Kekecha
Wohl kaum eine Teesorte ist derzeit so umstritten und diskutiert, wie der gelbe Tee. Von den einen als neue Spezialität und Geheimtipp gefeiert, wird gelber Tee von den anderen als minderwertiger Produktionsunfall beschimpft. Fakt ist,…
Gelber Tee ist die seltenste der sechs echten Teearten und wird fast ausschließlich in China hergestellt. Sein Herstellungsverfahren ähnelt dem des grünen Tees, ergänzt um einen entscheidenden Schritt: das „Men Huan“ oder gelbe Dämpfen, bei dem die noch warmen, feuchten Blätter in Tücher oder Papier gewickelt ruhen. Diese leichte, kontrollierte Nachoxidation nimmt dem Tee die grasige Schärfe und erzeugt die typisch goldgelbe Tasse mit mildem, süßlichem Charakter.
Die bekanntesten Vertreter stammen aus kleinen Anbaugebieten: Huangya aus Knospen und jungen Blättern gilt als klassische Spitzenqualität, die früher dem Kaiserhof vorbehalten war, Kekecha aus der Provinz Guangdong ist die am leichtesten erhältliche Sorte mit nussig-mildem Geschmack, und Huang Da Cha wird aus größeren Blättern erzeugt und kräftiger geröstet. Wegen des aufwendigen Verfahrens sind die Erntemengen klein und die Preise entsprechend hoch.
Die Zubereitung folgt den Regeln für grünen Tee: Wassertemperatur 70 bis 80 °C, Ziehzeit ein bis zwei Minuten, etwa zwei Gramm Blätter pro Tasse. Gelber Tee verzeiht dabei kleine Fehler eher als Grüntee, weil er kaum Bitterstoffe entwickelt – ideal für alle, die milde, edle Tees ohne Röstaromen suchen. Zwei bis drei Aufgüsse sind problemlos möglich.
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Mythen und Geheimnisse gehören zu Tee fast genauso wie der Dampf des frischen Aufguss. Speziell für den gelben Tee trifft dies allerdings besonders zu. Während ihn die einen als missglückten Versuch grünen Tee herzustellen, belächeln,…
Einerseits soll gelber Tee schon eine Jahrhunderte alte Tradition haben, andererseits soll sein Genuss aber auch angeblich bis vor kurzem ein Privileg buddhistischen Mönchen gewesen sein. Ob dies tatsächlich der Wahrheit entspricht oder doch zum…