion und dadurch etwas teurer. Fest steht, eine Tasse dieses Tees ist purer Genuss und eine Besonderheit.

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Bildnachweis: Gabalong – © ulga – Fotolia.com

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