Tausendgüldenkraut Tee


Das Tausendgüldenkraut ist heute leider nur noch einer kleinen Personengruppe bekannt. Bestenfalls kennt man es von Bildern, oft sogar nur von Zeichnungen aus Naturkundeführern. Dabei war diese Bitterpflanze einmal eine sehr bedeutende und ebenso geschätzte Heilpflanze in der Volksmedizin. Doch wie sein Verwandter, der Enzian, so ist auch das Tausendgüldenkraut extrakt inzwischen sehr selten geworden, steht deshalb strengstens unter Naturschutz und darf aus diesem Grunde nicht mehr frei nach Belieben zu unseren Zwecken eingesetzt werden.

Tausendgueldenkraut-Tee

Inhaltsstoffe

Allein schon wegen der nahen Verwandtschaft zum Enzian, wäre man wohl mehr als überrascht, wenn das Tausendgüldenkraut nicht auch jede Menge Bitterstoffe beinhalten würde. Genauer gesagt, handelt es sich dabei in erster Linie um Wirkstoffe wie Bitterstoffglykoside. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich das Tausendgüldenkraut bei sämtlichen Verdauungsbeschwerden stets sehr bewährt hat. Angefangen bei A, wie Appetitlosigkeit oder Aufstoßen, über Blähungen und chronischen Magenentzündungen bis hin zu Gallenschwäche, Koliken oder Verstopfung, es gibt quasi keine Unannehmlichkeit in Sachen Verdauung, bei der das Tausendgüldenkraut nicht helfen könnte.In der Medizin ist es nicht mehr wegzudenken.

Aber das ist noch lange nicht alles. Ätherische Öle, Zucker, Fettsäuren, Harz und einige weitere Substanzen runden die Liste der Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze ab. Dadurch sind Symptome wie Müdigkeit, Nervenschwäche, schlecht heilende Wunden oder auch Menstruationsbeschwerden oder ein schwaches Immunsystem ebenfalls geeignete Einsatzgebiete.

tausendgueldenkraut-tee

Anbaugebiete

Die wenigen verbliebenen natürlichen Bestände des Tausendgüldenkrauts, findet man in erster Linie im Mittelmeerraum, aber auch ganz allgemein in Mittel- und Südeuropa. So findet man mit ein wenig Glück auch heute noch in deutschen Wäldern auf Lichtungen oder halbtrockenen Wiesen mit kalkhaltigem Boden wild wachsendes Tausendgüldenkraut. Da es geschützt ist, darf es allerdings keinesfalls gepflückt werden.

Seinen Tee sollte man sich also lieber in einer Apotheke oder im Fachhandel kaufen, bei dem bestenfalls die Herkunft auch nachvollzogen werden kann.

Herstellung

In den beiden schönsten Sommermonaten, Juli und August wird während der Blütezeit das gesamte Kraut der Pflanze gesammelt. Nur die Wurzeln können nicht verwertet werden. Das Kraut und die Blüten werden gut getrocknet und anschließend, wie üblich, zerkleinert.

Zu Hause gilt es allerdings zu beachten, dass man aus Tausendgüldenkraut den Tee ausschließlich als Kaltauszug zubereiten sollte. Für eine Tasse dosiert man ca. einen halben bis einen ganzen Teelöffel und lässt diesen Ansatz für mindestens sechs bis acht Stunden ziehen. Vor dem Trinken seiht man die Pflanzenteile ab. Wer möchte kann seinen Tee gerne auf Trinktemperatur erwärmen, sollte dabei allerdings sehr vorsichtig sein.

Wurde das Tausendgüldenkraut in einer Mischung verarbeitet, wird es damit auch ganz normal heiß zubereitet. In diesem Fall ist das zwar in Ordnung, dennoch sollte man wissen, dass dabei leider auch einiges an Wirkkraft der Heilpflanze verloren geht.

Wer unter Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren leidet, der sollte besser bei seiner Ernährung ganz die Finger von Tausendgüldenkraut lassen. In diesem Fall würde statt einer Linderung eine Verschlechterung der Gesundheit eintreten. Online gibt es viel Informationen,Literatur, Literaturtipps zu Ratgebern aber man sollte dennoch den Arzt diesen vorziehen.

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Fazit

Das Tausendgüldenkraut gehört leider auch zu der Liste an Heilpflanzen, die der Menschheit über Jahrhunderte hinweg gute Dienste geleistet haben, dafür sehr geschätzt wurden und nun, in unserer modernen Zeit, dennoch Gefahr laufen, völlig in Vergessenheit zu geraten. Wer das Wissen an diese Bitterpflanze bewahren möchte, sollte jedoch nicht in das andere Extrem schlagen und das Tausendgüldenkraut wild ernten. Dies hätte langfristig nur zur Wirkung, dass es diese Pflanze schon bald gar nicht mehr gibt.

Bildquelle: Echtes Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea)/arolina66/fotolia.com

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