"Träne der Isis" ist ein sehr klangvoller und hoch bedeutungsvoller Name für eine Heilpflanze. Er wurde ihr von den alten Ägyptern verliehen, die dieses Kraut allerdings nicht wegen seiner Wirkung einsetzten, sondern es bei Zeremonien als Kopfschmuck trugen und damit ansehen erregten. Die Römer dagegen nutzten diese Pflanze besonders gerne um die Wundheilung zu unterstützen. Da zu dieser Zeit entsprechende Wunden meist von Eisenwaffen verursacht wurden, nannten sie es schließlich "Eisenkraut" und diesen Name hat die Pflanze bis heute auch in unseren Breitengraden behalten. Zwar gibt es Gott sei Dank keine Verletzungen durch Kampfwunden mehr zu heilen, dennoch möchte man in manchen Situationen nicht unbedingt zum Arzt rennen. Heutzutage lässt sich der echte Eisenkraut Zuhause fast im jeden Garten finden und wird deswegen auch noch in unserer Zeit als Bestandteil verschiedener häuslicher Medikamente verwendet.

Inhaltsstoffe

Zu den interessanten und bedeutenden Inhaltsstoffen des Eisenkrauts gehören vor allem ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe, ebenso wie Gerb- und Kieselsäure. Auch Glykoside und Schleim müssen in diesem Zusammenhang genannt werden und Verbenalin sowie Verbenin erinnern an den lateinischen Namen Verbena officinalis. Dank dieser Wirkstoffkombination hilft Eisenkrauttee bei Grippe, Atemwegserkrankungen, Husten, Beschwerden des Verdauungssystems durch Viren, bei Stoffwechselproblemen, Blutarmut und auch bei Erkrankungen der Harnorgane sowie der Gicht Erkrankung. Auch in der Frauenheilkunde und beim Thema Diät wirkt echtes Eisenkraut manchmal wahre Wunder und wird dort gerne eingesetzt, gleiches gilt für Probleme des Nervensystems und selbst die Haut kann vom Eisenkraut profitieren. So gut reicht das Wirkungsspektrum dieser Heilpflanze tatsächlich für verschiedene Symptome von A wie Augenentzündung bis hin zu Z wie Zyklusregulierend was auch durch verschiedene Experten durch Studien bekannt gemacht worden ist.

Anbaugebiete

Das Eisenkraut verbena zählt zu den sogenannten "invasiven Pflanzen", d.h. selbst, wenn sie irgendwo ihrem Ursprung nach nicht heimisch ist, etabliert sie sich trotzdem sehr schnell. So kommt es, dass wenn man mit dem Auto auf reisen geht, das Eisenkraut tatsächlich weltweit in allen gemäßigten und tropischen Regionen anzutreffen ist, sei es als griechischer Bergtee oder als argentinisches Eisenkraut. Des weiteren ist Eisenkraut ziemlich stabil gegen schlechtes Wetter, weswegen einige Sorten auch während einem hartnäckigen Winter ohne Probleme bestehen bleiben können. So lange es sich um schwach saure und möglichst sandige Böden handelt, die eine große Bandbreite an Nährstoffen zu bieten haben, wächst das Eisenkraut an allen sonnigen und dennoch geschützten Standorten. Um absolut perfekte Bedingungen handelt es sich dann, wenn in den Sommermonaten auch noch ausreichend Wasser für die Pflanze zur Verfügung steht. Diese weite Verbreitung und die Tatsache, dass Eisenkraut heutzutage nur recht selten noch als Heilpflanze Verwendung findet, sind die Ursache, weshalb es keinerlei wirtschaftliche angelegte Felder gibt.

Herstellung

Echtes Eisenkraut, das als Tee verwendet werden soll, sammelt man die Blüten und Blätter im Juli und August und nutzt es entweder gleich frisch ohne es zu bearbeiten oder trocknet es erst noch sorgfältig. Etwa fünf Minuten Ziehdauer sind bereits völlig ausreichend. In alten Büchern wird immer wieder darauf hingewiesen, dass der Tee seine Wirkung gesundheits technisch am effektivsten entfalten kann, wenn er mit der richtigen Dosierung in kleinen Schlucken getrunken wird.

Fazit

Zugegeben, der Name Eisenkraut mag vielleicht etwas abschreckend wirken. Träne der Isis klingt da tatsächlich wesentlich mystischer und wirkt zugleich einladender. Ein weiterer Name dieser Pflanze ist Druidenkraut. In jedem Buch oder online Lexikon lassen sich andere Namen für diese Pflanze finden, aber am beliebtesten ist immer noch der Name Eisenkraut. Sein Ursprung liegt in der Zeit der Kelten, als die Heilkräuter des Eisenkrauts in den Tempel bei Reinigungsriten eingesetzt wurde. Wer diesen Tee des öfteren in seinem Heim Garten oder in seiner Freizeit entdeckt könnte sich auch mal überlegen ob dieser Tee nicht auch was für den Lifestyle wäre, vor allem wenn man seine Gesundheit fördern möchte. Egal, wie man diese Pflanze auch nennen mag, fest steht, dass die Wirkstoffe schon seit Jahrhunderten als Heilmittel zum Einsatz kam. Schon allein deswegen wäre es schade, wenn dieser Tee in der Pflanzenheilkunde in Vergessenheit geraten würde.Bildnachweis: Eisenkraut Tee © Heike Rau - Fotolia.com

