Kümmel-Tee


Kümmel-Tee ist in Kombination mit Fenchel und Anis der Klassiker unter den Tees gegen Blähungen und Magenschmerzen. Wohl alle Eltern begegnen ihm im Rahmen der berühmt berüchtigten Drei-Monats-Koliken bei Babys. Schon nicht mehr so bekannt ist dagegen die Tatsache, das Kümmel-Tee auch Erwachsenen noch gute Dienste leisten kann, und das sogar pur.

Kümmel-Tee

Inhaltsstoffe

Es sind vor allem ätherische Öle, die dem Kümmel sein charakteristisches Aroma verleihen. Es ist würzig, wärmt und schmeckt dennoch leicht bitter. Dieser erste Eindruck wird durch diverse Harze noch verstärkt. Gerbstoffe, Öle, Flavonoide und sogar Eiweiß in beachtenswerten Konzentrationen ergänzen sozusagen die Liste der Inhaltsstoffe des Kümmels und sind mit verantwortlich, für sein vielseitiges Wirkungs-Spektrum.

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Vom einfachen Völlegefühl, über Blähungen bis hin zu Magenschmerzen, Kümmel wirkt schnell und effektiv. Nicht umsonst werden etwas schwerer verdauliche Speisen traditioneller Weise gerne mit Kümmel gewürzt. Doch auch Appetitmangel kann er positiv beeinflussen.

Anbaugebiete

Fast schein es so, als würde es Kümmel schon immer und überall geben. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass er das älteste Gewürz der Welt ist. Schon den ägyptischen Pharaonen wurden Gefäße mit Kümmel mit ins Grab gelegt und auch Funde aus der Stein- und Bronzezeit in Europa lassen darauf schließen, dass Kümmel selbst zu dieser Zeit nicht nur bekannt, sondern auch beliebt war.

Auch heute noch wächst dieses Gewürz in ganz Europa wild und wird selbstverständlich auch gezielt wirtschaftlich genutzt. Die zweijährige Pflanze wächst und gedeiht auch in Gärten ganz hervorragend.

Herstellung

Für Kümmel-Tee werden die ganzen Körner verwendet. Wenn man sich solch einen Tee selbst machen möchte, ist es wichtig zu beachten, dass man dafür keinen Kreuzkümmel verwendet. Wem der Kümmelgeschmack alleine zu würzig ist, der kann ganz dies ganz einfach mit etwas Fenchel oder auch Anis ein bißchen abmildern.

Um möglichst viele Inhaltsstoffe lösen zu können, empfiehlt es sich, die Körner vor dem Übergießen mit dem Wasser in einem Mörser etwas zu zerquetschen. das Teewasser sollte heiß sein, aber nicht kochen. In diesem Falle würden die wertvollen ätherischen Öle unwiederbringlich entweichen und verloren gehen.

Fazit

Kümmel ist weit mehr als nur das klassische „Bauchweh-Mittelchen“ für Babys. Er kann auch uns großen bei der Verdauung gute Dienste leisten und angefangen bei einem „kleinen Zwicken“, bis hin zu starken Schmerzen, können dank Kümmel-Tee gelindert werden.

Und äußerlich angewendet hilft er sogar bei Migräne und Spannungskopfschmerzen, eine Tatsache, die leider kaum bekannt ist. Ein Grund mehr, warum es sich lohnt, sich mit diesem Gewürz etwas intensiver zu befassen. Für viele von uns ist Kümmel ein ganz selbstverständlicher Bestandteil unseres Gewürzregals und einfach das Mittel bei Bauch- und Magenschmerzen schlechthin.

Diese Aufgabe erfüllt der Kümmel auch ganz hervorragend. Dennoch hat auch er mehr zu bieten und es wäre schade, wenn an dies gänzlich außer Acht lassen würde.

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Bildnachweis: Kümmel-Tee © Heike Rau – Fotolia.com

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