Tee schmeckt lecker – kann aber noch vielmehr!


Zugegeben, unsere Sommer waren schon mal besser. Trotzdem sollte man, wenn dann doch die Sonne scheint, den Sonnenschutz nicht vergessen. Oder gesagt, besonders dann. Denn wenn die Haut quasi gar keine Sonne mehr gewöhnt ist, reagiert sie umso empfindlicher.

Tee schmeckt lecker - kann aber noch vielmehr!

Aber was hat das alles mit Tee zu tun? Genau betrachtet sogar recht viel. Zum einen gibt es bekannter Maßen einige Lebensmittel, die wie eine Art Sonnenschutz von Innen wirken. Viele nehmen Carotin-Präparate bevor sie in den Urlaub fahren. Zum einen, weil sie dann schneller und leichter einen angenehmen, braunen Farbton bekommen, zum anderen aber auch, weil die Haut dadurch resistenter gegenüber der Sonnenstrahlung wird.

Dieses Carotin ist in hohen Konzentrationen, wie der Name bereits vermuten lässt, in Karotten enthalten. Aber nicht nur dort. Alle roten Obst- und Gemüsesorten weisen beachtliche Mengen davon auf. So kann man mit seinem Essen auch auf ganz natürliche Art und Weise dem Sonnenschutz seiner Haut auf die Sprünge helfen. Grüner Tee hat allerdings die gleiche Wirkung. Und die positiven Seiten dieses leckeren Getränks in Sachen Sonnenschutz gehen tatsächlich noch weiter.

Was tun, wenn man es trotz aller Vorkehrungen doch übertrieben und sich einen schmerzhaften Sonnenbrand eingefangen hat? Viele kennen den Tipp, die Haut mit Quarkwickel zu kühlen und ihr gleichzeitig wieder Feuchtigkeit zu geben.
Mit Tee funktioniert das allerdings auch und oft sogar noch besser. Es sollte schwarzer oder grüner Tee sein. Oolong Tee ist ebenfalls geeignet. Wichtig ist: je mehr Gerbstoffe, desto besser.

Geht es nur um relativ kleine Bereiche, wie etwa im Gesicht, brüht man am besten einen Teebeutel auf, lässt diesen abkühlen und legt ihn dann auf die betroffenen Stellen. Bei größeren Arealen sollte man einen möglichst starken Tee kochen, um die Haut nicht noch zusätzlich zu reizen unbedingt abkühlen lassen und dann ein Baumwolltuch darin tränken. Auf die gerötete Haut gelegt, sollte der Tee etwa 20 Minuten einwirken können. Um danach nicht doch noch lindernde Inhaltsstoffe des Tees wegzuwaschen, sollte man den Tee keinesfalls abwaschen sondern weiter in die Haut ziehen lassen.

Der Sonnenschutz-Effekt und die schnelle Linderung bei Sonnenbrand für sich allein genommen, sind eigentlich schon Grund genug, um zumindest einmal ernsthaft darüber nachzudenken, Tee auch äußerlich anzuwenden. Dazu sollte man allerdings auch noch wissen, dass Teekompressen in vielen Länder eine fast ebenso lange Tradition haben, wie der Tee selbst und Dermatologen weltweit sind von der Wirksamkeit solcher Anwendungen überzeugt.

Teeumschläge wirken kühlend, adstringierend und entzündungshemmend. Die Katechine des Tees helfen bei sämtlichen Brandverletzungen, egal ob durch UV-Strahlen oder andere Ursachen, bei Entzündungen und selbst bei Ekzemen.
Selbst viele Kinderärzte empfehlen für ihre kleinen Patienten bei Bedarf Teeumschläge.

Ein weiterer Vorteil: solche Kompressen und Umschläge sind einfach durchzuführen, ohne große Kosten oder besondere Kenntnisse. Und die benötigten Bestandteile wie Tee und Baumwolltuch hat man eigentlich immer zu Hause.

Fazit

Tee ist lecker und ein herrliches Getränk, darin sind sich wohl (fast) alle einig. Die tägliche Tasse Tee, oder gerne auch mehr, gehört für viele ganz selbstverständlich zum Alltag. Einige haben sogar ein eigenes kleines Teeritual in ihren Alltag integriert. Und jetzt sollen wir unseren Tee plötzlich nicht mehr nur trinken, sondern Umschläge daraus machen?

Sicher würde niemand auf die Idee kommen, seinen teuren Lieblingstee für einen Umschlag zu „verschwenden“, dennoch sollte man durchaus einmal darüber nachdenken, ob man solch eine Anwendung nicht auch einmal durchführen möchte. Und wenn es „nur“ als kleines Beauty-Treatment im eigenen Bad ist.

Es schadet nie, seinen Horizont zu erweitern. Und es ist wirklich beeindruckend, wie viel mehr uns Tee noch zu bieten hat. Als ob der gute Geschmack und die positive Wirkung auf unsere Gesundheit nicht schon genug wären. Einen Versuch ist es allem Anschein nach definitiv wert.

 

Bildnachweis: Tee kann mehr © hjschneider – Fotolia.com

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