Tee hat eine wohltuende Wirkung auf den Körper. Aus diesem Grund ist Tee auch das bevorzugte Getränk bei stärkeren Erkältungen oder fieberhaften Infekten. Jetzt haben japanische Forscher bestätigen können, dass der indonesische Benalu Tee sogar bei Krebserkrankungen eine unterstützende Wirkung zeigt. So hemmt er etwas das Krebswachstum. Heute wird er als Anti-Krebs-Tee angesehen und als Naturheilmittel alternativ verwendet. Benalu Tee wird aus einer parasitären Pflanze (Scurrula atropurpurea) gewonnen, welche die Teepflanze „Thea sinensis L“ befällt. Die Pflanzen, also der Stängel und die Blätter, werden im asiatischen Raum bereits seit Jahrhunderten zur Behandlung von verschiedensten Krankheiten angewendet.

Benalu Tee unterstützt die Heilung vieler Krankheiten

Im ostasiatischen Raum, hauptsächlich in Indonesien, ist der Benalu Tee dafür bekannt, dass er die Heilung von bösartigen Tumoren, Schwellungen, Blutungen, Entzündungen und sogar die Heilung von Rheuma und Asthma unterstützt. Nun ist auch die Wissenschaft auf die heilende Wirkung des Benalu Tees aufmerksam geworden. Japanische Wissenschaftler der Faculty of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences und der Fukuyama University haben die Wirkung des Tees wissenschaftlich untersucht. Dazu haben mehrere Arbeitsgruppen chemische und biologische Untersuchungen an den Pflanzen durchgeführt, die bereits auch in der traditionellen Medizin bekannt sind.Im ersten Arbeitsschritt haben die Wissenschaftler alle chemischen Bestandteile der getrockneten Pflanze und der im Teewasser gelösten Stoffe analysiert und deren Konzentration bestimmt. Mit diesen Ergebnissen wurde im nächsten Schritt die Wirkung auf Krebszellen untersucht.

Hemmung der Ausbreitung von Krebszellen bestätigt

Bei der Untersuchung zeigte sich, dass die chemischen Stoffe, die der Benalu Tee im heißen Wasser freisetzt, tatsächlich eine heilende Wirkung bei Krebs besitzen. Unreife Krebszellen, die sich zeitnah zu reifen Krebszellen entwickeln wollen, werden am Wachstum gehindert und sterben ab. Durch den Verdauungsprozess gelangen die verschiedenen Wirkstoffe in die Blutbahn und verteilen sich somit im ganzen Körper. Der Tee hilft zudem, dass sich das Immunsystem nach einem operativen Eingriff oder einer Chemotherapie wieder schneller erholt und stabilisiert. Die Forscher empfehlen den Benalu Tee als unterstützende, alternative Heilmethode, der nach dem operativen Eingriff bzw. nach einer Chemotherapie eingenommen werden soll. Zukünftige Studien wollen die Wissenschaftler prüfen, ob die einzelnen Wirkstoffe des Benalu Tees auch als hochkonzentriertes Medikament Wirkung bei dem Kampf gegen Krebs zeigen. Erste Versuche an Mäusen sind aber vielversprechend, so die Wissenschaftler. Freudig wäre es, ein alternatives Naturheilmittel zu den bisher starken und oft einsetzten Behandlungsmethoden zu entwicklen.Bildnachweis:© psdesign1 - Fotolia.com

Anwendung und Dosierung

Wer die gesundheitlichen Vorteile von Tee nutzen möchte, sollte auf Qualität und Regelmäßigkeit achten. Drei bis fünf Tassen Tee pro Tag gelten in den meisten Studien als optimal. Variieren Sie zwischen verschiedenen Teesorten, um von unterschiedlichen Wirkstoffprofilen zu profitieren: Grüner Tee am Morgen für die Catechine, Oolong nach dem Mittagessen für die Verdauung, Kräutertee am Abend für die Entspannung.

Trinken Sie Tee möglichst ohne Zucker. Wenn Sie den Geschmack abschwächen möchten, eignen sich ein Schuss Milch oder ein Teelöffel Honig besser als raffinierter Zucker. Beachten Sie auch, dass Tee die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Quellen hemmen kann — trinken Sie daher zu den Mahlzeiten lieber Wasser und genießen Sie Tee zwischen den Mahlzeiten.