Zubereitung von Eisenkraut-Tee

Eisenkraut, auch Verbene oder Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis) genannt, ist ein aromatisches Heilkraut mit einem milden, leicht zitronigen Geschmack. Es sollte nicht mit der Zitronenverbene (Aloysia citrodora) verwechselt werden, die intensiver duftet und nicht dieselben Heilwirkungen hat. Für einen Eisenkraut-Tee werden zwei bis drei Teelöffel des frischen oder getrockneten Krauts pro Tasse verwendet. Das Kraut wird mit frisch gekochthem, auf 90 Grad abgekühltem Wasser übergossen und acht bis zehn Minuten ziehen gelassen. Der Tee hat einen milden, leicht bitter-aromatischen Geschmack mit einer feinen herben Note. Er kann mit Honig gesüßt und mit Zitronenscheiben verfeinert werden. Eisenkraut passt gut zu anderen Heilkräutern wie Melisse, Kamille oder Schafgarbe. Als Gurgellösung bei Mundschleimhauterkrankungen wird Eisenkraut-Tee etwas stärker aufgebrüht. Als Kompresse bei entzündeten Stellen kann er äußerlich angewendet werden. Für therapeutische Zwecke werden drei Tassen täglich über mehrere Wochen empfohlen.

Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Eisenkraut-Tee

Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis) enthält verschiedene bioaktive Verbindungen, darunter Iridoidglykoside (Aucubin, Verbenalin), Flavonoide, Gerbstoffe und ätherische Öle. Diese Verbindungen verleihen dem Eisenkraut seine vielfältigen Heilwirkungen. Als ausgezeichnetes Tonikum wirkt Eisenkraut stärkend auf das Nervensystem und kann bei Erschöpfung, nervöser Schwäche und Stressfolgen helfen. Die nervenstärkende Wirkung ist gut in der Volksmedizin belegt. Bei Leberbeschwerden wirkt Eisenkraut leicht galletreibend und unterstützt die Leberfunktion. Die Gerbstoffe und Iridoidglykoside wirken entzündungshemmend auf Schleimhäute, was Eisenkraut zu einem Mittel bei Halsentzündungen, Rachenkatarrh und Mundschleimhautproblemen macht. Darüber hinaus wird Eisenkraut eine krampflösende Wirkung auf die Gebärmutter zugeschrieben, was es historisch als Mittel zur Regulierung des Menstruationszyklus bekannt machte. Die Entzündungshemmung wirkt auch positiv auf Gelenke und kann bei rheumatischen Beschwerden unterstützend eingesetzt werden.

Geschichte und Herkunft des Eisenkrauts

Eisenkraut (Verbena officinalis) hat eine reiche Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. In der römischen Kultur galt Eisenkraut als heilige Pflanze, die für Reinigungsrituale, bei Opferzeremonien und als Schutzamulett verwendet wurde. Priester der Göttin Diana trugen Eisenkraut bei sich. Die Druiden der Kelten verwendeten es als Zauberpflanze und Heilmittel. Im Mittelalter war Eisenkraut in Europa eines der bedeutendsten Heilkräuter – es wurde gegen Fieber, Wunden, Schlangenbisse, Gicht und Epilepsie eingesetzt. Der Name „Eisenkraut" soll auf die Verwendung zum Schärfen und Stärken von Metall (Eisen) zurückgehen oder auf seine Nutzung bei Fiebererkrankungen, die man mit Eisen (Mars) in Verbindung brachte. Hildegard von Bingen und Albertus Magnus beschrieben seine Heilwirkungen in ihren Werken. Heute findet Eisenkraut vor allem in der Naturheilkunde Verwendung und ist in der klassischen Schulmedizin weniger bekannt.

Häufige Fragen zu Eisenkraut-Tee

Was ist der Unterschied zwischen Eisenkraut und Zitronenverbene?
Das Echte Eisenkraut (Verbena officinalis) ist die medizinisch relevante Art mit milderem Aroma. Zitronenverbene (Aloysia citrodora) hat ein intensiveres, zitroniges Aroma und wird vor allem als Kräutertee und in der Küche verwendet, hat aber weniger medizinische Bedeutung.

Wann sollte ich Eisenkraut-Tee nicht trinken?
In der Schwangerschaft sollte Eisenkraut gemieden werden, da es die Gebärmutter stimulieren kann. Bei Schilddrüsenerkrankungen ist ebenfalls Vorsicht geboten, da Iridoidglykoside die Schilddrüsenfunktion beeinflussen können.

Kann Eisenkraut bei Nervosität helfen?
Ja, Eisenkraut gilt als nervenstärkendes und -ausgleichendes Tonikum. Es hilft weniger bei akuter Nervosität (wie Baldrian) als bei chronischer Erschöpfung und nervöser Schwäche.

Wo bekomme ich Eisenkraut?
Eisenkraut ist in Apotheken, Reformhäusern und gut sortierten Kräutershops erhältlich. Im Garten lässt es sich leicht selbst anbauen – es ist anspruchslos und wächst auf sonnigen, gut durchlässigen Standorten gut.

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