Der Yuncui oder auch Yun cui ist wohl schon alleine deshalb eine absolute Besonderheit und Spezialität unter den Grüntees, weil er als einer der wenigen Sorten bis heute ausschließlich von Hand gefertigt wird. Das bedeutet kleinere Mengen und auch höhere Preise. Die werden aber auf Dauer nur bezahlt, wenn es die Sache auch wirklich wert ist. Schließlich gibt es so eine große Fülle an Grüntee-Sorten, da kommt es hart ausgedrückt, auf eine Sorte mehr oder weniger nicht an. In China schätzt man diese alte Tee-Sorte besonders.

Inhaltsstoffe

Bei einem Blick auf die Inhaltsstoffe fallen einem keine großen Besonderheiten ins Auge. Neben Koffein sind auch ein den Blättern des Yuncui zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die unser Immunsystem unterstützen, das Verdauungssystem anregen und auch den Geist beleben. davon abgesehen muss man auch bei der Zubereitung dieser Sorte darauf achten, dass weder das Wasser zu heiß, noch die Ziehdauer zu lange ist, da sonst die Gerbstoffe den kompletten Aufguss ungenießbar machen würden.

Anbaugebiete

Yuncui wird in zwei Provinzen Chinas angebaut. So kommt er entweder aus Jiangxi, oder aus Hubei, das nordwestlich an Jiangxi angrenzt. Man findet hin und wieder auch die Angabe, dass der Tee in dem berühmten Wokou-Garten kultiviert wurde. Dabei handelt es sich um einen der ersten Tee-Gärten Chinas, die ausschließlich biologisch produzieren. In der Provinz Jiangxi sind die Teegräten allesamt entweder direkt in, oder zumindest in unmittelbarer Nähe des Landschaftsschutzgebietes Da Zhang Shan angesiedelt. Dies spricht für besonders natürliche und schadstoffarme Wachstumsbedingungen für den Tee in bester Bio-Qualität. Davon abgesehen gibt es aber keinerlei Besonderheiten, was die Anbaumethoden oder -orte bezüglich des Yuncui in China betrifft.

Herstellung

Was die einzelnen Produktionsschritte betrifft, handelt es sich beidem Tee Yuncui um einen absolut durchschnittlichen Grüntee. Das Besondere dabei ist jedoch die Tatsache, dass dieser Sorte trotz allen technischen Fortschritts und aller Modernisierung, die auch in die Methoden der Teeherstellung längst Einzug gehalten hat, immer noch um reine Handarbeit handelt. Begonnen bei der Ernte der Blätter bis hin zum Verpacken des fertigen Tees, es gibt keinen Entwicklungsschritt der auch nur teilweise von Maschinen übernommen wird. So wird Blatt für Blatt von den Teebauern von Hand gerollt, was den Tee so kostbar macht. Diese hohe Sorgfalt, die Liebe zum Tee, das handwerkliche Geschick und nicht zu Letzt die Jahrhunderte lange Erfahrung der chinesischen Teeproduzenten spürt man beim Genuss jeder einzelnen Tasse.

Fazit

Der Yuncui ist einer der grünen Tees, die vor allem für Einsteiger ganz besonders empfohlen werden. Er bietet in seinem Aromaspektrum sowohl eine fruchtige Pfirsichnote, als auch einen leicht milchigen Geschmack, dem trotzdem eine gewisse Schärfe nicht fehlt. Yuncui hat also dem Teeliebhaber viel zu bieten. Weißer Tee und Schwarzer Tee daneben, für alle die den grünen Tee nicht mögen, sind natürlich auch als Einsteiger-Tees geeignet, nur sind sie nicht so besonders wie Yuncui aus China.Bildnachweis: Yuncui© Carmen Steiner - Fotolia.com

Yuncui Tee zubereiten – Feines Aroma richtig entfalten

Yuncui ist ein chinesischer Grüntee aus der Provinz Yunnan, der für seine außergewöhnliche Qualität und sein frisches, lebhaftes Aroma bekannt ist. Der Name „Yuncui" bedeutet so viel wie „Jadegrün aus Yunnan" – eine Anspielung auf die intensiv grüne Farbe der frisch verarbeiteten Teeblätter und die Herkunft aus der Teeprovvinz Yunnan.

Für die Zubereitung von Yuncui-Tee ist besonders wichtig, die richtige Wassertemperatur einzuhalten. Die zarten Grünteeblätter sollten mit Wasser von maximal 75 bis 80 Grad Celsius übergossen werden. Zu heißes Wasser würde die wertvollen Catechine zerstören und gleichzeitig Bitterstoffe freisetzen, die den feinen Geschmack des Tees beeinträchtigen. Als Faustregel: Wasser zum Kochen bringen, dann 5 Minuten abkühlen lassen.

