Gunpowder


Gunpowder – diesen verheißungsvollen Namen hat die chinesische Sorte des grünen Tee wegen seines auffallend kräftigen Geschmacks durchaus verdient. Ausschlaggebend bei der Benennung waren wohl aber eher die charakteristische Form und das Aussehen des Tees. Die Blätter werden nämlich einzeln so gerollt, dass sie kleine Kugeln bilden und damit tatsächlich wie kleine Schrotkugeln aussehen.

Gunpowder

Inhaltsstoffe

Der Gunpowder hat unter den grünen Tees ganz eindeutig die höchsten Konzentrationen an Koffein, weshalb er in erster Linie morgens, maximal bis zur Mittagszeit genossen werden sollte. Des Weiteren können die sekundären Pflanzenstoffe des Gunpowder präventiv gegen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems wirken. Dieses Wissen ist in China bereits mehrere hundert Jahre alt und inzwischen auch wissenschaftlich belegt. Auch zur Entschlackung eignet sich der Gunpowder bestens. Alles in allem ist diese Sorte von den Inhaltsstoffen her betrachtet also ein typischer grüner Tee mit einem besonders hohen Gehalt an Koffein. Regelmäßig getrunken kann er die Gesundheit eindeutig fördern.

gunpowder

Anbaugebiete

Ursprünglich stammt der Gunpowder aus der chinesischen Provinz Zhejiang, wo er auch heute noch produziert wird. Diese Region liegt ganz im Osten Chinas, direkt am Ostchinesischen Meer und ist allgemein als „Land von Fisch und Reis“ bekannt. Das Gebiet, das für den Teeanbau verwendet wird entspricht dabei in etwa der Größe Frankreichs. Inzwischen gibt es allerdings sogar in Taiwan und Sri Lanka Gegenden, in denen Gunpowder angebaut und hergestellt wird.

Herstellung

Die Teeblätter für den Gunpowder werden auch heute noch größtenteils mit der Hand geerntet. Um die Fermentation zu verhindern, folgt ein kurzer Röstprozess. Anschließend werden die Blätter gerollt und mindestens dreimal getrocknet. Frischer Gunpowder von höchster Qualität weist glänzende kleine Kügelchen auf.

Fazit

Möchte man tatsächlich das Original aus China trinken, so muss man Pingshui Gunpowder, der meist unter dem Namen „Temple of Heaven“ gehandelt wird, kaufen. Außerdem ist es bei wohl keiner zweiten Sorte grünem Tee so bedeutend, dass das Wasser für den Aufguss wirklich die exakte Temperatur von 80°C hat. Alles darüber lässt den Tee unnötig bitter schmecken, alles darunter verhindert, dass sich der Geschmack und das Aroma voll entfalten können. Genau das macht aber auch den Gunpowder aus.

Allein die Ähnlichkeit mit Schrotkugeln hätte ihn wohl kaum so beliebt gemacht. Formosa Gunpowder aus Taiwan und Ceylon Gunpowder aus Sri Lanka haben dagegen ganz andere charakteristische Aromen und unterscheiden sich ganz eindeutig vom Original. Wer sich also stark genug fühlt, für eine Portion Schießpulver und einen ganz besonderen grünen Tee, der sollte nicht davor zurückschrecken und diese Spezialität versuchen.

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Bildnachweis: Gunpowder – © koi88 – Fotolia.com

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