Inhaltsstoffe
Die Liste der Inhaltsstoffe wird wenig überraschend, von ätherischen Ölen angeführt. Aber auch Gerbstoffe und -säure sind enthalten, ebenso wie Geraniol und Saponine. Dank dieser Wirkstoffe hilft die Rose bei Heuschnupfen, ebenso bei leichten Herzerkrankungen, Kopfschmerz und Schwindel. In der Frauenheilkunde kann die Rose ebenfalls hilfreich sein. Die nervenstärkende Wirkung der Rose geht sogar so weit, dass selbst Melancholie mit ihr behandelt werden kann. Dabei sind die möglichen Einsatzgebiete für die Rose noch gar nicht vollständig genannt. Es kann sich also lohnen, bei einer Erkrankung oder unangenehmen Beschwerden einen Blick in ein altes Heilkundelexikon zu werfen und zu überprüfen, ob man die Symptome nicht mit einer zartduftenden Tasse Rosentee mildern könnte.Anbaugebiete
Die Rose gehört wohl zu den ältesten Gewächsen auf unserer Erde. So wurden in den Rocky Mountains Fossilien von Rosenblättern gefunden, deren Alter mit 35 Mio. Jahren angegeben wird. Konfuzius berichtete bereits 500 v. Chr. von Rosenkulturen, doch ihr Ursprung wird in Persien vermutet. Nichts desto trotz gibt es nahezu auf der gesamten Nordhalbkugel Wildbestände, auf der Südhalbkugel wächst die Rose dagegen nur, wenn sie dort kultiviert wird. Da die Rose sowohl für Floristen, als auch für die Kosmetikindustrie eine so große Bedeutung hat, wird sie nahezu überall angebaut. Selbst das Holz der Rose wird gerne genutzt. Es gilt sogar als besonders edel und ist deshalb auch entsprechend teuer.Herstellung
Von Juni bis August etwa kann man die Blütenblätter der Rosen sammeln, gut getrocknet etwas zerkleinern und in einem Baumwollbeutel aufbewahren. Pro Tasse sollte man einen Teelöffel dosieren, mit Wasser übergießen und nicht länger als fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, um das kostbare Aroma zu halten. Wem die leicht adstringierende Facette des rosa gefärbten Tees nicht schmeckt, kann gerne mit etwas Honig nachsüßen. Man kann den Tee auch als Mundspülung verwenden oder äußerlich als Umschlag. Schlecht heilende Wunden können sich bessern, wenn sie regelmäßig mit etwas Rosentee gewaschen werden.Fazit
Die Rose scheint schon fast zu perfekt um wahr zu sein. Sie sieht wunderschön aus, hat einen herrlichen Duft, verfeinert Desserts und hilft als Heilpflanze auch noch bei verschiedensten Erkrankungen. Wären da nicht ihre Dornen, gäbe es rein gar nichts, was man an dieser Pflanze als "negativ" empfinden könnte. Dabei sollte man dennoch erwähnen, dass sich auch zum reinen Genuss eine Tasse Tee aus den Blüten der Königin der Blumen empfiehlt.Bildnachweis: Rosen Tee ©Thinkstock: iStockphotoRosentee zubereiten – Romantischer Genuss mit Heilwirkung
Rosen gehören seit Jahrtausenden zu den am meisten geschätzten Blumen der Menschheit – als Symbol für Liebe, Schönheit und Vergänglichkeit. Doch Rosen sind nicht nur schön anzusehen: Die Blüten der Rosa-Arten, insbesondere der Damaszenerrose (Rosa damascena) und der Hundsrose (Rosa canina), sind aromatische und heilsame Zutaten für Tee. Für Rosentee werden die getrockneten Blütenblätter oder die Rosenknospenzarten verwendet.
Für Rosentee übergießen Sie 2 bis 3 Teelöffel getrockneter Rosenblütenblätter oder 4 bis 5 getrockneter Rosenknospen mit 250 ml heißem Wasser (90 Grad). Lassen Sie den Tee 5 bis 8 Minuten ziehen und seihen ihn ab. Der Tee hat eine wunderbare blassrosa bis rötliche Farbe und ein zart florales, süßliches Aroma mit einer leichten Erdigkeit. Mit Honig und etwas Zitrone wird er besonders elegant.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Yan Cha Felsentee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu chinesische Teekultur. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu Fruchtetee.
