Darjeeling – Grüntee aus dem Himalaya


Darjeeling ist neben Assam die zweite große und bedeutende Teesorte aus Indien. Und ebenso wie der Assam, ist auch der Darjeeling nicht nur in der bei uns so bekannten und beliebten Version als schwarzer, sondern auch als grüner Tee zu haben. Dabei vereinen sich die hohe Qualität und der ausgezeichnete Geschmack eines Darjeeling mit den Vorzügen eines grünen Tees.

Die bedeutende Teesorte aus Indien gibt es nicht nur als schwarzen Tee, sondern auch als grünen Tee und garantiert damit einen vollmundigen Geschmack.

Inhaltsstoffe

Da der grüne Darjeeling von denselben Teesträuchern stammt, wie der schwarze, gibt es selbstverständlich bei den Inhaltsstoffen prinzipiell keine großen Unterschiede. Lediglich der unterschiedliche Herstellungsprozess führt zu abweichenden Enzymkonzentrationen und höheren Mengen an Bitter- und Gerbstoffen.

Anbaugebiete

Selbstverständlich verdankt auch der grüne Darjeeling seinen Namen der gleichnamigen indischen Stadt und der Region darum herum. Am Fuße des Himalaya herrschen perfekte klimatische Bedingungen für eine hervorragende Teequalität.

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Hier erstrecken sich über Kilometer hinweg sanft geformte, in ein saftiges Grün getauchte Hügel, ein Teegarten reiht sich an den nächsten. Von der Gesamtmenge, die jedes Jahr geerntet wird, wird zwar nur ein verschwindend geringer Teil zu grünem Tee verarbeitet. Die Menge nimmt jedoch dank der steigenden Nachfrage stetig zu.

Herstellung

Der grüne Darjeeling wird gemäß der traditionellen Produktionsweise für grüne Tees, hergestellt. Dabei wird um die Oxidation nach dem Trocknen und Rollen zu unterbinden, meist, wie in der Regel in Japan üblich, Dampf verwendet.

Bei der Zubereitung des grünen Darjeeling sollte man unbedingt größte Sorgfalt auf die Wassertemperatur legen. Ist das Wasser heißer als 80°C, wird der Tee schnell ungenießbar bitter. Je nach persönlichen Vorlieben sind teilweise noch niedrigere Temperaturen und stattdessen etwas längere Ziehzeiten bevorzugt. Das Süßen des Tees wäre schade, da sein Geschmack und das Aroma etwas verloren gehen könnten.

Fazit

Der Name Darjeeling steht bei wie sonst wohl nur noch Assam, für schwarzen Tee. Dabei hat dieser Tee noch so viel mehr zu bieten. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Darjeeling auch einmal in der grünen Version zu probieren und seinen einzigartigen Charakter zu genießen. Dabei ist der First Flush sehr hell und überrascht mit einer unbeschwerten Leichtigkeit. Der Second Flush dagegen ist wesentlich kräftiger und überzeigt bereits mit der für Darjeeling so charakteristischen Musactel-Note in Geschmack und Aroma.

Sicher birgt es auch immer ein Risiko, altbewährtes und beliebtes zu verändern. Aber in manchen Fällen führt die Kombination von zwei beliebten und geschätzten Dingen, in diesem Fall Darjeeling und grüner Tee, zu einer Bereicherung. Darjeeling aus dem Himalaja wird es sicher immer als schwarzen Tee im Handel geben, aber auch als grüner Tee hat er seine Daseinsberechtigung. Und wenn die Qualität und der Geschmack in der einen Version überzeugen, also als schwarzer Tee – warum dann nicht auch in der anderen?

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Bildnachweis: Darjeeling © darknightsky – Fotolia.com

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