Was ist drin?
Die Mischungen der jeweiligen Hersteller mögen einerseits stark variieren, allerdings gibt es auch einige Zutaten, die bei allen Tees gleichermaßen Verwendung finden. Mit an erster Stelle steht dabei wohl die Brennnessel. Da sie entwässernd wirkt, ist sie ein idealer Begleiter beim Fasten. Pfefferminze, Brombeerblätter und Kamille kommen ebenso gerne zum Einsatz. Apfelstücke, Hagebutten, Lemongras und zum Teil auch Rotbuschtee sollen in erster Linie das Aroma abrunden. Die Liste der möglichen Zutaten ist länger als die Liste der Hersteller, die einen speziellen Fastentee im Angebot führen. Meist kommt es dabei auch einfach auf den individuellen Geschmack des Konsumenten an. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Teemischung nach Möglichkeit keinerlei Koffein enthält. Beim richtigen Fasten wird für einige Tage gänzlich auf Essen verzichtet und nur Wasser oder Tee getrunken. Zuviel Koffein könnte sich dabei negativ auf den Kreislauf auswirken. Und schwarzer Tee wirkt teilweise auch etwas stopfend, ein absolut unerwünschter Effekt, wenn man doch eigentlich den Körper entgiften und entschlacken möchte. Ein gründlicher Blick auf die Zutatenliste lohnt sich also immer, bevor man sich einen Tee als Begleiter für eine Fastenkur aussucht. Hat man die richtige Wahl getroffen, kann der Tee das Vorhaben ganz sicher im Wesentlichen unterstützen.Fazit
Kräutertees werden meist als Medizin eingesetzt, teilweise stehen sie in den Läden nicht im Teeregal, sondern bei den Nahrungsergänzungsmitteln. Einige Kräutermischungen sind sogar ausschließlich in Apotheken zu haben. Es dürfte also keinen Zweifel geben, dass man mit einer feinen Tasse Kräutertee, der geschickt aus verschiedenen, geeigneten Kräutern zusammengestellt wurde, seine Fastenkur unterstützen kann. Wenn beispielsweise das Hungergefühl durch die Wirkung des Tees gedämpft wird, fällt es leichter, durchzuhalten. Wenn das Verdauungssystem angeregt wird, kann das komplette Verdauungssystem gründlich gereinigt und geleert werden. Wenn dann vielleicht sogar noch die Psyche unterstützt wird, kann gar nichts mehr schief gehen. Bildnachweis: Fastentee © FotoLyriX - Fotolia.comZubereitung und Empfehlung
Für die optimale Zubereitung von Fastentee empfiehlt es sich, einen bis zwei Teelöffel der Teemischung mit 250 ml frisch gekochtem Wasser zu übergießen. Je nach Zusammensetzung der Mischung variiert die empfohlene Ziehzeit zwischen fünf und zehn Minuten.
Teemischungen sind häufig so komponiert, dass sich die Aromen der einzelnen Zutaten gegenseitig ergänzen und verstärken. Die richtige Ziehzeit ist dabei entscheidend: Zu kurz, und die tieferen Aromen entfalten sich nicht vollständig; zu lang, und die Balance der Mischung kann durch dominante Einzelnoten gestört werden.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Fruchtetee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu chinesische Teekultur.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Fastentee sollte wie alle Teemischungen kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Eine luftdichte Teedose schützt vor Feuchtigkeit und Fremdgerüchen und bewahrt das Aroma für zwölf bis achtzehn Monate.
Achten Sie beim Kauf auf die Qualität der einzelnen Zutaten. Hochwertige Teemischungen verwenden ganze oder nur leicht gebrochene Blätter, Blüten und Früchte, während minderwertige Produkte oft stark zerkleinerte Reste enthalten.
