Inhaltsstoffe
Bei den Inhaltsstoffen der Quendle begegnet man sehr schnell alten Bekannten: Ätherische Öle und Bitterstoffe finden sich häufiger in wertvollen Heilkräutern. Aber auch Gerbstoff, Gerbsäure und Flavone sind keine Seltenheit, Thymol wiederum ist ein weiterer Beleg für die enge Verwandtschaft des Quendel zum Thymian. Citronellol und Geraniol verleihen dem Quendel dagegen eine angenehme frische Note.Wie Thymian hilft auch Quendel effektiv bei sämtlichen Husten- und Bronchialerkrankungen. Selbst Asthma kann mit Quendeltee behandelt werden. Die Schleim- und Krampflösende Wirkung des Quendels macht es möglich. Der antibakterielle und entzündungshemmende Effekt fördert eine Abheilung und beugen einer erneuten Infektion vor. Auch Verdauungsschwächen, wie Blähungen, Magenprobleme und Sodbrennen können mit Quendel gelindert werden. Und selbst in der Frauenheilkunde findet Quendeltee auf natürliche Weise Verwendung und kann Heilen.Anbaugebiete
In den gemäßigten Klimazonen Europas und Asiens fühlt sich der Quendel besonders wohl. So ist diese ein- bis zweijährige krautige Pflanze vor allem in den Mittelmeer-Regionen verbreitet. An sandigen, trockenen Standorten fühlt sich die Quendel genauso wohl, wie an schlichten Mauern. Auch auf Wiesen, Feldern und an Waldrändern stechen einem oft die kleinen leuchtend violetten Blüten ins Auge. Was die Nähstoffe betrifft, stellt der Quendel keine hohen Ansprüche. Da die Wurzeln sich unterirdisch über lange Strecken ausbreiten können, wächst dieses Heilkraut häufig als Bodendecker in regelrechten Teppichen, wird dabei aber selten über 10 cm hoch. So kann man in einem Steingarten den Quendel hervorragend auch im heimischen Garten bzw. Kräuter-Garten ziehen. Sie es aus den Samen oder aus einem der Wurzelausläufer.Herstellung
Für den Tee sammelt man von Mai bis September die Blätter und das Kraut des Quendel, verwendet sie entweder frisch oder trocknet sie sorgfältig. Ein Teelöffel vom Quendelkraut reicht aus, um einen Viertelliter Tee herzustellen. Mit kochendem Wasser übergossen, reicht eine Ziehdauer von fünf bis zehn Minuten aus, um einen wirkungsvollen Kräutertee zu erhalten. Mit etwas Honig gesüßt verstärkt sich die Heilkraft noch. Am besten nimmt man den Tee in kleinen Schlucken zu sich. Alternativ kann man auch den heißen Dampf des Quendeltees inhalieren. Häufig wird noch etwas Fenchel oder Ingwer dazu gegeben, um dem Quendeltee die gewisse Würze zu verleihen, aber auch pur ist dieser Tee eine geheime Wunderwaffe.Fazit
In der langen Erkältungssaison kann es leicht passieren, dass man den Geschmack seines Lieblings-Hustentees langsam nicht mehr leiden kann. Immer und immer wieder mit einer dicken Schnupfennase den gleichen Tee zu schlürfen ist auf Dauer schließlich ziemlich eintönig. Da ist es umso besser, wenn es ebenso effektive Alternativen gibt, die ebenfalls helfen können, aber doch etwas anders schmecken. In einigen Fällen kann es dagegen äußerst hilfreich sein, wenn man mehrere Heilpflanzen miteinander kombiniert. So können sie sich ideal in ihrem Wirkungsspektrum ergänzen und so noch besser helfen, als einzeln. Es lohnt sich also, auch Heilkräuter, wie den wilden Thymian, zu beachten, auch wenn sie vielleicht nicht so bekannt sind, wie andere.Bildnachweis: Quendel Tee ©Thinkstock: iStockphotoZubereitung von Quendel-Tee
Quendel, auch als Feldthymian bekannt, ist ein aromatisches Wildkraut aus der Familie der Lippenblütler. Für einen wohlschmeckenden Quendel-Tee werden etwa zwei Teelöffel frische oder ein Teelöffel getrocknete Quendelkräuter pro Tasse verwendet. Das Kraut wird mit frisch gekochthem Wasser übergossen, das auf etwa 90 bis 95 Grad Celsius abgekühlt ist. Die Ziehzeit beträgt fünf bis acht Minuten, damit sich die wertvollen ätherischen Öle und Inhaltsstoffe vollständig entfalten können. Nach dem Abgießen kann der Tee nach Belieben mit einem Teelöffel Honig gesüßt werden, was den würzigen, leicht herbalen Geschmack des Quendels harmonisch ergänzt. Quendel lässt sich auch hervorragend mit anderen Kräutern wie Thymian, Majoran oder Pfefferminze kombinieren, um eine komplexere Kräutermischung zu schaffen. In der Volksmedizin wird Quendel-Tee seit Jahrhunderten zur Linderung von Erkältungsbeschwerden und zur Unterstützung der Atemwege eingesetzt.
