Adonisröschen Tee


Das Adonisröschen (Adonis vernalis L.) zählt nicht unbedingt zu den bekanntesten Heilkräutern, obwohl es sehr wirksam bei sämtlichen Herzerkrankungen ist. Einerseits schade, andererseits irgendwie auch gut so. Das Adonisröschen tut uns nämlich nicht nur ausschließlich gut. Es ist auch sehr giftig, weshalb man keinesfalls auf die Idee kommen sollte, es selbst zu sammeln um daraus einen Tee zuzubereiten, schon allein deswegen, weil das Adonisröschen unter Naturschutz steht.

Man sollte vor einer Teekur mit Adonisröschen unbedingt immer mit seinem Arzt darüber sprechen und sich den Tee dann bei einem Apotheker holen. Dann aber kann es wirklich kleine Wunder leisten.

Inhaltsstoffe

In der Liste der Inhaltsstoffe des Adonisröschens finden sich zum einen so alte Bekannte, wie Flavonoide oder Harz. Wesentlich wichtiger für uns allerdings sind die sogenannten Digitalis-Glykoside. Ein anderer Begriff dafür ist herzwirksame Glykoside und dabei wird schon klar, warum diese Wirkstoffe so bedeutend sind. Sie sind in der Lage, einerseits die Schlagkraft zu erhöhen, andererseits wird die Herzfrequenz gesenkt. Und von diesen kleinen Wunderwaffen enthält das Adonisröschen gleich eine kleine Bandbreite an verschiedenen Versionen.

Top Einsatzgebiete für diese Heilpflanze sind daher eine eingeschränkte Herzleistung, Herzinsuffizienz, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen oder allgemein eine Herzschwäche. Aber auch Hypotonie, Kreislaufschwäche, Nervosität oder gar Menstruations- und Prostatabeschwerden. Damit ist die Liste der Anwendungsgebiete des Adonisröschens noch nicht einmal vollständig.

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Anbaugebiete

Ursprünglich beheimatet war das Adonisröschen in den Steppen Westsibiriens. Erst nach der letzten Eiszeit kam es langsam auch nach Westeuropa. Inzwischen findet man auch hier diese Heilpflanze überall dort, wo das Klima, wie in den Steppen trocken ist und wo das Gras z. B. durch Weidenhaltung von Schafen regelmäßig kurz gehalten wird.

Dennoch steht das Adonisröschen unter Naturschutz und darf nicht einfach so gesammelt werden. Wer möchte, kann dies mit dem Fingerhut verwandte Pflanze auch selbst anbauen. Um es für mehr als wegen des schönen Aussehens zu verwenden, sollte man sich allerdings, wie bereits erwähnt, sehr gut auskennen und immer wieder bei Fachkräften Rückmeldung einholen.

Herstellung

Verwendet wird vom Adonisröschen das gesamte blühende Kraut, allerdings ohne die Wurzeln. Gesammelt wird dieses am besten in den Monaten April und Mai. Wegen seiner starken Giftigkeit wird das Adonisröschen im Normalfall allerdings nie als sortenreiner Tee angeboten, sondern zu Mischtees verarbeitet.

Dies hat allerdings den Vorteil, dass man, je nach Wahl der „Partner“ des Adonisröschens, die entsprechenden Wirksamkeiten besser betonen und ergänzen kann. So gibt es spezielle Mischtees gegen sämtliche Herzbeschwerden. Andere wiederum wirken gegen Ödeme und sind wunderbar lindernd bei geschwollenen Füßen. Die nächste Mischung dagegen hilft eher bei Fieber, eine andere bei Menstruationsbeschwerden usw.

Fazit

Das Adonisröschen ist eine sehr wirksame Heilpflanze, aber eben leider auch sehr giftig. Deshalb kann man es pur leicht überdosieren. Zudem kann es die Wirkung einiger Medikamente, beispielsweise von Abführmitteln, verstärken. Dies allein sind alles Gründe, weshalb man nie „einfach so“ einen Adonisröschen-Tee ausprobieren sollte. Zum richtigen Zeitpunkt allerdings in der richtigen Dosierung angewandt, kann uns diese kleine Pflanze unwahrscheinlich hilfreich sein.

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Bildnachweis: Adonisröschen Tee © adonis vernalis, spring pheasants eye/Bildagentur Zoonar GmbH/Shutterstock.com

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