Rosentee harmoniert gut mit vielen anderen Zutaten: Mit Hibiskus ergibt er einen intensiv roten Fruchttee. Mit Lavendel einen entspannenden Blütentee. Mit schwarzem Tee und Bergamotte eine edle Earl-Grey-Variante. Rosenknospen werden auch in der chinesischen Teekultur seit Jahrhunderten als Bestandteil von Mischungen geschätzt.
Heilwirkung von Rosentee
Rosen sind nicht nur aromatisch, sondern auch medizinisch interessant. Rosenblütenblätter enthalten Flavonoide (Quercetin, Kaempferol), Tannine, ätherisches Öl (Rosenöl), organische Säuren und Vitamin C. Diese Kombination verleiht Rosentee verschiedene gesundheitsförderliche Eigenschaften.
Die beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung des Rosendufts ist wissenschaftlich gut belegt. Aromatherapeutische Studien zeigen, dass Rosenöl (hauptsächlich Geraniol und Citronellol) angstlösend und antidepressiv wirken kann. Das Trinken von Rosentee kombiniert diese Aromawirkung mit den inneren Eigenschaften der Pflanzenstoffe.
Für die Hautgesundheit sind Rosen ebenfalls wertvolle Pflanzen: Die enthaltenen Flavonoide haben antioxidative Eigenschaften, die Hautalterung durch freie Radikale verlangsamen können. Rosenwasser wird seit Jahrhunderten in der Kosmetik als mildes Tonikum und zur Pflege trockener, empfindlicher Haut eingesetzt.
Bei leichten menstruellen Beschwerden und in der Frauengesundheit insgesamt hat Rosentee einen guten Ruf in der Volksmedizin. Die entspannenden und leicht krampflösenden Eigenschaften können bei Regelschmerzen lindernd wirken.
Geschichte der Rose als Heilpflanze
Die Rose gilt als älteste kultivierte Blumenpflanze der Welt. In Persien wurden Rosen seit über 5000 Jahren kultiviert, und die Perser exportierten ihr Rosenwissen in die ganze antike Welt. Die Destillation von Rosenöl und Rosenwasser wurde in Persien entwickelt und ist eine bedeutende Errungenschaft der arabischen Naturwissenschaft des Mittelalters.
In der antiken Medizin war Rose ein wichtiges Heilmittel. Hippokrates und Dioskurides beschrieben Rosen als Mittel bei Entzündungen, Halsschmerzen und Wunden. In der arabischen Medizin war Rosenöl ein universelles Heilmittel und Parfüm. Der Arzt Avicenna (Ibn Sina) perfektionierte die Destillation von Rosenöl im 10. Jahrhundert.
Im mittelalterlichen Europa war Rose ein Symbol für die Jungfrau Maria, was ihre Kultivierung in Klostergärten beförderte. Klösterliche Heiler nutzten Rosenblüten für medizinische Präparate, Süßigkeiten (Rosenwasser-Konfekt) und Kosmetika. Die Verbindung von Rose, Spiritualität und Heilkunde spiegelt sich bis heute in ihrer symbolischen Bedeutung wider.
Häufige Fragen zu Rosentee (FAQ)
Welche Rosen eignen sich für Tee?
Besonders aromatische Sorten wie Damaszenerrose (Rosa damascena), Hundsrose (Rosa canina) und altgärtige Duftrosen. Nicht alle Gartenrosen eignen sich – stark gezüchtete Hybridrosen haben oft wenig Duft und Heilstoffgehalt.
Können Rosen aus dem Blumenladen für Tee verwendet werden?
Nur wenn sie pestizidfreit waren. Floristenrosen sind oft stark mit Pestiziden behandelt und daher für Tee ungeeignet.
Hat Rosentee Koffein?
Nein, reiner Rosentee aus Blütenblättern ist koffeinfrei. In Mischungen mit Schwarztee oder Grüntee enthält er entsprechend Koffein.
Wann ist die beste Zeit, Rosen für Tee zu ernten?
Frühmorgens wenn die Blüten gerade öffnen. Dann ist der ätherische Ölgehalt am höchsten.
Hilft Rosentee bei Stimmungstief?
Die beruhigende, aromatherapeutische Wirkung des Rosendufts kann die Stimmung heben. Er ist kein Ersatz für professionelle Hilfe bei Depressionen, aber ein sanftes Wohlfühlmittel.
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