Der Yuncui, mitunter auch Yun Cui geschrieben, zählt zu den echten Besonderheiten unter den chinesischen Grüntees. Denn er gehört zu den wenigen Sorten, die bis heute ausschließlich von Hand gefertigt werden, vom Pflücken bis zum Verpacken. Das bedeutet kleine Mengen, höhere Preise und einen eigenen Reiz. Hier lesen Sie, was Yuncui ausmacht, woher er stammt und wie Sie ihn zubereiten.
| Pflanze/Basis | Camellia sinensis, handgefertigter Grüntee |
|---|---|
| Koffeingehalt | mild, wie bei Grüntee üblich |
| Geschmacksprofil | fein, ausgewogen, fruchtige Pfirsichnote, leicht milchig |
| Wassertemperatur | ca. 70-80 °C, nicht kochend |
| Ziehzeit | kurz, 1-3 Minuten |
| Dosierung | ca. 2-3 g pro 200 ml |
| Aufgüsse | mehrere Aufgüsse möglich |
| Herkunft | Provinzen Jiangxi und Hubei (China) |
Ein handgefertigter Grüntee
Während viele Tees heute maschinell verarbeitet werden, entsteht der Yuncui nach wie vor in mühevoller Handarbeit. Begonnen bei der Ernte bis hin zum Verpacken gibt es keinen Schritt, der von Maschinen übernommen wird. Blatt für Blatt wird von den Teebauern von Hand gerollt.
Diese traditionelle Fertigung ist aufwendig und zeitintensiv, verleiht dem Tee jedoch eine Qualität und Sorgfalt, die sich im fertigen Produkt widerspiegelt. In ihm lebt ein altes Handwerk fort, das in Zeiten der Maschinen selten geworden ist, ähnlich wie beim ebenfalls aufwendig gerollten Pi Lo Chun.
Herkunft und Anbau
Yuncui wird in zwei Provinzen Chinas angebaut: in Jiangxi oder im nordwestlich angrenzenden Hubei. Hin und wieder findet man die Angabe, dass der Tee im berühmten Wokou-Garten kultiviert wurde, einem der ersten chinesischen Teegärten, die ausschließlich biologisch produzieren.
In Jiangxi liegen die Teegärten in oder nahe dem Landschaftsschutzgebiet Da Zhang Shan, was für besonders natürliche und schadstoffarme Wachstumsbedingungen in bester Bio-Qualität spricht. Solche geschützten Lagen prägen den Charakter, ähnlich wie bei anderen chinesischen Spitzentees, etwa dem Lung Ching.
Warum Handarbeit den Unterschied macht
Bei der Verarbeitung von Hand kann der Teemacher auf jedes Detail eingehen. Er spürt die Beschaffenheit der Blätter und passt seine Arbeit feinfühlig an, eine Aufmerksamkeit, die sich kaum maschinell ersetzen lässt. Das Ergebnis ist ein Tee, in dem das Können und die Erfahrung des Herstellers spürbar werden.
Weil die Handfertigung so aufwendig ist, lässt sich Yuncui nur in begrenzten Mengen herstellen, was ihn selten und kostbar macht. Der höhere Preis spiegelt den großen Aufwand und die hohe Qualität wider. Wer einen so gefertigten Tee kauft, würdigt zugleich die Arbeit der Menschen dahinter, ähnlich wie beim handgefertigten Tian Mu Quing Ding.
Aroma und Geschmack
Der Yuncui besticht durch ein feines, ausgewogenes Aroma mit angenehmer Frische, während Bitterstoffe dezent in den Hintergrund treten. Sein Geschmack wird oft als weich und harmonisch beschrieben, im Aromaspektrum zeigt sich sowohl eine fruchtige Pfirsichnote als auch ein leicht milchiger Eindruck mit einer feinen Schärfe.
Diese Balance macht ihn besonders für Einsteiger interessant, die das Feine zu schätzen wissen. Durch die Handfertigung erhalten die Blätter zudem eine gleichmäßige, ansprechende Form, schon das Aussehen verrät die sorgfältige Verarbeitung, ähnlich wie beim Li Zi Xiang.
Die richtige Zubereitung
Wie bei den meisten Grüntees sollte das Wasser für den Yuncui nicht kochen, sondern etwas abgekühlt sein, etwa 70 bis 80 Grad. So bleiben die feinen Aromen erhalten, und eine kurze Ziehzeit verhindert unnötige Bitterkeit. Andernfalls würden die Gerbstoffe den Aufguss ungenießbar machen.
Ein guter Grüntee wie der Yuncui lässt sich häufig mehrmals aufgießen, wobei sich das Aroma von Aufguss zu Aufguss auf reizvolle Weise verändert. So wird aus einer Portion ein kleines Geschmackserlebnis, ähnlich wie beim mehrfach aufgießbaren Mecha.
Lagern und bewusst genießen
Damit der feine Grüntee sein Aroma behält, sollte er trocken, kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Ein luftdichter Behälter hält fremde Gerüche fern. Gerade bei einem so kostbaren Tee lohnt sich die sorgfältige Aufbewahrung besonders.
Wegen seiner Seltenheit und Handarbeit eignet sich der Yuncui hervorragend als Geschenk für Teeliebhaber. Er lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, denn seine feinen Nuancen entfalten sich am besten in einem ruhigen Moment. Wer das Besondere sucht, erlebt mit ihm ein Stück lebendige Teetradition, wie sie auch der Matcha verkörpert.
Häufige Fragen
Was ist Yuncui?
Ein chinesischer Grüntee aus den Provinzen Jiangxi und Hubei, der zu den wenigen Sorten gehört, die bis heute ausschließlich von Hand gefertigt werden.
Warum ist Yuncui teurer?
Die aufwendige Handfertigung erlaubt nur kleine Mengen. Der höhere Preis spiegelt den großen Aufwand und die Qualität wider.
Wie schmeckt Yuncui?
Fein, ausgewogen und frisch, mit einer fruchtigen Pfirsichnote und einem leicht milchigen Eindruck samt feiner Schärfe. Die Bitterkeit bleibt zurückhaltend.
Wie bereite ich Yuncui zu?
Mit nicht kochendem, auf etwa 70 bis 80 Grad abgekühltem Wasser und kurzer Ziehzeit, damit die feinen Aromen erhalten bleiben und keine Bitterstoffe austreten.
Kann man Yuncui mehrfach aufgießen?
Ja, wie viele gute Grüntees lässt er sich mehrmals aufgießen, wobei sich das Aroma jeweils auf reizvolle Weise verändert.
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