Zubereitung von Benalu-Tee

Benalu-Tee stammt aus Indonesien und wird aus den Blättern und Stängeln bestimmter parasitischer Mistelgewächse (Loranthus spp. oder Scurrula spp.) hergestellt, die auf verschiedenen Wirtspflanzen wachsen. Der wertvollste Benalu wächst auf Kakao- oder Teesträchern. Für die Zubereitung werden etwa drei bis fünf Gramm getrockneter Benalu (Blätter und Stängel) mit 300-500 ml Wasser in einem Topf zum Kochen gebracht und dann zehn bis fünfzehn Minuten bei kleiner Flamme köcheln gelassen. Der Tee wird durch ein feines Sieb abgegossen. Er hat einen milden, leicht süßlichen und leicht bitteren Geschmack. Nach Wunsch kann er mit etwas Honig gesüßt werden. Benalu-Tee wird in der indonesischen Volksmedizin oft zwei- bis dreimal täglich getrunken, vor allem in Zeiten von Erkrankungen oder als vorbeugende Maßnahme. In Deutschland ist Benalu als getrocknetes Kraut in einigen Asialäden oder über spezialisierte Online-Händler erhältlich, jedoch ist die Verfügbarkeit begrenzt.

Forschungsstand zu Benalu-Tee und Krebszellen

Benalu-Tee hat in der indonesischen Volksmedizin einen legendären Ruf als krebshemmendes Mittel und hat in den letzten Jahrzehnten wissenschaftliches Interesse geweckt. Laborstudien haben in Extrakten von Loranthus- und Scurrula-Arten verschiedene bioaktive Verbindungen identifiziert, darunter Flavonoide (Quercetin, Kaempferol), Polyphenole und Lectine. In Zellkulturstudien zeigten diese Verbindungen zytotoxische Aktivität gegenüber verschiedenen Krebszelllinien – das bedeutet, sie hemmten das Wachstum von Krebszellen in der Petrischale. Wichtig zu verstehen ist: Laborergebnisse an Zellkulturen bedeuten nicht automatisch, dass eine Substanz auch im menschlichen Körper gegen Krebs wirkt. Bisher fehlen klinische Studien am Menschen, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Benalu-Tee bei Krebserkrankungen belegen. Benalu-Tee ist daher kein anerkanntes Krebsmedikament und darf nicht als solches beworben werden. Als Teil eines ganzheitlichen, gesunden Lebensstils kann er für gesunde Erwachsene interessant sein, ersetzt aber keine onkologische Behandlung.

Geschichte und Herkunft von Benalu-Tee

Benalu ist das indonesische Wort für parasitische Pflanzen der Loranthaceae-Familie (Riemenblutengewächse). Diese Halbparasiten sind in tropischen Regionen Südostasiens weit verbreitet und wachsen auf den Ästen verschiedener Bäume. In der indonesischen Volksmedizin (Jamu) wurden verschiedene Benalu-Arten seit Jahrhunderten als Heilmittel für ein breites Spektrum von Beschwerden eingesetzt, von Bluthochdruck über Diabetes bis hin zu Tumoren. Die Spezifik des Benalu-Tees, der auf Kakao oder Tee wächst (Benalu Teh), gilt als besonders wertvoll, da angenommen wird, dass die Wirtspflanze die Zusammensetzung des Parasitenextrakts beeinflusst. In den 1990er und 2000er Jahren gewann Benalu-Tee durch indonesische Forschungsarbeiten internationale Aufmerksamkeit. Einige Studien aus Indonesia wurden in internationalen Fachzeitschriften publiziert. Weltweit ist das Interesse an traditionellen Medizinsystemen Südostasiens gewachsen, was Benalu auch außerhalb Indonesiens bekannt gemacht hat.

Häufige Fragen zu Benalu-Tee

Kann Benalu-Tee Krebs heilen?
Nein. Es gibt keine klinischen Belege, dass Benalu-Tee beim Menschen Krebs heilt oder wirksam bekämpft. Laborstudien zeigen interessante Effekte auf Krebszelllinien, aber der Weg von der Petrischale zum klinischen Beweis ist lang. Krebspatienten sollten immer auf etablierte Therapien setzen.

Ist Benalu-Tee sicher?
Für gesunde Erwachsene ist Benalu-Tee bei normaler Dosierung wahrscheinlich sicher. Für Menschen mit Erkrankungen, die Medikamente nehmen, oder Schwangere sollte die Einnahme immer mit dem Arzt abgesprochen werden, da Wechselwirkungen und Sicherheitsrisiken noch unzureichend erforscht sind.

Wo bekomme ich Benalu-Tee?
In Deutschland ist Benalu begrenzt verfügbar – manchmal in indonesischen oder asiatischen Lebensmittelgeschäften oder über spezielle Online-Händler für traditionelle asiatische Kräuter. Die Qualität variiert stark.

Ist Benalu dasselbe wie Misteltee?
Benalu und europäische Mistel (Viscum album) sind entfernt verwandte Halbparasiten aus verschiedenen Familien. Beide zeigen in Laborstudien krebshemmende Eigenschaften, aber sie sind unterschiedliche Pflanzen mit unterschiedlicher Zusammensetzung.

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