Weidenröschen Tee


Das Weidenröschen ist ein mehrjähriges Kraut mit kleinen, unscheinbaren Blüten. Allgemein handelt es sich dabei eher um eine sehr unauffällige Pflanze. Wächst sie wild in einem unserer Gärten, wird sie meist als Unkraut wieder entfernt.

Dass es sich dabei aber um eine wertvolle Heilpflanze handelt, die vor allem bei Prostataleiden hilfreich ist, wissen wir überhaupt erst, seit einer Frau Namens Maria Treben. Sie war sehr gläubig und eine Anhängerin der Lehren von Pfarrer Sebastian Kneipp. In ihrem Buch „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“, das in seinem Bereich zum Bestseller wurde, brachte sie uns Anfang der 1970er ihr gesammeltes Wissen über Kräuter und Heilpflanzen nahe. Auch dem Weidenröschen widmete sie einen Bereich.

Inhaltsstoffe

Auf den Namen „Flavonoide“ trifft man öfter, wenn man sich die Listen der Inhaltsstoffe von Heilpflanzen ansieht. So auch, beim Weidenröschentee. Mit Taniden und Beta-Sitosterin ist die kurze und knappe Übersicht der Wirkstoffe des Weidenröschens bereits abgeschlossen. Das macht diese Pflanze aber nicht weniger wirksam. Im Gegenteil, die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung des Weidenröschens sind nahezu ideal, bei Nieren- und Blasenerkrankungen, sowie bei Problemen der Prostata.

weidenroeschentee

Anbaugebiete

Das kleine Weidenröschen findet man von Europa bis Nordamerika. In diesen gemäßigten Klimazonen ist es nahezu überall zu finden. Egal, ob an Ufern, in Wäldern, in Gärten oder sogar auf Schuttplätzen. Beim Anblick der bodennahen Rosette, die Form, in der das Weidenröschen überwintert, kann man sich nur recht schwer vorstellen, dass dieses mehrjährige Kraut im Laufe eines nur einzigen Sommers wieder eine Größe von bis zu 60 cm erreichen kann.

Noch Ende des 19. Jahrhunderts, wurde das Weidenröschen wohl sehr gerne als Heilpflanze genutzt. Es wurde beispielsweise Wöchnerinnen nach der Geburt ihres Kindes ins Bett gelegt, damit es ihnen und ihrem Baby gut ging und beide zu Kräften kamen.

Herstellung

Für den Weidenröschentee sammelt man etwa von Juli bis September das blühende Kraut des Weidenröschens, auf die Wurzel allerdings sollte man für seine Getränke verzichten. Schneidet man das Kraut möglichst dicht über dem Boden ab, kann man es ganz leicht zu einem Strauß zusammenbinden. Mit den Blüten nach unten an einem gut belüfteten Ort aufgehängt, kann das Weidenröschen gut trocknen.

So kann man das Kraut später zerkleinern und einen gehäuften Teelöffel davon mit einem Viertelliter kochendem Wasser aufgießen. Bereits nach fünf Minuten hat man einen herrlichen Tee. Möchte man damit gezielt eine Erkrankung behandelt, sollte man morgens und abends je eine Tasse trinken.

Fazit

Das Weidenröschen ist eine recht unbekannte und vor allem unscheinbare Pflanze. Nur wenigen ist es bekannt. Und noch weniger wissen von seinen heilenden Kräften. Doch wenn wir das nächste Mal in unserem Garten Unkraut jäten, sollten wir genauer hinsehen. Vielleicht haben wir da gerade ein Weidenröschen in den Händen. Und dabei sollten wir bedenken, dass es durchaus nicht immer die größten, schönsten und auffallendsten Pflanzen sein müssen, die die beste Heilwirkung für uns haben. Von vielen Herstellern wie z.b Tee Meyer wird das Kraut Online angeboten. Falls man sich aus seinen selbst gepflückten Kraut einen Tee machen will, sollte man vorher Informationen zu Nebenwirkungen einholen.

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Bildnachweis: Weidenröschen © Herbal tea in a glass cup, a metal strainer with dry flowers fireweed, fresh flowers of fireweed on the background of wooden boards/kostrez/shutterstock.com

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