Früchtetees sind in der kalten Jahreszeit äußerste beliebt. Sie wärmen und liefern zudem wertvolle Vitamine um unser Immunsystem zu unterstützen. Aber auch im Sommer leisten sie gute Dienste. Kalt getrunken bieten sie herrlich fruchtige Erfrischung. Zu den Favoriten in unseren Teeregalen zählt dabei auch Blutorangen Tee. Er überzeugt durch seinen süß-säuerlichen Geschmack, sowohl kalt als auch warm getrunken.

Inhaltsstoffe

Das Orangen und somit auch Blutorangen Vitamin C enthalten, ist gemeinhin bekannt. Doch dank 13 weiterer Vitamine, die uns Orangen liefern, zählt dieses Obst zu den vitaminreichsten Früchten. Auch zahlreiche Mineralstoffe tragen zum Gesundheitsfaktor der Orangen bei. Dieser hoher Wert für unser Immunsystem und unseren Körper ist mit nicht weniger als elf Aromastoffen verpackt. So sind Orangen also nicht nur gesund, sie schmecken auch noch absolut lecker. Süß, mit einer leicht säuerlichen Note, die Erfrischung garantiert und Orangen somit zu ausgezeichneten Durstlöschern macht.

Anbaugebiete

Blutorangen gedeihen am Besten in sonst trockenen Regionen, in denen die Temperatur innerhalb eines Tages relativ großen Schwankungen unterliegt. Vor allem Nachtfrost unterstützt ein gutes Wachstum. So gibt es beispielsweise große Plantagen auf Sizilien, dort vor allem an den fruchtbaren Vulkanhängen des immer noch aktiven Ätna. Diese klimatischen Bedingungen beeinflussen die rote Pigmentierung. Da so mehr Anthocyanin in das Fruchtfleisch und je nach Sorte, auch in die Schale eingelagert wird, erhalten die Orangen ihre tiefrote Färbung.

Herstellung

Für Blutorangen Tee können sowohl Frucht- als auch Schalenstückchen verwendet werden. Wichtig ist nur, dass die Stückchen zum einen nicht zu groß und zum anderen gründlich getrocknet sind. Zu große Stückchen geben zu wenig Geschmacks- und Aromastoffe ab, Restfeuchtigkeit dagegen vermindert die Haltbarkeit, der Tee könnte sogar schimmeln. Gerne werden überwiegend die Schalen verarbeitet. Zum einen trocknen diese schneller, da sie grundsätzlich weniger Wasser enthalten, als das Fruchtfleisch, zum anderen sind die Schalen in aller Regel Abfallprodukte, die so weiter verwertet werden können. Das wertvolle Fruchtfleisch kann dagegen auch etwa zu Saft verarbeitet werden. In Reinform ist Blutorangen Tee allerdings so gut wie nie erhältlich, Meist sind noch Teile von Hagebutte, Hibiskus und Apfel untergemischt. So soll genau die Geschmacks- und Aromamischung, aber auch die Färbung des Aufgusses erreicht werden, die der Verbraucher von dem Namen "Blutorange" erwartet. Aber auch in Grüntee- oder Schwarztee-Mischungen ist Blutorange beigemischt.

Fazit

Blutorangen Tee gehört sicher zu den fruchtigen Teeklassikern, der zu jeder Jahreszeit perfekt passt. Egal ob im Sommer als gekühlter Durstlöscher mit Erfrischungsgarantie, oder im Winter als wärmende Vitaminbombe, Blutorangen Tee scheint uns immer genau das zu liefern, was wir brauchen. Das Sortiment an Teemischungen im Supermarkt ist groß und auch im Internet in Foren spricht man über die Schwester der Orange. Denn ob warm oder heiß getrunken, der frische Geschmack von Blutorangen ist einfach gut.Bildnachweis: Blutorange - © photocrew - Fotolia.com