Wirkung und Gesundheitliche Vorteile von Quendel-Tee
Quendel enthält eine Vielzahl bioaktiver Verbindungen, die ihn zu einem wertvollen Heilkraut machen. Besonders hervorzuheben sind die ätherischen Öle Thymol und Carvacrol, die antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Diese Inhaltsstoffe machen Quendel-Tee zu einem beliebten Hausmittel bei Husten, Bronchitis und Erkältungen. Die schleimlösende Wirkung hilft, die Atemwege frei zu halten und erleichtert das Abhusten. Darüber hinaus enthält Quendel bedeutende Mengen an Flavonoiden und Gerbstoffen, die antioxidativ wirken und das Immunsystem stärken. Im Bereich der Verdauungsgesundheit kann Quendel-Tee bei Blähungen, Krämpfen und Magenbeschwerden lindernd wirken. Die krampflösenden Eigenschaften sind besonders bei Menstruationsbeschwerden hilfreich. Quendel wirkt außerdem leicht antiseptisch und kann bei entzündetem Zahnfleisch oder Mundinfektionen unterstützend eingesetzt werden. Regelmäßiger Genuss von Quendel-Tee in Maßen kann zur allgemeinen Gesunderhaltung beitragen und das Wohlbefinden steigern.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Jiaogulan Tee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu chinesische Teekultur. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu Yan Cha Felsentee.
Geschichte und Herkunft des Quendels
Quendel (Thymus serpyllum) gehört zu den ältesten Heilpflanzen Europas und war bereits im antiken Griechenland und Rom bekannt und geschätzt. Der Name leitet sich vom griechischen Wort „thymos" ab, was möglicherweise mit „Kraft" oder „Mut" in Verbindung steht. In der mittelalterlichen Klostermedizin spielte Quendel eine wichtige Rolle und wurde in zahlreichen Kräutergärten kultiviert. Hildegard von Bingen beschrieb seine heilenden Eigenschaften in ihren medizinischen Schriften. Quendel wächst wild auf trockenen, steinigen Böden in ganz Europa und Teilen Asiens und ist ein typischer Bewohner von Heiden, Trockenrasen und Felsfluren. Im Gegensatz zum Gartenthymian ist der Quendel kleiner und etwas milder im Geschmack, wird aber ähnlich genutzt. In der deutschen Volksmedizin war Quendel-Tee ein unverzichtbares Hausmittel, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
Häufige Fragen zu Quendel-Tee
Was ist der Unterschied zwischen Quendel und Thymian?
Quendel (Thymus serpyllum) und Thymian (Thymus vulgaris) sind eng verwandte Pflanzen. Quendel ist der kleinere Wildthymian mit etwas milderem Aroma, während Gartenthymian kräftiger im Geschmack ist. Beide haben ähnliche Heilwirkungen.
Kann Quendel-Tee täglich getrunken werden?
In normalen Mengen von einer bis zwei Tassen täglich ist Quendel-Tee für die meisten Menschen unbedenklich. Schwangere sollten jedoch die Einnahme großer Mengen vermeiden, da Quendel den Uterus stimulieren kann.
Wo kann man Quendel sammeln oder kaufen?
Quendel wächst wild auf Trockenrasen, Heiden und sonnigen Hanglagen. Er kann im Sommer selbst gesammelt werden. Im Handel ist er als getrocknetes Kraut in Reformhäusern, Apotheken und online erhältlich.
Hat Quendel-Tee Nebenwirkungen?
Bei normaler Dosierung sind Nebenwirkungen selten. Bei sehr hohen Mengen können Magenreizungen auftreten. Personen mit Schilddrüsenerkrankungen oder Thymolallergie sollten Rücksprache mit einem Arzt halten.
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