Zubereitung von Fastentee
Fastentee ist eine Kräuterteemischung, die speziell für die Anwendung während einer Fastenkur oder Reinigungsphase zusammengestellt wurde. Die typischen Zutaten eines Fastentees umfassen Löwenzahnkraut und -wurzel, Brennnessel, Birkenblätter, Schachtelhalm, Pfefferminze und manchmal Sennesblätter. Für die Zubereitung werden ein bis zwei Teelöffel der Mischung pro Tasse mit frisch gekochthem, auf 90 Grad abgekühltem Wasser übergossen und fünf bis zehn Minuten ziehen gelassen. Während einer Fastenkur trinkt man üblicherweise drei bis fünf Tassen täglich, da die ausreichende Flüssigkeitszufuhr beim Fasten besonders wichtig ist. Fastentees werden ungesüßt getrunken, da beim Fasten möglichst wenige Kalorien zugeführt werden sollen. Es gibt verschiedene Varianten: Morgen-Fastentee (mit anregenden Kräutern wie Brennnessel und Löwenzahn), Abend-Fastentee (mit beruhigenden Kräutern und ggf. Sennesblättern als Abführhilfe). Fastentee kann also individuell auf den jeweiligen Fastentag abgestimmt werden.
Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Fastentee
Fastentee verfolgt mehrere Ziele: die Unterstützung der körpereigenen Entgiftungsorgane (Leber, Nieren, Darm), die Durchspülung der Harnwege und die Förderung der Darmaktivität. Löwenzahn stimuliert die Gallenproduktion und unterstützt die Leberfunktion, was bei der Verarbeitung von Abbaustoffen während des Fastens hilft. Die harntreibenden Eigenschaften von Brennnessel, Birke und Schachtelhalm unterstützen die renale Ausscheidung und helfen, Stoffwechselprodukte effektiver auszuleiten. Brennnessel liefert zudem wertvolle Mineralien wie Eisen, Kalzium und Magnesium, die während des Fastens wichtig sind. Pfefferminze beruhigt den Magen-Darm-Trakt und kann Fastenbeschwerden wie Übelkeit und Magenkrämpfe lindern. Wenn Sennesblätter enthalten sind, wirken diese abführend und unterstützen die Darmreinigung zu Beginn oder Ende einer Fastenkur. Wichtig zu wissen: Fastentee unterstützt eine Fastenkur, ersetzt sie aber nicht – die Wirkung hängt stark vom Gesamtkonzept der Kur ab.
Geschichte und Herkunft des Fastentees
Das Fasten als spirituelle und gesundheitliche Praxis hat eine jahrtausendealte Geschichte, die in nahezu allen Weltkulturen und -religionen vorkommt. In der europäischen Kräutermedizin wurde schon früh erkannt, dass bestimmte Pflanzen die Organe beim Fasten unterstützen können. Klöster waren im Mittelalter nicht nur Orte des spirituellen Fastens, sondern auch Zentren der Kräuterheilkunde. Mönche kombinierten ihr Fastenpraxis mit Kräutertees, die aus Pflanzen der Klostergärten zubereitet wurden. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert gewannen Fastenkuren als Gesundheitsmethode in Europa an Bedeutung, besonders durch Pioniere wie Arnold Ehret, Maximilian Bircher-Benner und später Otto Buchinger. Mit dem wachsenden Interesse an naturheilkundlichen Methoden entstanden auch die ersten kommerziellen Fastentee-Mischungen. Heute sind Fastentees ein etablierter Bestandteil von Detox-Kuren und Fastenwochen und werden in Apotheken, Reformhäusern und online angeboten.
Häufige Fragen zu Fastentee
Kann ich Fastentee täglich und dauerhaft trinken?
Fastentee ist für die temporäre Anwendung während einer Fastenkur konzipiert. Bei Tees mit Sennesblättern sollte die Anwendung auf wenige Tage begrenzt werden, da Sennesblätter bei Dauergebrauch den Darm träge machen können.
Hilft Fastentee beim Abnehmen?
Fastentee allein bewirkt keine Gewichtsabnahme. Er kann eine Fastenkur oder Ernährungsumstellung unterstützen, indem er die Ausscheidung fördert und die Organe entlastet, ist aber kein Diätmittel.
Welcher Fastentee ist für Anfänger geeignet?
Für Erstfaster sind milde Mischungen ohne Sennesblätter ideal, die hauptsächlich auf harntreibende und leberstützende Kräuter setzen. Fertige Fastentee-Mischungen aus der Apotheke oder dem Reformhaus sind eine gute Orientierung.
Darf ich während des Fastens nur Fastentee trinken?
Nein, Fastentee ergänzt die Flüssigkeitszufuhr während des Fastens, reicht aber nicht als alleinige Flüssigkeit aus. Genügend Wasser (1,5 bis 2 Liter täglich) ist essentiell, dazu können Brühen und andere kalorien-arme Getränke kommen.
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