Blutorangentee zubereiten: Der rote Winterzauber

Blutorangentee ist eine beliebte Früchtetee-Variante, die die intensive Farbe und den süß-herben Geschmack der Blutorange in die Tasse bringt. Als Früchtetee wird er mit vollständig kochendem Wasser (100 Grad Celsius) aufgegossen. Pro Tasse (250 ml) einen Teebeutel oder zwei bis drei Gramm loser Tee verwenden und fünf bis sieben Minuten ziehen lassen. Der Aufguss nimmt eine wunderschöne rubinrote Farbe an, die der Blutorange ihren Namen verdankt. Mit einem Teelöffel Honig süßen und mit einer frischen Blutorangenscheibe servieren.

Für einen festlichen Winterpunsch: Blutorangentee stark aufbrühen, mit frisch gepresstem Blutorangensaft mischen, Zimtstange, Nelken und Sternanis hinzufügen und kurz erhitzen. Als Eistee im Sommer: Konzentriert aufbrühen, abkühlen und mit Eiswürfeln, frischen Blutorangenscheiben und Minze servieren – optisch wie geschmacklich außergewöhnlich. Blutorangentee lässt sich auch hervorragend mit Hibiskus-Tee für eine intensivere Farbe und kräftigere Säure kombinieren.

Inhaltsstoffe: Was die Blutorange so besonders macht

Blutorangen verdanken ihre charakteristische rote Farbe den Anthocyanen – denselben Antioxidantien, die auch Rotkohl, Heidelbeeren und Himbeeren ihre Farbe geben. Anthocyane sind starke Antioxidantien, die in Studien entzündungshemmende Wirkungen, herzschützende Eigenschaften und mögliche anti-karzinogene Effekte gezeigt haben. Im Vergleich zu normalen Orangen haben Blutorangen einen höheren Anthocyan-Gehalt und teilen gleichzeitig alle anderen Vorteile von Orangen: viel Vitamin C, Folsäure, Kalium und Flavonoide wie Hesperidin.

In Blutorangentee aus echten getrockneten Blutorangenstücken oder -schalen gehen diese wertvollen Inhaltsstoffe teilweise in den Aufguss über. Wie bei anderen Früchtetees gilt: Produkte mit echten Früchten (sichtbar an der Zutatenliste) liefern mehr Nährstoffe als solche mit reinen Aromen. Vitamin C ist hitzeempfindlich und geht beim Aufbrühen teilweise verloren, Anthocyane und Flavonoide sind hingegen stabiler.

Häufig gestellte Fragen zu Blutorangentee

Warum ist Blutorange rot?
Die rote Farbe der Blutorange entsteht durch Anthocyane, die sich bei kühlen Temperaturen (unter 15 Grad Celsius) in der Schale und im Fruchtfleisch bilden. Deshalb kommen die intensivsten Blutorangen aus Regionen mit heißen Tagen und kühlen Nächten – typischerweise Sizilien. Orangenbäume, die immer warm stehen, produzieren kaum Anthocyane und bleiben orange.

Enthält Blutorangentee Koffein?
Reiner Blutorangentee als Früchtetee ist koffeinfrei. Varianten auf Schwarztee- oder Grünteebasis enthalten entsprechend Koffein. Beim Kauf die Zutatenliste prüfen.

Ist Blutorangentee besser als normaler Orangentee?
Blutorangentee hat durch die zusätzlichen Anthocyane ein reicheres Nährstoffprofil als normaler Orangentee. Geschmacklich ist er oft intensiver und hat eine angenehme Himbeer-ähnliche Unternote, die normalen Orangen fehlt. Optisch ist er durch die rote Farbe besonders ansprechend.

