Malven Tee


Da das Wissen um Heilpflanzen und ihre Wirkung heutzutage größtenteils in Vergessenheit geraten ist, wissen viele nicht mehr, bei welchen Erkrankungen der Malventee (Hibiskus) helfen kann. Nichts desto trotz ist allein der Name Malve unverändert ein Begriff, den die meisten wenigstens schon einmal gehört haben.

Malven Tee

Vor rund 5000 Jahren allerdings, war die Malve in China eine hochgeschätzte und verehrte Heilpflanze. In der Bibel steht sogar geschrieben, dass Moses an Fieber erkrankte und  mit Malventee wieder gesund wurde.

Malven-Tee

Inhaltsstoffe

Neben ätherischen Ölen enthält die Malve einige Pflanzenfarbstoffe, die für die antibakterielle Wirkung verantwortlich gemacht werden. Die diversen Gerbstoffe helfen bei Verdauungsproblemen und Schleimstoffe dieser Pflanze sind der Grund für den reizlindernden Effekt.

Die Wirkung des Malventees ist auch bei Fieber und Bronchitis oder Ekzemen hilfreich. Entzündungen von Kehlkopf und Stimmbändern werden bei der Anwendung des Malventees ebenfalls besser. Magen- und Darmschleimhautentzündungen klingen ebenfalls ab. Und Mund- und Rachenentzündungen können schon mit bloßem Gurgeln dank der Wirkung des Malventees schnell abklingen. Rundrum ist Hibiskus in der Medizin vielseitig einsetzbar, denn die Wirkung auf unsere Gesundheit ist überaus positiv. Sie kann weitaus mehr, als die oben genannten Krankheiten, Linderung herbeiführen.

Anbaugebiete

Als ursprüngliche Heimat der Malve werden meist Asien und Südosteuropa, auch Nordafrika, genannt. Die Malve bevorzugt dabei trockene Böden, die möglichst reich an Stickstoff und Nährstoffen sind. Selbst Höhen bis zu 1800 Meter sind für die Malve geeignet.

Heute existieren in ganz Europa zahlreiche verschiedene Unterarten der Malve. Da sie sich aber in ihren Inhaltsstoffen sehr ähnlich sind, ist auch die Wirkungsweise gleich. Typischer Weise steht sie meist fast unscheinbar an Wegrändern, in lichten Wäldern oder auch einfach an Zäunen oder in regelrechtem Ödland.

Herstellung

Von der Malve wird tatsächlich die ganze Pflanze genutzt, um den Tee herzustellen. Neben Blüten und Blättern kommen die Wurzeln ebenso zum Einsatz, wie die Samen. Dabei liegt die Sammelzeit der Blüten und Blätter in der Zeit von Juni bis August, ab August kann man dann bis einschließlich September die Samen sammeln und die Wurzeln kommen schließlich im Oktober, sowie ein zweites Mal von März bis April dazu. Wem all das zu umständlich ist, der kann sich selbstverständlich seinen Malventee ganz einfach im Handel, beispielsweise in der Apotheke kaufen.

Bei Malventee sollte man außerdem unbedingt beachten, dass die Malve niemals gekocht werden darf. Den Tee muss man sich also grundsätzlich als Kaltauszug zubereiten. Am einfachsten lässt man den Ansatz über Nacht stehen und sieht die Pflanzenteile am Morgen ab. Nun kann man den Tee zum besseren Genuss langsam und vorsichtig etwas erwärmen.

Fazit

Malventee besitzt eine schöne und angenehme Farbe und wird meist deswegen gerne getrunken. Malventee wirkt entzündungshemmend und ist daher sehr geeignet bei verschiedenen Entzündungserkrankungen der Verdauungsorgane. Sicher gibt es heute zahlreiche Medikamente und moderne Medizin, die ebenso gut helfen können. Allerdings riskiert man mit Malventee keinerlei unangenehme Nebenwirkungen und diese Art der Therapie fällt günstiger aus.

Sicher sollte man bei Beschwerden unbedingt einen Arzt aufsuchen und die Symptome abklären lassen. Aber wenigstens zur Unterstützung können so wertvolle Heilkräuter wie die Malve unbedingt verwendet werden.

Malven-Tee

 

Bildnachweis: Malven Tee ©Thinkstock: iStockphoto

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