Die Teemenge beträgt etwa 2 bis 3 Gramm pro 200 ml Wasser. Die Ziehzeit sollte 2 bis 3 Minuten betragen. Yuncui lässt sich, wie viele hochwertige Grüntees, mehrfach aufbrühen – in der Regel zwei bis drei Aufgüsse sind möglich, wobei die Ziehzeit mit jedem Aufguss leicht erhöht werden kann.

Am besten genießt man Yuncui ohne Milch, Zucker oder andere Zusätze, um das natürliche Aroma vollständig erleben zu können. Klares, weiches Wasser – vorzugsweise gefiltertes Wasser oder stilles Quellwasser – ist ideal für die Zubereitung.

Gesundheitliche Wirkung und Inhaltsstoffe von Yuncui

Als Grüntee aus Yunnan profitiert Yuncui von den besonderen Bodenbedingungen und dem Klima der Region. Die Teepflanzen wachsen in Höhenlagen zwischen 1500 und 2500 Metern, was zu einer langsamen Entwicklung der Blätter führt und die Konzentration an Aromastoffen und gesundheitlich wirksamen Substanzen erhöht.

Yuncui enthält eine reiche Auswahl an Polyphenolen, insbesondere Catechine wie EGCG (Epigallocatechingallat). Diese Antioxidantien sind für ihre starke freiradikal-neutralisierende Wirkung bekannt und tragen zur Prävention von Zellschäden bei, die mit altersbedingten Erkrankungen und Krebs in Verbindung gebracht werden. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass regelmäßiger Grünteekonsum mit einem verringerten Risiko für bestimmte Krebsarten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen assoziiert ist.

Die L-Theanin-Aminosäure in Yuncui fördert die mentale Klarheit und Konzentration, ohne den Körper zu überreizen. In Kombination mit dem natürlichen Koffeingehalt ergibt sich ein ausgewogenes Stimulations- und Entspannungsprofil. Viele Grüntee-Liebhaber beschreiben den Zustand nach dem Genuss von hochwertigem Grüntee als „entspannte Wachheit" oder „ruhige Konzentration".

Yuncui liefert zudem Vitamine (besonders Vitamin C und E), Mineralien (Kalium, Calcium, Magnesium) und Spurenelemente. Diese Inhaltsstoffe tragen zur allgemeinen Gesunderhaltung bei und unterstützen das Immunsystem.

Herkunft und Teebaugebiet Yunnan

Yunnan gilt als eine der Ursprungsregionen des Tees überhaupt. Botaniker und Teewissenschaftler sind überzeugt, dass die Teepflanze Camellia sinensis in den Regenwäldern Yunnans ihren Ursprung hat. Dort wachsen noch heute uralte Teebäume, manche davon über 1000 Jahre alt, die zu den wertvollsten Teepflanzen der Welt zählen.

Die geografischen Bedingungen Yunnans sind ideal für den Teeanbau: Die Kombination aus hoher Feuchtigkeit, nährstoffreichen Böden, großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht sowie dem milden Subtropikalklima sorgt für eine besondere Qualität der dort angebauten Tees. Neben Grüntees wie dem Yuncui ist Yunnan vor allem für den Pu-Erh-Tee bekannt, einen fermentierten Tee, der weltweit einzigartig ist.

Der Teeanbau in Yunnan hat eine Geschichte von mehreren tausend Jahren. Die lokalen Völker – darunter die Dai, Hani und Yi – haben über Generationen hinweg Teewissen und Verarbeitungsmethoden entwickelt und bewahrt. Heute ist Yunnan eine der wichtigsten Teeproduktionsregionen Chinas und liefert Tees in alle Welt.

Häufige Fragen zu Yuncui (FAQ)

Was unterscheidet Yuncui von anderen Grüntees?
Yuncui stammt aus dem Hochland Yunnans und besticht durch sein frisches, leicht florales Aroma und eine besondere Reinheit im Geschmack. Die Anbaubedingungen in Yunnan verleihen dem Tee ein charakteristisches Profil.

Wie oft kann ich Yuncui aufbrühen?
Yuncui lässt sich 2 bis 3 Mal aufbrühen. Die Ziehzeit kann bei jedem Aufguss leicht verlängert werden.

Enthält Yuncui Koffein?
Ja, wie alle echten Grüntees enthält Yuncui Koffein, jedoch weniger als Schwarztee oder Oolong.

Ist Yuncui für Teeeinsteiger geeignet?
Ja, Yuncui hat ein angenehm mildes Aroma, das auch für Menschen, die noch keine Grüntee-Erfahrung haben, zugänglich ist.

Wie bewahre ich Yuncui auf?
Kühl, dunkel und luftdicht in einer Teedose aufbewahren. Fernhalten von Gerüchen, da Grüntee Aromen aufnimmt.

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