Grüner Tee, ein wahres Wundermittel
Grüner Tee ist eine wohlschmeckende Teevariante, die zugleich noch die Gesundheit fördert. Er beugt gegen zahlreiche, auch sehr ernsthafte Krankheiten vor. Mitunter schützt er vor Herzkrankheiten und Schlaganfällen, indem er den Cholesterin- und Fettstoffwechsel günstig beeinflusst. Durch die Vielzahl an Antioxidantien hilft er das Krebsrisiko zu reduzieren. In Anti-Aging-Produkten ist Grüner Tee ein wichtiger Bestandteil, um den Alterungsprozess zu verlangsamen. Indem er die Haut vor freien Radikalen, welche Falten und Hautalterung verursachen, schützt. Grüner Tee enthält zahlreiche gesundheitsfördernde wertvolle Inhaltsstoffe wie Catechine, die wichtigsten Vertreter sind Epicatechin (EC), Epicatechingallat (ECG), Epigallocatechin (EGC) und Epigallocatechingallat (EGCG). Aminosäuren sind für den besonderen Geschmack verantwortlich, allen voran das Theanin. Die enthaltenen Gerbstoffen lassen den Tee herber schmecken und wirken sich positiv auf den Magen-Darm-Trakt aus. Zu den weiteren Inhaltsstoffen zählen Vitamin A, Vitamin B, Vitamin B2, Calcium, Kalium, Phosphorsäure, Magnesium, Kupfer, Zink, Nickel, Carotine und Fluorid. Es ist daher nicht verwunderlich, dass ein hoher Forschungsaufwand betrieben wird, um diese positiven Eigenschaften des grünen Tees voll ausnutzen zu können und dabei die potentiellen Risiken des Koffeins zu reduzieren.Entkoffeinierter Grüntee: Methoden im Vergleich
Koffein-sensible Menschen mussten lange auf die Vorteile des Grüntees verzichten – oder akzeptieren, dass abends genossener Tee den Schlaf störte. Moderne Entkoffeinierungsverfahren ermöglichen es, grünen Tee zu genießen, ohne auf Koffein zu verzichten… oder besser: ohne Koffein aufnehmen zu müssen. Es gibt mehrere Methoden: Das CO2-Verfahren (superkritische Extraktion) gilt als das schonendste – flüssiges CO2 bei hohem Druck löst selektiv das Koffein aus den Blättern, ohne die meisten Polyphenole zu zerstören. Das Ethylacetat-Verfahren ist günstiger, zerstört aber mehr Aromen. Das Wasserverfahren (Swiss Water Process) ist natürlich, löst aber auch Teile der löslichen Polyphenole mit heraus. Das Ergebnis: Entkoffeinierter Grüntee hat typischerweise 60–90% weniger Koffein, aber – je nach Methode – 80–95% der ursprünglichen Polyphenole erhalten.
Natürliche Alternativen zu entkoffeiniertem Tee
Neben industriell entkoffeinierten Tees gibt es natürliche Strategien, den Koffeingehalt im Grüntee zu reduzieren. Methode 1: Der erste Aufguss enthält ca. 80% des Koffeins – ihn kurz (30 Sekunden) aufbrühen und wegschütten, dann erneut aufbrühen. Die zweiten und dritten Aufgüsse haben deutlich weniger Koffein. Methode 2: Niedrigere Wassertemperaturen (65–70 °C) und kurze Ziehzeiten reduzieren die Koffein-Extraktion, erhalten aber aromatische Verbindungen. Methode 3: Cold Brew – Koffein löst sich in kaltem Wasser langsamer und in geringeren Mengen. Methode 4: Ältere, gröbere Teeblätter haben weniger Koffein als junge Knospen – Houjicha und Bancha (gröbere japanische Grüntees) haben von Natur aus niedrigeren Koffeingehalt.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel ueber Fruchtetee. Einen ausfuehrlichen Ueberblick bietet unser Beitrag zu Jiaogulan Tee. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu chinesische Teekultur.
Wann ist entkoffeinierter Tee sinnvoll?
Entkoffeinierter Grüntee ist ideal für Menschen, die Koffein aus medizinischen Gründen meiden müssen (Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck), für Schwangere (Koffeinlimit 200 mg/Tag), für den Abendtee (schlafatträgliche Wirkung vermeiden) und für Kinder. Die polyphenolischen Gesundheitsvorteile des Grüntees bleiben bei gutem CO2-Entkoffeinierungsverfahren weitgehend erhalten. Houjicha (gerösteter Grüntee) hat von Natur aus sehr niedrigen Koffeingehalt (ca. 10–15 mg/Tasse) und ist daher eine natürliche Alternative, die keines künstlichen Entkoffeinierungsprozesses bedarf. Rooibos ist natürlich koffeinfrei und hat ähnliche antioxidative Eigenschaften, auch wenn die Polyphenol-Zusammensetzung sich von der des Grüntees unterscheidet.
Häufig gestellte Fragen zu entkoffeiniertem Grüntee
Ist entkoffeinierter Grüntee genauso gesund wie normaler?
Weitgehend ja, bei gutem CO2-Verfahren. Die Hauptwirkstoffe (EGCG, andere Catechine) bleiben zu 80–95% erhalten.
Wie viel Koffein bleibt in entkoffeiniertem Tee?
Typischerweise 2–5 mg pro Tasse (vs. 25–40 mg in normalem Grüntee). Für die meisten koffeinsensiblen Personen unbedeutend.
Was ist das beste Entkoffeinierungsverfahren?
CO2-Extraktion – sie erhält die meisten Aromen und Polyphenole und verwendet keine Lösungsmittel.
Kann man Grüntee auch einfach kurz abbrühen, um Koffein zu reduzieren?
Ja – 30 Sekunden aufbrühen, wegschütten, neu aufbrühen. Reduziert Koffein um ca. 70–80%, ist aber nicht so effektiv wie industrielle Entkoffeinierung.
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