Mecha


Es gibt mindestens 19 verschiedene Sorten grünen Tees allein in Japan. Eine der bei uns noch recht unbekannten Sorten ist der Begriff Mecha. Dabei handelt es sich um Blätter, die bei der Gyokuru-Herstellung aussortiert und separat weiter behandelt wurden. So verwundert es auch nicht, dass dieser Tee was die Qualität betrifft zwischen Gyokuru und Sencha eingeordnet wird.

Mecha

Inhaltsstoffe

Da die Anbau- und Erntebedingungen für Mecha die gleichen sind, wie für Gyokuru, sind auch die Inhaltsstoffe identisch. Mecha ist dank seines hohen Gehalts an Koffein sehr anregend und ersetzt mit Leichtigkeit die Tasse Tee zum Frühstück. Trotzdem enthält er im Vergleich zu anderen Sorten grünen Tees nur recht wenige Gerbstoffe. So schmeckt er äußerst angenehm mild, hat sogar ein recht nussiges, zeitgleich auch sahniges Aroma. In Japan wird er deshalb vorwiegend in Sushi-Restaurants gereicht, um zwischendurch den Gaumen zu reinigen und allgemein den Geschmack zu neutralisieren.
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Anbaugebiete

Mecha stammt aus der Region Uji, vor allem aus den Gebieten um die Stadt Kyoto. Da Gyokuru nirgends sonst in Japan kultiviert wird, kommt auch Mecha nur aus dieser Gegend. Die wenigen Teebauern in China, die begonnen haben, ihren eigenen Gyokuru zu produzieren, haben sich bisher wirklich nur auf den Gyokuru beschränkt und haben ihre Bemühungen, zumindest noch nicht, auf den Mecha ausgedehnt.

Herstellung

Bereits Anfang April werden die zuvor durch Matten beschatteten Blattknospen geerntet. Dies geschieht per Hand und auch das spätere Aussortieren der Blätter wird sorgfältigst und aufmerksam von Hand erledigt. Mecha zeichnet sich dadurch aus, dass er aus gerollten Blättern besteht. Deshalb eignen sich für seine Herstellung auch nicht die noch geschlossenen Knospen. Nur zarte, junge Blätter können verwendet werden. Ab diesem Sortierverfahren läuft die Herstellung wie bei allen herkömmlichen Sorten grünen Tees auch. Die Besonderheit dieser Sorte liegt also allein in der Art der verwendeten Blätter begründet.

Fazit

Mecha ist in unserer Lebensmittelindustrie ein nicht wirklich bekannter grüner Tee, allerdings ist er auch hierzulande bei gutsortierten Teehändlern zu haben. Für 50 Gramm muss man allerdings rund 10 Euro bezahlen, ein recht hochpreisiger Tee also. In Japan wird Mecha gerne als typisches Getränk nach einer Mahlzeit gereicht. Er ist deshalb so beliebt, weil er nach dem Aufguss mit seinem milden, angenehmen Geschmack neutralisierend wirkt und so verhindert, dass man auch lange nach der Mahlzeit immer noch einen Nachgeschmack im Mund hat, der irgendwann fad und schal wird. Doch auch seine anregende Wirkung wird geschätzt und geliebt. Ein Grund vielleicht gerade für Kaffee-süchtige, doch auch einmal eine Tasse Tee zu probieren.
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Bildnachweis: Mecha – © Subbotina Anna – Fotolia.com

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