Zubereitung von Blutorangentee

Blutorangentee ist ein fruchtiger, aromatischer Früchtetee mit der intensiven Farbe und dem unverwechselbaren Aroma der Blutorange. Die charakteristische rote bis tiefviolette Färbung stammt von Anthocyanen, die bei normalen Orangen fehlen. Teemischungen mit Blutorange enthalten typischerweise getrocknete Blutorangenschalen, Hibiskus, Hagebutte, Apfelstücke und natürliches Orangenaroma. Für die Zubereitung werden ein bis zwei Teelöffel der Mischung mit frisch gekochthem Wasser (100 Grad) übergossen und fünf bis sieben Minuten gezogen. Der Tee entwickelt eine tiefrot-orangene Farbe mit einem fruchtig-herben, leicht bitteren Aroma. Mit Honig gesüßt und mit einem Spritzer frischem Zitronensaft verfeinert, kommt der Blutorangencharakter besonders zur Geltung. Als Eistee ist er wegen seiner intensiven Farbe ein echter Blickfang. In der kalten Jahreszeit als heißer Punsch mit Orangensaft und Gewürzen eine winterliche Köstlichkeit. Blutorangentee ist koffeinfrei und vitaminreich.

Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Blutorangentee

Blutorangentee ist reich an gesundheitlich wertvollen Substanzen. Die Anthocyane (Cyanidin-3-Glucosid) der Blutorange wirken als starke Antioxidantien und Entzündungshemmer. Sie können den LDL-Cholesterinspiegel senken, die Herzgesundheit fördern und das Krebsrisiko reduzieren. Blutorangenschalen enthalten Hesperidin und Naringenin, Flavonoide, die die Blutgefäße stärken und die Durchblutung verbessern. Vitamin C ist reichlich vorhanden und stärkt das Immunsystem. Hibiskus als häufige Begleitkomponente fügt weitere Anthocyane und blutdrucksenkende Eigenschaften hinzu. Die Kombination macht Blutorangentee zu einem immunstärkenden, gefäßschützenden Getränk, das besonders in der Erkältungssaison Unterstützung bietet. Die Bitterstoffe aus der Orangenschale regen zudem die Verdauung und Gallenproduktion an.

Geschichte und Herkunft der Blutorange

Blutorangen entstanden durch natürliche Mutationen von gewöhnlichen Orangen, die wahrscheinlich auf Sizilien und in anderen Mittelmeerregionen auftraten. Die erste Dokumentation von Blutorangen stammt aus dem 18. Jahrhundert in Sizilien. Die für die rote Farbe verantwortlichen Anthocyane bilden sich nur bei kühlen Nächten – typisch für das mediterrane Klima mit starken Tag-Nacht-Temperaturunterschieden. Die beliebtesten Sorten sind Moro, Tarocco und Sanguinello. Als Teeingredient wurden Blutorangen erst mit dem Boom der Fruchttees im späten 20. Jahrhundert populär. Die intensive Farbe und das unverwechselbare Aroma machten Blutorange zu einer gefragten Teezutat, die heute in vielen Früchtetee-Mischungen zu finden ist.

Häufige Fragen zu Blutorangentee

Warum ist Blutorangentee rot gefärbt?
Die rote Farbe stammt von Anthocyanen in der Blutorangenschale – dieselben Pflanzenfarbstoffe, die auch rote Beeren und Rotkohl färben. Sie sind starke Antioxidantien und verantwortlich für die gesundheitlichen Vorteile.

Unterscheidet sich Blutorangentee von normalem Orangentee?
Ja – Blutorange hat durch ihre Anthocyane ein komplexeres Geschmacksprofil mit leicht beeriger Note und ist antioxidativ reicher als normale Orangenschale.

Ist Blutorangentee koffeinfrei?
Wenn er nur aus Früchten und Kräutern besteht, ja. Bei Mischungen mit schwarzem Tee oder grünem Tee enthält er Koffein – die Zutatenliste prüfen.

Kann ich Blutorangeschalen selbst für Tee trocknen?
Ja – Schalen in Streifen schneiden und an der Luft oder im Backofen bei 50 Grad trocknen. Am besten Bio-Blutorangen verwenden, da die Schale unbehandelt sein sollte.

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