Süßholz Tee


Süßholz kennen wir in erster Linie im Zusammenhang mit dem Ausspruch „der raspelt Süßholz“, wenn jemand etwas übertrieben Komplimente zu machen. Einigen ist auch noch bekannt, dass Süßholz der Ausgangsstoff für Lakritze ist. Als Heilpflanze ist die Wurzel der subtropischen Süßholzpalme bei uns dagegen eher unbekannt. Erst in den letzten Jahren finden sich auch bei uns auf dem Markt beispielsweise spezielle Hustenbonbons mit Lakritze. Und das nicht nur wegen des guten Geschmacks, sondern auch wegen einer beachtenswerten Wirkung.

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Inhaltsstoffe

Seinen Namen trägt das Süßholz sicher nicht unberechtigter Weise. Es enthält in erster Linie ein Gemisch aus Calcium- und Kaliumsalzen, das wissenschaftlich Glycyrrhizinsäure genannt wird. Dieses Glykosid besitzt eine 50-mal stärkere Süßkraft, als Rohrzucker. Neben weiteren Glykosiden enthält die Süßwurzel in erster Linie verschiedenste Flavonoide.

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Die Kombination aus diesen Inhaltsstoffen ist verantwortlich dafür, dass die Süßholzwurzel nicht nur bei Husten und Bronchitis hervorragend hilft. Sie ist zudem beispielsweise blutreinigend, weshalb sie auch bei Rheuma und Gicht wirksam ist. Zudem wird sie wegen dieser Eigenschaft gerne bei Schlankheitskuren verwendet. Migräne und Kopfschmerzen lassen sich ebenfalls mit Süßholz behandeln. Und selbst Verstopfung, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre sind geeignete Einsatzgebiete. (Bitte kontaktieren Sie bei ernsteren Beschwerden Ihren Arzt)

Anbaugebiete

Die Heimat der Süßwurzel liegt bis heute im Vorderen Orient. Aber auch in Asien, Amerika, Australien und im Mittelmeerraum finden sich die zu den Schmetterlingsblütlern gehörende krautige Pflanzen mit den süßen Wurzeln.

Vor allem in den Küstenregionen Frankreichs, Italien und in ganz England, genießt die Süßwurzel bzw. Lakritze große Beliebtheit. Den Weltrekord allerdings halten die Niederlande. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt hier bei beeindruckenden 2 Kilogramm. Im Vergleich dazu, sind es in Deutschland im Schnitt fast lächerlich wirkende 200 Gramm, wobei im Norden des Landes wesentlich mehr Lakritze konsumiert wird, als im Süden.

Herstellung

Für den Süßholztee werden die Wurzeln der Schmetterlingsblütler verwendet. Sie werden von Erdresten gesäubert, getrocknet und für den Tee selbstverständlich zerkleinert und schliesslich mit kochendem Wasser übergiessen, dann einige Minuten gut durchziehen lassen.

Reinen Tee aus der Süßholzwurzel findet man hierzulande eigentlich nicht. Die Wurzeln werden allerdings gerne in speziellen Teemischungen eingesetzt. Vor allem bei Tees, die das Abnehmen unterstützen oder eine Reinigungskur begleiten sollen, wird gerne Süßholz verwendet.

Zum einen ist die Süßwurzel bei solchen Mischungen wegen ihrer blutreinigen Wirkung beliebt, zum anderen verleiht der kräftige, süßliche Geschmack den Tees auch immer eine angenehme Note.

Fazit

Süßholz gehört bei uns ganz sicher nicht zu den klassischen Heilkräutern und wohl kaum jemand denkt bei Husten oder Bronchitis als erstes an diese geschmackvolle Wurzel. Da gibt es genügend einheimische Pflanzen, die vielen zuerst in den Sinn kommen und die teilweise sogar in unseren Gärten wachsen.

Es kann jedoch nie schaden, seinen Geschmacksnerven zwischendurch einmal etwas Neues zu bieten. Zudem profitiert man bei Teemischungen gleich von mehreren positiven Eigenschaften. Die Kräfte der einzelnen Pflanzen werden dabei so gesehen gebündelt, was die Mischung durch die Gemeinsamkeit stärker macht, als jede einzelne Pflanze für sich.

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Bildquelle: Lakritz , Süßholz/Printemps/fotolia.com

One thought on “Süßholz Tee

  1. Ich habe gerade auf einem Mittelaltermarkt reinen geschälten Süßholzwurzeltee gekauft (6€/100g).
    Es erschien mir etwas teuer, aber da ich großer Lakritzfan bin und mir ansonsten meine Geschmackserlebnisse in den Nierderlanden bestellen muss, habe ich zuschlagen müssen.

    Gerade habe ich mir einen Tee aufgebrüht und es schmeckt einfach fantastisch – ganz ohne zusätzliche Süßung natürlich.
    Als Mischung mit Säften, eiskalt und natürlich mit Schwarztee werde ich es noch versuchen.

    Bin hellauf begeister (wegen des Geschmacks) und freue mich, dass es auch noch heilende Wirkungen hat!

    Sonnige Grüße,
    Johannes

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